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01.09.2010
FDA warnt vor erhöhter Mortalität unter Tigecyclin (Tygacil®)
In einer aktuellen Drug Safety Mail weist die US-Zulassungsbehörde FDA auf ein möglicherweise erhöhtes Mortalitätsrisiko beim Einsatz des intravenös zu verabreichenden Antibiotikums Tigecyclin im Vergleich zu anderen antiinfektiven Therapien in der Behandlung schwerer Infektionen hin.
Anlass der Warnmeldung ist eine gepoolte Analyse aus 13 klinischen Studien, nach der die Sterblichkeit unter der antibiotischen Behandlung mit Tigecyclin bei insgesamt 4%(150 von 3788 behandelten Patienten) im Vergleich zu 3% (110 von 3646 behandelten Patienten) in der Kontrollgruppe lag. Die Todesursache konnte zwar in der Mehrzahl der Fälle nicht abschließend geklärt werden, dennoch sei es wahrscheinlich, dass die meisten Patienten an den Folgen einer vorangeschrittenen schweren Infektion gestorben waren.
Besonders deutlich zeigte sich ein erhöhtes Mortalitätsrisiko bei Patienten, die aufgrund einer nosokomial erworbenen, beatmungsassoziierten Pneumonie antibiotisch behandelt wurden. Ebenso erhöht war die Sterblichkeit bei der Behandlung komplizierter Haut und Weichgewebs-, intraabdomineller Infektionen sowie Infektionen des diabetischen Fußes. Aktuell ist Tygacil® in Europa zugelassen zur Behandlung komplizierter Haut- und Weichgewebsinfektionen sowie komplizierter intraabdomineller Infektionen. Zusätzlich darf Tygacil® in den USA zur Behandlung von ambulant erworbenen Pneumonien eingesetzt werden. Zur Behandlung nosokomial erworbener Pneumonien und des diabetischen Fußes ist Tygacil® dagegen weder in den USA noch in Europa zugelassen.
Vor diesem Hintergrund wird Ärzten zum momentanen Zeitpunkt geraten, sich bei der Verordnung von Tygacil® an die zugelassenen Indikationsgebiete zu halten und insbesondere bei schweren Infektionen alternative Antiinfektiva in Erwägung zu ziehen.
Die FDA hat die Fachinformation von Tygacil® bereits um diesen Arzneimittelsicherheitsaspekt ergänzt.
Quelle:
FDA Drug Safety Mail vom 01.09.2010
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27.08.2010
EMA überprüft Narkolepsiefälle in Zusammenhang mit Pandemrix®
Nach den Behörden in Finnland und Schweden nimmt sich nun auch die Europäische Arzneimittelagentur EMA dem Thema an: Im Auftrag der EU-Kommission soll untersucht werden, ob der H1N1-Impfstoff Pandemrix® von der Firma GlaxoSmithKline das Risiko für Narkolepsie erhöht.
Der Grippeimpfstoff wurde EU-weit zur Prophylaxe der Schweinegrippe bei mindestens 30,8 Millionen Menschen eingesetzt. Vor allem in Schweden und Finnland ist im Rahmen des Spontanmeldesystems eine geringe Anzahl an Fällen von Narkolepsie bekannt geworden. Obwohl ein zeitlicher Zusammenhang zur Impfung bestehe, gebe es nach Aussage der EMA noch keinen Beweis, dass Pandemrix® der Auslöser für die Erkrankung war. Der Ausschuss für Human-Arzneimittel (CHMP) der EMA will nun alle verfügbaren Daten analysieren. In diesem Zusammenhang soll auch die normale Inzidenz der Narkolepsie berücksichtigt werden.
Auch wenn die genauen Ursachen der Narkolepsie bislang unbekannt sind, wird vermutet, dass sowohl genetische als auch umweltbedingte Faktoren, wie Infektionen eine Rolle spielen.
Zur abschließenden Bewertung des Nutzen-Risiko-Profils von Pandemrix® will der Ausschuss weitere Experten hinzuziehen. Zudem wird die Zusammenarbeit mit der EU-Seuchenbehörde (ECDC), der World Health Organisation (WHO) sowie internationalen Zulassungsbehörden angestrebt. Eine Stellungnahme der EMA wird in der nächsten Septembersitzung erwartet.
Quelle:
Pressemitteilung der EMA vom 27.08.2010
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26.08.2010
Narkolepsie nach Grippeimpfung mit Pandemrix®
Nachdem in Schweden und Finnland mehrere Fälle einer Narkolepsie bei Kindern nach einer H1N1-Impfung mit Pandemrix® bekannt geworden sind, untersuchen die Überwachungsbehörden derzeit, ob ein ursächlicher Zusammenhang besteht.
Finnischen Medienberichten zufolge wurden die Symptome in diesem Jahr bereits bei 15 Kindern im Alter zwischen fünf und 16 Jahren registriert. Die Zahl übersteige nach Aussagen der finnischen Gesundheitsbehörde deutlich den Durchschnitt von zwei bis sieben Fällen pro Jahr. In mindestens sechs der Fälle konnte ein unmittelbarer zeitlicher Zusammenhang zur Pandemrix®-Impfung hergestellt werden. Die Symptome traten zwei bis zehn Wochen nach der Impfstoffgabe auf. Das Land empfahl daraufhin die Aussetzung der Impfung mit Pandemrix®, zumal derzeit keine Grippe-Epidemie bestehe und daher keine sofortige Impfung erforderlich sei. Auch die schwedische Arzneimittelbehörde berichtet allein diesen Sommer von sechs Fällen einer Narkolepsie bei Jugendlichen zwischen 12 und 16 Jahren, die innerhalb von ein bis vier Monaten nach der Impfung beobachtet wurden.
Bei der Narkolepsie handelt es sich um eine Form der chronischen Schlafstörung neurologischen Ursprungs, die sich vor allem in Tagesschläfrigkeit, Kataplexie, Schlaflähmungen und Halluzinationen, insbesondere beim Einschlafen und Aufwachen, äußern kann.
Schätzungen der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) gehen EU-weit von mindestens 30,8 Millionen Menschen aus, die bereits eine Grippeimpfung mit Pandemrix® erhalten haben. Nach dem aktuellen Pharmakovigilanz-Update der EMA stehen Erkrankungen des Nervensystems mit ca. 3500 von insgesamt 11.276 Fallberichten an zweiter Stelle der häufigsten unerwünschten Arzneimittelwirkungen.
Pandemrix ist in Deutschland seit Mai 2008 zugelassen und wird von der Firma GlaxoSmithKline vertrieben. Nach Aussage des Paul-Ehrlich-Instituts sei hierzulande noch kein Verdachtsfall einer Narkolepsie im Zusammenhang mit der Pandemrix®-Impfung bekannt geworden. Zwar traten bei einem 15 Jahre alten Mädchen Symptome einer Kataplexie zwei Monate nach einer Pandemrix®-Impfung auf, das Vorliegen einer Narkolepsie wurde dabei jedoch ausgeschlossen. Derzeit gibt es in Deutschland noch keine offizielle Stellungnahme sowohl von Behörden- als auch von Herstellerseite. Im Rahmen des bereits laufenden Pharmakovigilanz-Programms, das von der EMA als Auflage für das Inverkehrbringen von Pandemrix® gefordert wurde, sollen die bereits bekannt gewordenen Fälle in Zusammenarbeit mit der schwedischen und finnischen Kontrollbehörde weiter untersucht werden.
Quelle(n):
(1) Veröffentlichung der schwedischen Arzneimittelbehörde vom 18. August 2010
(2) 22nd Pandemic Pharmacovigilance Update der EMA vom 19. August 2010
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25.08.2010
Stufenplanbescheid: Dauer des Gestagenzusatzes bei sequenzieller Hormonersatztherapie (HRT)
Für Arzneimittel zur sequenziellen Hormonersatztherapie (HRT), bei denen der Gestagenzusatz für weniger als 12 Tage pro Behandlungszyklus vorgesehen ist, wurden die Stufenplanbeteiligten durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) dazu aufgefordert, Ergänzungen bis zum 01. Dezember 2010 in den dazugehörigen Fach- und Gebrauchsinformationen vorzunehmen.
Bei Präparaten, die eine 10-tägige Gestageneinnahme vorsehen, (Climen®, CycloÖstrogynal®, Sisare®, CycloPolar®), ist nicht ausreichend belegt, ob das Risiko einer Endometriumhyperplasie und eines Endometriumkarzinoms vergleichbar niedrig ist, wie bei einem Gestagenzusatz für mindestens 12 Tage.
Internationale Publikationen sowie der „HRT-Core SPC“ zeigten, dass bei einer sequenziellen Östrogen-Gestagengabe, eine Gestagengabe für mindestens 12 Tage notwendig ist, um die endometriale Sicherheit gewährleisten zu können.
Die Hersteller der betroffenen Präparate werden daher gebeten, entsprechende Hinweise in den den Produktinformationen im Abschnitt Warnhinweise vorzunehmen.
Quelle(n):
BfArM Risikoinformation vom 25.08.2010: Hormonersatztherapie (HRT): Dauer des Gestagenzusatzes bei sequenzieller HRT
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23.08.2010
FDA: Verdacht auf erhöhtes kardiovaskuläres Risiko unter Stalevo® (Carbidopa, Levodopa, Entacapon)
Wegen des Verdachts auf ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko prüft die US-Zulassungsbehörde FDA das Parkinson-Medikament Stalevo®. Bereits Anfang diesen Jahres wurde Stalevo® mit einem Anstieg von Prostatakrebs bei Männern in Zusammenhang gebracht. Bei dem Präparat des finnischen Pharmaherstellers Orion handelt es sich um eine Dreierkombination aus Levodopa, Carbidopa und Entacapon.
Anlass der aktuellen Vermutung sind die Ergebnisse der STRIDE-PD-Studie (Stalevo Reduction In Dyskinesia Evaluation – Parkinson’s Disease), in der Stalevo® gegenüber der Therapie mit Levodopa und Carbidopa allein über einen Zeitraum von durchschnittlich 2,7 Jahren bei insgesamt 745 Parkinsonpatienten verglichen wurde. Im Ergebnis fand man in der Stalevo®-Gruppe sieben Fälle eines Herzinfarkts und einen Fall eines plötzlichen Herztods in der Stalevo-Gruppe, während in der Carbidopa-Levodopa-Gruppe kein einziger Fall eines kardiovaskulären Ereignissen registriert wurde. Die darauf durch die FDA initiierte Metaanalyse aus 15 klinischen Studien konnte diese Ergebnisse nicht weiter verifizieren. Die Dreierkombination war dabei nur mit einer geringfügig erhöhten Rate kardiovaskulärer Ereignisse wie Herzinfarkt, Schlaganfall und plötzlichem Herztod im Vergleich zur Zweierkombination ohne Entacapon behaftet. Die Aussagekraft der Ergebnisse wird zusätzlich dadurch eingeschränkt, dass die eingeschlossenen Studien ursprünglich nicht auf die Untersuchung des kardiovaskulären Risikos ausgerichtet waren. Zudem wiesen die Mehrzahl der Patienten bereits in der Vorgeschichte kardiovaskuläre Risikofaktoren auf. Generell seien kardiovaskuläre Ereignisse für die in den Studien betrachteten Patientengruppen nicht unüblich, so dass kein sicherer Zusammenhang zur medikamentösen Parkinsontherapie hergestellt werden kann. Nicht zuletzt traten die Mehrzahl der kardiovaskulären Ereignisse in einer einzigen Studie auf.
Eine abschließende Bewertung der FDA zum kardiovaskulären Risiko von Stalevo® steht noch aus. Ärzten wird zum aktuellen Zeitpunkt empfohlen, vor Beginn einer Parkinson-Therapie mit Stalevo® das kardiovaskuläre Risiko des Patienten, auch im Hinblick seiner medizinischen Vorgeschichte, zu überprüfen. Patienten sollten Stalevo® auf keinen Fall ohne Rücksprache mit ihrem Arzt eigenmächtig absetzen.
Quelle(n):
FDA Drug Safety Mail vom 20. August 2010 (http://www.fda.gov/Safety/MedWatch/SafetyInformation/SafetyAlertsforHumanMedicalProducts/ucm223423.htm)
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23.08.2010
PEI warnt vor Impfung von Klein- und Vorschulkindern mit Afluria®
Der Hersteller des Grippeimpfstoffes Afluria® CSL Biotherapies gibt in einer aktuellen Meldung bekannt, dass das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) dringend vor einer Impfung von Kindern unter fünf Jahren mit Afluria® oder ähnlich zusammengesetzten Impfstoffen warnt.
Hintergrund der Stellungnahme ist ein in Australien beobachteter Anstieg von Fieber und Fieberkrämpfen bei Kindern, die eine Impfung mit einem zu Afluria® nahezu identischen Präparat (Fluvax® und Fluvax® junior, CSL Biotherapies) erhalten hatten und jünger als fünf Jahre waren. Die geschätzte Inzidenz der Nebenwirkung wird gemäß den epidemiologischen Beobachtungen mit einem pro 100 bis 1.000 Kindern angegeben. Die Ursache für den unerwarteten Anstieg konnte bisher weder von Behörden- noch von Herstellerseite geklärt werden. Bis auf weiteres sollte daher bei Klein- und Vorschulkindern auf die Verwendung von Afluria® verzichtet und auf alternative saisonale Grippeimpfstoffe ausgewichen werden. Die Fachinformation zu Afluria® wurde entsprechend angepasst.
Auch die US-Zulassungsbehörde FDA aktualisierte kürzlich die Warnmeldungen und Vorsichtsmaßnahmen zu Afluria® hinsichtlich des erhöhten Risikos von Fieber und Fieberkrämpfen unter der genannten Altersgruppe.
Bei Afluria® handelt es sich um einen inaktivierten Spaltimpfstoff, der in bebrüteten Hühnereiern hergestellt wird. Die Zusammensetzung entspricht den WHO-Empfehlungen (für die nördliche Hemisphäre) und der EU-Entscheidung für die Saison 2010/2011 und enthält die Komponenten H1N1 (A/California/7/2009), H3N2 (A/Perth/16/2009) und Influenza B (B/Brisbane/60/2008).
Quelle(n):
[1] PZ online vom 20. August 2010
[2] FDA Safety Information vom 30.07.2010 (http://www.fda.gov/Safety/MedWatch/SafetyInformation/SafetyAlertsforHumanMedicalProducts/ucm220764.htm)
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18.08.2010
FDA: Empfehlung der Marktrücknahme von Midodrin
Die US-Zulassungsbehörde FDA beabsichtigt erstmals ein Arzneimittel vom Markt zu nehmen, das in einem beschleunigten Verfahren zugelassen wurde. Davon betroffen ist das Präparat mit dem Alpha-Sympathomimetikum Midodrin, da der Hersteller seit der Einführung keine Studien zur Wirksamkeit vorgelegt hat. Midodrin ist indiziert zur Behandlung primärer und sekundärer Formen einer neurogenen orthostatischen Hypotension.
Das Originalpräparat vom Pharmahersteller Shire ist seit 1996 unter dem Namen ProAmatine im Handel. Die Zulassungserteilung erfolgte aufgrund eines Surrogatparameters: Das Medikament bewirkte eine Erhöhung des systolischen Blutdrucks bei Probanden, die gerade aufgestanden waren. Der klinische Nutzen sollte nach der beschleunigten Zulassung durch entsprechende Studien nachgewiesen werden.
Ein beschleunigtes Verfahren der Zulassung findet für solche Arzneimittel Anwendung, die eine Therapieoption zur Behandlung schwerwiegender oder lebensbedrohlicher Krankheiten darstellen. Nach der Zulassung ist der Hersteller verpflichtet, zusätzliche Studien zu Wirksamkeit und Nutzen vorzulegen.
Obwohl die FDA den Hersteller bereits im vergangenen Jahr ermahnt hat, fehlen bislang sämtliche Studien zum geforderten Nachweis der Wirksamkeit bei einmaliger Gabe sowie nach zweiwöchiger Einnahme. Vor diesem Hintergrund droht die FDA nun, die Zulassung zu entziehen.
Neben dem Originalpräparat gibt es Midodrin bereits in generischer Form von den Firmen Apotex, Impax, Mylan, Sandoz und Upsher Smith.
In Deutschland ist der Wirkstoff unter dem Präparatenamen Gutron® von der Firma Nycomed im Handel.
Quelle(n)
[1] FDA Safety Information vom 16.08.2010:
http://www.fda.gov/NewsEvents/Newsroom/PressAnnouncements/ucm222580.htm
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16.08.2010
FDA: Risiko einer aseptischen Meningitis unter einer Therapie mit Lamictal® (Lamotrigin)
Die US-Zulassungsbehörde FDA weist in einer aktuellen Drug Safety Mail auf das erhöhte Risiko einer aseptischen Meningitis bei der Einnahme von Lamotrigin hin.
Hintergrund der Meldung sind 40 zwischen Dezember 1994 und November 2009 registrierte Fälle einer aseptischen Meningitis während einer antiepileptischen Therapie mit Lamotrigin. Die Symptome traten innerhalb der ersten 42 Tage nach Beginn der Lamotrigin-Einnahme sowohl bei erwachsenen als auch pädiatrischen Patienten auf und äußerten sich in Kopfschmerzen, Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Nackensteifigkeit, Hautausschlag, Lichtempfindlichkeit und Myalgien. In 35 Fällen bedurfte es einer stationären Behandlung. In der Mehrzahl der Fälle verschwanden die Symptome nach Absetzen von Lamotrigin, traten allerdings in 15 Fällen nach erneuter Lamotrigin-Einnahme wieder auf. Einige der betroffenen Patienten wiesen einen systemischen Lupus erythematodes oder andere Autoimmunerkrankungen in ihrer Anamnese auf.
Ärzte und Patienten sind deshalb dazu angehalten, auf Anzeichen einer aseptischen Meningitis während einer Lamotrigin-Therapie zu achten. Patienten sollten bei den entsprechenden Symptomen umgehend ihren Arzt kontaktieren. Ärzten wird empfohlen, Lamotrigin bei Anzeichen einer Meningitis sofort absetzen, sofern andere Ursachen ausgeschlossen werden können, und in jedem Falle eine adäquate Behandlung der Meningitis einzuleiten.
Die Fach- und Gebrauchsinformation von Lamictal® soll nach Forderung der FDA um einen entsprechenden Warnhinweis und Vorsichtsmaßnahmen ergänzt werden.
Quelle(n):
Drug Safety Mail der FDA vom 12.08.2010 (http://www.fda.gov/Safety/MedWatch/SafetyInformation/SafetyAlertsforHumanMedicalProducts/ucm222269.htm)
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16.08.2010
Rote-Hand-Brief: Gefahr lebensbedrohlicher Luft-oder Gasembolien bei der Verwendung eines Sprühapplikators mit Druckregler zur Verabreichung von Quixil®/EVICEL™ Lösungen für Fibrinkleber (human)
Aktuelle lebensbedrohliche Zwischenfälle von Embolien beim Sprühen von Quixil® oder Evicel™ veranlassen die Hersteller Omrix Biopharmaceuticals Ltd. und Ethicon, Inc. in einem Rote-Hand-Brief darauf hinzuweisen, dass entsprechende sicherheitsrelevante Änderungen in den Fachinformationen von Quixil® und Evicel® vorgenommen wurden, um Luft- und Gasembolien zu vermeiden. Die geänderten Fachinformationen enthalten genaue Anweisungen für die richtige Verwendung eines Sprühapplikators mit Druckregler zur Verabreichung von Quixil® und Evicel™.
Beide Präparate werden zur unterstützenden Behandlung in der Chirurgie zur Verbesserung der Blutstillung eingesetzt, wenn chirurgische Standardmaßnahmen unzureichend sind.
Es wird vermutet, dass ein höherer als der empfohlene Druck und/oder ein zu geringer Abstand von der Gewebeoberfläche zu diesen Zwischenfällen geführt hat. Deshalb empfehlen beide Hersteller in den aktualisierten Fachinformationen, den angegebenen Druck sowie den empfohlenen Abstand unbedingt einzuhalten.
Quelle(n):
Drug-Safety-Mail der AkdÄ vom 20. August 2010
Rote-Hand-Brief Quixil®/Evicel vom 16.08.2010
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12.08.2010
Rote-Hand-Brief zum Risiko von Dosierungsfehlern mit Xyrem® (Natriumoxybat)
Nach Berichten zu Dosierungsfehlern bei der Anwendung von Xyrem® (Natriumoxybat) aufgrund einer Verwechslung zwischen Gramm (g) und Milliliter (ml) weist die Firma UCB Pharma aktuell in einem Rote-Hand-Brief auf das erhöhte Risiko einer fehlerhaften Dosierung hin.
Xyrem® (Natriumoxybat) ist ein auf das Zentralnervensystem wirkendes Sedativum und wird bei Erwachsenen zur Behandlung der Narkolepsie mit Kataplexie angewendet. Die empfohlene Initialdosis beträgt zweimal täglich 2,25 g und kann unter Berücksichtigung von Wirksamkeit und Verträglichkeit bis zum Wirkungseintritt in Dosierungsschritten von 1,5 g pro Tag auf eine Maximaldosis von zweimal täglich 4,5 g gesteigert werden. Die Dosissteigerungen sollten dabei in einem Abstand von mindestens ein bis zwei Wochen erfolgen.
Die Abmessung der Einzeldosen erfolgt mithilfe einer 10 ml-Spritze, die seit Dezember 2008 nur noch eine Gramm-Skalierung anstatt der bis dahin vorhandenen Gramm- und Milliliter-Skalierung aufweist.
Die Empfehlung für die Verordnung lautet daher, die Dosis von Xyrem® ausschließlich in Gramm anzugeben, um eine korrekte Dosierung sicher zu stellen. Die Angabe der Dosis in Milliliter birgt das Risiko, dass der Patient die doppelte Dosis einnehmen könnte, da 2 ml Natriumoxybat einer Dosis von 1 g entsprechen.
Zudem sollte Xyrem® nur mit der beigefügten Messspritze verabreicht werden, da die Skalierung auf die Substanz geeicht ist. Andere orale Lösungen sollten nicht damit abgemessen werden, da sie aufgrund möglicher Konzentrationsunterschiede zu Dosierungsfehlern führen können.
Quelle(n):
AkdÄ Drug Safety Mail vom 12. August 2010
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06.08.2010
Rote-Hand-Brief: Photosensitivitätsreaktionen durch Ketoprofen-haltige Schmerzgele
Vor Kurzem erfolgte eine Risikobewertung des Ausschusses für Humanarzneimittel der europäischen Arzneimittelagentur EMA (CHMP) zu topischen, Ketoprofen-haltigen Arzneimitteln, die aufgrund von Berichten über Photosensibilitätsreaktionen und Co-Sensibilisierung unter Ketoprofen mit Octocrylen (UV-Filter) durchgeführt wurde. Da diese Arzneimittelnebenwirkungen vermutlich nur selten auftreten, konnte jedoch ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis für Ketoprofen-haltige Schmerzgele bestätigt werden.
In Form eines Rote-Hand-Briefes machen nun auch die Hersteller auf mögliche Photosensibilitätsreaktionen als schwere unerwünschte Arzneimittelwirkung der Haut aufmerksam. Zusätzlich weisen sie auf einige Vorsichtsmaßnahmen hin, um eine sichere Anwendung topischer, Ketoprofen-haltiger Arzneimittel zu gewährleisten. So sollten die Kontraindikationen, wie z.B. die Anwendung auf offenen Verletzungen, Entzündungen, Hautinfektionen oder Ekzemen, bei deren Verordnung streng befolgt werden. Patienten sollten zudem darauf hingewiesen werden, sich nach jedem Aufbringen des Gels die Hände gründlich zu waschen und die behandelten Hautareale auch noch bis zu zwei Wochen nach der Therapie vor Sonnenlicht zu schützen. Topisches Ketoprofen sollte nicht unter Okklusivverbänden verwendet werden. Treten nach der Anwendung Hautreaktionen jeglicher Art auf, muss die Therapie sofort beendet werden.
Quelle(n):
Rote-Hand-Brief Ketoprofen-haltige Schmerzgele vom 05.08.2010
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02.08.2010
Rhabdomyolyse unter Zoledronsäure
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) informiert in einer aktuellen Drug Safety Mail über einen möglichen kausalen Zusammenhang einer Rhabdomyolyse bei der Behandlung mit Zoledronsäure.
Der AkdÄ wurde von einem Verdachtsfall einer Rhabdomyolyse bei einem 70-jährigen Patienten berichtet, dem aufgrund eines ossär metastasierten Prostatakarzinoms erstmalig das Bisphosphonat Zoledronsäure (Zometa®) intravenös verabreicht wurde. Ungefähr zwölf Stunden später zeigte er ähnliche Beschwerden wie sie bei einer Rhabdomyolyse auftreten können. Es kam zu Fieber, Rückenschmerzen, psychosomatischer Unruhe, erhöhten Serumwerten von Myoglobin (2378 µg/l), CK (25.200 U/l, CK-MB:218 U/l) und LDH (581 U/l) sowie dem Nachweis von Myoglobin im Urin (6101 µg/l). Wegen des Verdachts auf eine Rhabdomyolyse wurde der Patient auf die Intensivstation verlegt. Unter einer forcierter Diurese verbesserte sich dort sein Zustand im Verlauf.
In der Datenbank des deutschen Spontanmeldesystems (gemeinsame Datenbank von BfArM und AkdÄ, Stand: 10.06.2010) finden sich noch weitere Verdachtsfälle einer Rhabdomyolyse unter Bisphosphonaten (drei unter Risedronsäure und drei unter Zoledronsäure). Literaturhinweise auf diese Nebenwirkung fehlen derzeit noch. Daher geht die AkdÄ angesichts der langjährigen und häufigen Anwendung von Bisphosphonaten davon aus, dass es sich eher um eine selten auftretende Nebenwirkung handelt.
Quelle(n):
AkdÄ Drug Safety Mail vom 30.Juli 2010 (http://www.akdae.de/Arzneimittelsicherheit/DSM/2010-109.html)
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02.08.2010
FDA: Erhöhtes Risiko einer eosinophilen Pneumonie unter Daptomycin (Cubicin®)
In einer aktuellen Drug Safety Mail weist die US-Zulassungsbehörde FDA auf das erhöhte Risiko einer eosinophilen Pneumonie bei der Anwendung von Cubicin® (Daptomycin) hin. Hintergrund der Meldung sind sieben zwischen 2004 und 2010 bekannt gewordene Fälle einer eosinophilen Pneumonie, die im zeitlichen Zusammenhang von zwei bis vier Wochen nach Beginn einer Daptomycin-Therapie aufgetreten sind. Weitere 36 Fälle wurden identifiziert, die möglicherweise im Zusammenhang mit einer Cubicin®-Behandlung stehen.
Bei der eosinophilen Pneumonie handelt es sich um eine seltene, aber schwere Erkrankung, die initial mit Symptomen wie Fieber, Husten und Atembeschwerden einhergeht, oft gefolgt von einer schweren, beatmungsbedürftigen respiratorischen Insuffizienz mit möglicher Kreislaufinstabilität.
Daptomycin ist ein ausschließlich gegen grampositive Bakterien bakterizid wirkendes, zyklisches Lipopeptid und ist in Deutschland als Cubicin® (Novartis Pharma GmbH) seit Anfang 2006 auf dem Markt. Zu den zugelassenen Indikationen gehören die Behandlung komplizierter Haut- und Weichteilinfektionen (cSSTI), einer rechtsseitigen infektiösen Endokarditis (RIE) aufgrund von Staphylococcus aureus sowie einer durch Staphylococcus aureus ausgelösten Bakteriämie (SAB), die mit RIE oder cSSTI assoziiert ist.
Die Verordnung von Daptomycin erfolgte in allen sieben bekannt gewordenen Fällen außerhalb der zugelassenen Anwendungsgebiete (Off-Label-Use), darunter die Behandlung der Osteomyelitis (n=4), einer Hüftprothesen-Infektion (n=1), einer durch Enterokokken ausgelösten Endokarditis (n=1) sowie einer Aortenklappen-Endokarditis (n=1). Der Zustand der Patienten, die zum Zeitpunkt der Meldungen zwischen 60 und 87 Jahre alt waren, besserte sich rasch nach Absetzen der Daptomycin-Therapie. In fünf Fällen wurde eine Behandlung mit systemischen Corticosteroiden eingeleitet.
In der aktuellen Fachinformation von Cubicin® ist die eosinophile Pneumonie bereits als Nebenwirkung aufgeführt. Vor dem Hintergrund der neuen Verdachtsmeldungen fordert die FDA nun, das erhöhte Risiko einer eosinophilen Pneumonie auch unter der Kategorie ‚Besondere Warnhinweise und Vorsichtmaßnahmen‘ zu vermerken.
Während einer Behandlung mit Daptomycin sollten die Patienten hinsichtlich Anzeichen einer eosinophilen Pneumonie beobachtet werden. Bei neu aufgetretenen oder sich verschlechternden Symptomen, inkl. Fieber, Dyspnoe oder Infiltrate, sollte Daptomycin abgesetzt werden.
Quelle(n):
FDA Drug Safety Mail vom 29.07.2010 (http://www.fda.gov/Safety/MedWatch/SafetyInformation/SafetyAlertsforHumanMedicalProducts/ucm220499.htm)
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28.07.2010
Toluidinblau® - Anstieg der Spontanmeldungen über lebensbedrohliche Kreislaufreaktionen nach Off-Label-Use zur Darstellung der ableitenden Harnwege
Bereits im Juni 2008 wurde über schwerwiegende Kreislaufreaktionen berichtet, die im Zusammenhang mit der intravenösen Gabe von Toluidinblau® zur Darstellung der ableitenden Harnwege im Rahmen operativer Eingriffe aufgetreten waren [1]. Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) berichtet in einer aktuellen Drug Safety Mail darüber, dass die Zahl der Spontanmeldungen seitdem von fünf auf aktuell 22 angestiegen ist [2]. Allein im letzten Jahr wurden acht Fälle registriert. Die Symptome reichen dabei von Kammerflimmern, anderen Herzrhythmusstörungen, Blutdruckanstieg bis hin zum Kreislaufversagen. Reanimationsmaßnahmen mussten in mindestens 13 Fällen durchgeführt werden. Folglich ist die Mehrzahl der gemeldeten Reaktionen als schwerwiegend einzustufen, auch wenn die Kreislaufsituation bei allen Patienten stabilisiert werden konnte.
Die bekannt gewordenen Fälle traten überwiegend bei chirurgischen Eingriffen unter Vollnarkose auf. Den betroffenen Patienten (14 Frauen, 8 Männer) im Alter zwischen 33 und 90 Jahren wurden dabei Dosen zwischen 30 und 300 mg Toluidinblau® verabreicht, wobei die Mehrzahl 300 mg erhielt. Die Ursache der kardiovaskulären Nebenwirkungen ist nach wie vor ungeklärt. Es wird vermutet, dass diese Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der hohen Konzentration des Wirkstoffes und der intraoperativen Gabe stehen [3].
Auch wenn Toluidinblau® für diese diagnostische, intraoperative Anwendung nicht zugelassen ist (Off-Label-Use), wird es offenbar weiterhin eingesetzt, da Farbstoffe wie Methylenblau oder Indigocarmin seit längerer Zeit in Deutschland nicht verfügbar sind. Im Dialog mit den Fachgesellschaften will die AkdÄ sich zeitnah um Alternativen für die Darstellung der ableitenden Harnwege kümmern.
Angesichts der steigenden Zahl gemeldeter Fälle weist die AkdÄ nochmals ausdrücklich auf die Risiken im Zusammenhang mit der intravenösen Gabe von Toluidinblau® hin und empfiehlt eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung. Ist die intravenöse Anwendung unumgänglich, sollten die Ärzte auf eine Reanimation vorbereitet sein. Wenn möglich, sollten die betroffenen Patienten präoperativ über die Risiken und den Off-Label-Use aufgeklärt werden.
Die aktuelle Fachinformation von Toluidinblau® weist unter der Rubrik ‚Besondere Vorsichtshinweise für den Gebrauch‘ bereits auf das erhöhte Risiko bei der nicht indikationsgemäßen Anwendung hin [3].
Quelle(n)
[1] AkdÄ Drug Safety Mail vom 30.06.2008
[2] AkdÄ Drug Safety Mail vom 28.07.2010
[3] Fachinformation Toluidinblau® Injektionslösung, Dr. F. Köhler Chemie, Stand: Januar 2010
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27.07.2010
Rote-Hand-Brief: Cardioxane® (Dexrazoxan) - erhöhtes Risiko für sekundäre Neoplasien bei Kindern
Klinische Studien weisen darauf hin, dass bei Kindern die kumulative Inzidenz von sekundären Neoplasien ansteigen kann, wenn Cardioxane® einem Behandlungsschema mit mehreren Chemotherapeutika, vor allem multiplen Topoisomerase-II-Inhibitoren, hinzugefügt wird.
Der Wirkstoff Dexrazoxan wird zur Prävention der chronisch kumulativen Kardiotoxizität aufgrund der Verwendung von Doxorubicin oder Epirubicin bei Patienten mit fortgeschrittener und/oder metastasierter Krebserkrankung nach vorheriger anthrazyklinhaltiger Behandlung eingesetzt. Da Dexrazoxan selbst zytotoxische und Topoisomerase-II-hemmende Eigenschaften aufweist, führt die Kombination von Dexrazoxan mit einem Chemotherapeutikum möglicherweise zu einem erhöhten Risiko für sekundäre Neoplasien.
Die Fachinformation für Cardioxane® wird deshalb in den Abschnitten 4.4 (Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen) und 4.8 (Nebenwirkungen) dahingehend aktualisiert.
Auch wenn bekannt ist, dass die Grunderkrankung und die Verabreichung einer Chemotherapie an sich eine Prädisposition für sekundäre Neoplasien darstellen können, lässt sich das potentielle Risiko sekundärer Neoplasien bei Kindern nicht ausschließen, wenn Cardioxane® zusammen mit mehreren zytotoxischen Substanzen verabreicht wird. Dies sollten Ärzte bei der Verschreibung berücksichtigen.
Quelle(n):
Rote-Hand-Brief Cardioxane® vom 26.07.2010
weitere Informationen
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26.07.2010
EMA: Neue Risikobewertung zu Ketoprofen-Schmerzgel
Schmerzgele mit dem Wirkstoff Ketoprofen sollen nach einer Empfehlung des Ausschusses für Humanarzneimittel der europäischen Arzneimittelagentur EMA (CHMP) demnächst nur noch aufgrund einer ärztlichen Verordnung angewendet werden.
Hintergrund der Stellungnahme sind Berichte über photosensitive Reaktionen, die bei gleichzeitiger Anwendung von Sonnenschutzmitteln mit dem UV-Filter Octocrylen verstärkt auftraten. Das Risiko für photoallergische Reaktionen bei topisch angewendeten Ketoprofen-Präparaten stuft die EMA allgemein jedoch als sehr gering ein. Es wäre etwa ein Fall von einer Million behandelter Patienten betroffen. Insgesamt wurde ein positives Nutzen-Risiko-Profil bestätigt.
Um das Risiko für photosensitive Reaktionen zusätzlich zu minimieren, sollte die Produktinformation der entsprechenden Präparate um einen Hinweis auf die Vermeidung einer gleichzeitigen Anwendung von Octocrylen-haltigen Sonnenschutzmitteln ergänzt werden. Zudem ist gegebenenfalls eine Verschärfung der Warnhinweise vor Sonnenlichtexposition sowie der Kontraindikationen erforderlich.
Die Zustimmung der EU-Kommission als Voraussetzung für die Umsetzung der Änderungsvorschläge steht noch aus.
Ketoprofen ist ein nicht-steroidales Antiphlogistikum und wird als Gel zur lokalen Behandlung schmerzhafter Schwellungen und Entzündungen der gelenknahen Weichteile (z.B. Sehnen, Sehnenscheiden, Bänder und Gelenkkapsel) sowie bei Prellungen, Verstauchungen und Zerrungen eingesetzt. In Deutschland sind aktuell die OTC-Präparate Advel Schmerzgel 2,5%® (Hexal), Dolormin Schmerzgel m. Ketoprofen 2,5%® (Johnson&Johnson), Effekton Gel mit Ketoprofen® (Teofarma), Phardol Schmerz Gel® (Kreussler) und Reparil Schmerzgel® (Rottapharm Madaus) im Handel.
Quelle(n)
Pressemitteilung der EMA vom 22.07.2010
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15.07.2010
Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten (Sartane) jetzt auch unter Krebsverdacht
Nachdem die US-Zulassungsbehörde FDA erst vor einem Monat angekündigt hat, den Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten Olmesartan wegen möglicher kardiovaskulärer Nebenwirkungen zu prüfen, steht nun die gesamte Wirkstoffgruppe unter Verdacht, das Risiko für Krebserkrankungen zu erhöhen. Sartane werden zur Therapie einer arteriellen Hypertonie sowie teilweise bei chronischer Herzinsuffizienz eingesetzt.
Hintergrund der aktuellen Meldung der FDA sind die Ergebnisse einer Metaanalyse, die Daten von insgesamt 61.590 Patienten umfasste und fünf Studien mit vier von sieben im Handel befindlichen Sartanen (Candesartan, Telmisartan, Losartan und Valsartan) enthielt. Den größten Anteil der eingeschlossenen Studien bildete Telmisartan. In der Auswertung der unerwünschten Arzneimittelwirkungen zeigte sich eine Rate für Krebs-Neuerkrankungen von 7,2% unter der Therapie mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten, im Vergleich zu 6% in der Kontrollgruppe (Relatives Risiko (RR) 1,08; 95% Konfidenzintervall 1,01-1,15). Der Untersuchungszeitraum lag dabei zwischen 1,7 und 4,8 Jahren. Während das Risiko für die Neudiagnose einer Krebserkrankung signifikant zunahm, waren unter der Therapie mit Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten nicht mehr Todesfälle durch Tumore zu registrieren.
Eine abschließende Bewertung durch die FDA soll erst nach Sichtung sämtlicher sicherheitsrelevanter Daten zu den einzelnen Wirkstoffen erfolgen. Trotz der aktuellen Sicherheitsbedenken scheint die FDA an einem insgesamt positiven Nutzen-Risiko-Profil der Wirkstoffgruppe festhalten zu wollen.
Quelle(n):
FDA Drug Safety Mail vom 15.07.2010: Angiotensin Receptor Blockers (ARBs): Ongoing Safety Review for Cancer Risk
Sipahi I et al. Lancet Oncol. 2010, 11 (7):627-636: Angiotensin-receptor blockade and risk of cancer: meta-analysis of randomized controlled trials
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15.07.2010
Rote-Hand-Brief: Versehentliche Überdosierung bei Neugeborenen und Säuglingen mit Perfalgan®
In einem Rote-Hand-Brief weist Bristol-Myers Squibb in Abstimmung mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) auf das Risiko einer versehentlichen Überdosierung mit Perfalgan® (Paracetamol 10 mg/ml Infusionslösung; in Durchstechflaschen mit 50 ml und 100 ml erhältlich ) bei Neugeborenen und Säuglingen hin.
Perfalgan® wird für die Kurzzeit-Behandlung von mäßig starken Schmerzen und Fieber angewendet, wenn in speziellen Notfällen die intravenöse Behandlung klinisch gerechtfertigt ist.
Es besteht das Risiko, dass das nach Millilitern (ml) zu verabreichende Volumen mit der in Milligramm (mg) verordneten Menge Paracetamol verwechselt wird, was zu einer 10-fachen Überdosierung führen würde. In den bis 31. Mai 2010 berichteten Fällen wurde unter anderem die 100 ml-Durchstechflasche anstelle der für Kinder unter 33 kg Körpergewicht vorgesehenen 50 ml-Durchstechflasche verwendet. Weltweit sind inzwischen 23 Fälle bekannt, wo es zu einer versehentlichen Überdosierung mit intravenös verabreichtem Paracetamol bei Kindern unter einem Lebensjahr kam, ein Kind verstarb an den Folgen.
Das Medizinische Fachpersonal wird deshalb dringend um größte Aufmerksamkeit gebeten, dass es sich bei der Anwendung von Perfalgan® um eine Paracetamolkonzentration von 10 mg je 1 ml Lösung handelt.
Quelle(n):
Rote-Hand-Brief Perfalgan® vom 15.07.2010
weitere Informationen
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13.07.2010
Leflunomid (Arava®) - FDA warnt vor schwerer Leberschädigung
In einer aktuellen Meldung der US-Zulassungsbehörde FDA wird vor einer schweren Leberschädigung unter der antirheumatischen Therapie mit Leflunomid (Arava®) gewarnt. Zuvor schon hatte die FDA das Medikament der Firma Sanofi Aventis aufgrund seiner Kontraindikation während einer Schwangerschaft sowie generell bei Frauen im gebärfähigen Alter mit einer Boxed Warning versehen.
Hintergrund der aktuellen Warnung ist eine Auswertung von gemeldeten unerwünschten Arzneimittelwirkungen zu Arava®, die 49 Fälle einer schweren Lebeschädigung unter der Therapie mit Leflunomid zwischen August 2002 und Mai 2009 enthielt, davon 14 Meldungen eines akuten Leberversagens. Das höchste Risiko einer Leberschädigung war dabei assoziiert mit der Einnahme weiterer potenziell leberzellschädigender Arzneimittel, sowie bei Patienten, die bereits eine Vorschädigung der Leber vor Einnahme von Leflunomid aufwiesen. Die Empfehlung der FDA lautet daher, Arava® bei solchen Patienten nicht einzusetzen. Zudem sollten in jedem Fall zu Beginn einer antirheumatischen Therapie mit Leflunomid die Leberenzymwerte monatlich für drei Monate und anschließend alle drei Monate überprüft werden. Bei einem Anstieg der Alanin-Aminotransferase (ALT) um mehr als das Doppelte, sollte Leflunomid sofort abgesetzt und eine sofortige Therapie mit Colestyramin begonnen werden, um die Elimination von Leflunomid aus dem Körper zu beschleunigen.
Quelle(n):
FDA MedWatch Safety Mail vom 13.07.2010: Arava (leflunomide): Boxed Warning – Risk of Severe Liver Injury
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09.07.2010
UAW-News AkdÄ: Zusammenhang zwischen ambulant erworbener Pneumonie und der Einnahme von antipsychotischen Medikamenten bei älteren Patienten
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) weist in einer „Drug Safety Mail“ darauf hin, dass die Ergebnisse einer holländischen Fall-Kontroll-Studie (Trifiro G et al. Ann Intern Med 2010, 152: 418-440) einen Zusammenhang zwischen einer ambulant erworbenen Pneumonie und der Einnahme von antipsychotischen Medikamenten bei älteren Patienten ergeben hat.
Es wurden 2.560 Patienten ab 65 Jahren oder älter erfasst, die im Beobachtungszeitraum erstmals ein Antipsychotikum eingenommen haben. 88,4% (2.263) erhielten davon ein typisches und 10,8% (277) ein atypisches Antipsychotikum und 20 Patienten eine Kombination sowohl aus einem typischen als auch einem atypischem Antipsychotikum. Bei 264 Patienten trat eine Pneumonie auf, von denen 56 (21,7%) stationär behandelt werden mussten. Bei 65 Patienten (25,2%) zeigte die Erkrankung einen tödlichen Verlauf.
Das Risiko an einer Pneumonie zu erkranken, war bei Antipsychotika des Butyrophenon-Typs nur leicht erhöht, während bei der Einnahme von Phenothiazinen das Risiko um das Vierfache anstieg und bei Risperidon am höchsten war.
Da die Ursachen nicht abschließend geklärt sind - extrapyramidale und anticholinerge Effekte, die Risikofaktoren für eine Aspiration darstellen, sowie sedierende Effekte als Ursache für Schluckstörungen kommen infrage – sollte bei der Behandlung von älteren und dementen Patienten mit Antipsychotika stets eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung vorgenommen werden. Eine engmaschige Überwachung der Patienten ist gerade zu Beginn einer Behandlung ratsam.
Quelle(n):
AkDÄ Drug Safety Mail 2010-102 vom 09.07.2010
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09.07.2010
Europäische Arzneimittelagentur (EMA) überprüft erneut Sicherheit von Rosiglitazon
Aufgrund neuer Studienergebnisse prüft die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) erneut die kardiovaskuläre Sicherheit der Rosiglitazon-haltigen Antidiabetika Avandia®, Avandamet® und Avaglim®.
Anfang 2008 wurde das Nutzen-Risiko-Profil von Rosiglitazon noch positiv bewertet, jedoch unter Änderung der Produktinformation: bei Patienten mit ischämischen Herzerkrankungen sollte eine Anwendung von Rosiglitazon nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Analyse erfolgen. Eine Kombination mit Insulin darf nur in Ausnahmefällen unter sorgfältiger Überwachung angewendet werden.
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) wird nach Prüfung aller Daten seine Empfehlung abgeben, ob die Zulassung von Rosiglitazon geändert oder widerrufen werden soll.
Quelle(n):
Pressemitteilung der EMA vom 09. Juli 2010
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09.07.2010
Rote-Hand-Briefe: Rückruf von Temozolomid Hexal® und Temozolomid Hospira
Die Hersteller Hexal und Hospira rufen über Rote-Hand-Briefe Chargen von Temozolomid HEXAL® und Temozolomid Hospira zurück. Temozolomid ist ein Zytostatikum, das für die Behandlung von Patienten mit erstmalig diagnostiziertem Glioblastoma multiforme, zunächst begleitend zur Radiotherapie und anschließend als Monotherapie in adjuvanten Zyklen sowie bei Patienten mit einem malignen Gliom (z. B. anaplastisches Astrozytom), das nach Standardtherapie rezidivierte oder progredient war, zugelassen ist.
Hintergrund der Rückrufe sind Meldungen von zerbrochenen Kapseln, über die Wirkstoff freigesetzt werden kann. Hexal ruft vorsorglich alle Chargen zurück, Hospira nur bestimmte Chargen.
Patienten sollen darüber informiert werden, dass noch vorhandene Packungen nicht mehr geöffnet und über Apotheken zurückgegeben werden sollen. Bei Verdacht auf äußere Verunreinigung der Behältnisse sollten diese nur mit Kunststoffhandschuhen angefasst und zur weiteren Handhabung die Behältnisse in einen dicht verschlossenen Polyethylenbeutel verpackt werden.
Aktuell stehen von den Herstellern keine Ersatzpackungen zur Verfügung, deshalb müssen zurückgegebene Präparate gegen ein Alternativprodukt ausgetauscht werden.
Weitere Informationen sind in den Rote-Hand-Briefen zu finden.
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08.07.2010
Rote-Hand-Brief zum arrhythmogenen Risiko durch QT- und PR-Intervallverlängerung in Verbindung mit Invirase® (Saquinavir)
In einem Rote-Hand-Brief informiert die Roche Pharma AG in Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittelagentur, EMA, über das Risiko einer QT- und PR-Intervallverlängerung durch Invirase®.
Saquinavir ist ein Proteaseinhibitor, der selektiv die HIV-Protease hemmt und so die Bildung reifer, infektiöser Viruspartikel verhindert. Das Arzneimittel wird zur Behandlung von HIV-1-infizierten erwachsenen Patienten eingesetzt und darf nur in Kombination mit Ritonavir und anderen antiretroviralen Arzneimitteln angewendet werden.
Saquinavir ist bei Patienten mit angeborenen oder erworbenen QT-Verlängerungen oder anderen Risikofaktoren für Herzrhythmusstörungen kontraindiziert. Hierzu gehört auch die gleichzeitige Behandlung mit Präparaten, die das QT- oder PR- Intervall verlängern. Die Kombination mit Arzneimitteln, die zu einer erhöhten Plasmakonzentration von Saquinavir führt, sollte ebenfalls vermieden werden, wenn alternative Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Treten Arrhythmien, QT- oder PR-Verlängerungen auf, sollte die Behandlung abgebrochen werden.
Es wird empfohlen, die angegebenen Dosierungen von Invirase® nicht zu überschreiten, vor und während der Behandlung eine EKG-Kontrolle durchzuführen und die Patienten auf das erhöhte Risiko von Herzrhythmusstörungen hinzuweisen und diese aufzufordern, ihren Arzt über jegliche Anzeichen, die auf eine kardiale Arrhythmie schließen lassen, zu berichten.
Die aktualisierten Sicherheitsinformationen werden zur Zeit in die Fachinformation aufgenommen.
Quelle(n):
Rote-Hand-Brief Invirase® vom 08.07.2010
weitere Informationen
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08.07.2010
FDA warnt vor Anwendung von Chinin bei nächtlichen Wadenkrämpfen
Aufgrund möglicher schwerwiegender, u.U. tödlicher verlaufender Nebenwirkungen (z.B. Thrombozytopenie, intravasale Hämolyse mit akutem Nierenversagen, Herzrhythmus- und Leberfunktionsstörungen) warnt die amerikanische Zulassungsbehörde erneut vor der off-label Anwendung des als Malaria-Medikament zugelassenen Qualaquin® bei nächtlichen Wadenkrämpfen. Die FDA hat hierzu einen so genannte 'Risk Evaluation and Mitigation Strategy - REMS' ausgearbeitet und den Hersteller von Qualaquin® verpflichtet, Ärzte in einem ‚Dear Health Care Provider Letter‘ und Patienten mittels Patientenratgeber über die potenziellen Risiken zu informieren.
In Deutschland ist mit Limptar N® ein Chinin-haltiges Medikament zur Therapie nächtlicher Wadenkrämpfe im Rahmen der Selbstmedikation zugelassen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat wegen des Auftretens von Thrombozytopenien im Juni ein Stufenplanverfahren der Stufe I eingeleitet und zur Ermittlung der Risiken dem Hersteller Klosterfrau einen entsprechenden Fragenkatalog zukommen lassen.
Quelle(n):
FDA MedWatch Safety Mail vom 08.07.2010
BfArM Stufenplanverfahren Limptar N® (Chininsulfat) vom 06.07.2010
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05.07.2010
Cisplatin – Erhöhtes Risiko für eine Schädigung des Gehörs
Bei Patienten mit einer bestimmten Genvariante der Thiopurin-S-Methyltransferase (TPMT) und der Catechol-O-Methyltransferase (COMT) besteht im Rahmen einer Cisplatinbehandlung ein erhöhtes Risiko für eine ototoxische Wirkung des Platins. Kürzlich veröffentlichte Studiendaten bestätigen dieses Risiko.
Derzeit sieht die PhVWP (Pharmakovigilance Working Party) der europäischen Zulassungsbehörde keinen Handlungsbedarf zur Änderung von Fach- und Gebrauchsinformationen, da in der aktuellen Version bereits ein Hinweis auf die Ototoxizität enthalten ist.
Zukünftig werden weitere Daten analysiert, um weitere Risiken bewerten zu können.
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05.07.2010
Illegale Gardasil®-Chargen auf dem Markt
Sanofi Pasteur MSD ruft drei Chargen des Impfstoffs Gardasil®, nämlich NJ08310, NL03070, NL31810, zurück, da sie ohne Freigabe des Paul-Ehrlich-Institutes (PEI)auf dem Markt sind. Die Chargen der Vakzine gegen humane Papillomaviren waren ursprünglich für den englischen und irischen Markt produziert worden und sind auf bisher nicht identifiziertem Weg nach Deutschland gekommen. Sie haben die gleiche PZN (1854684) wie das deutsche Originalpräparat. Die Packungen sind wegen der gleichen Gestaltung in drei verschiedenen Sprachen komplett identisch.
Auf Basis des aktuellen Standes der Untersuchungen und der Tatsache, dass es relativ schwierig ist, die Packungen und Spritzen nachzuahmen, geht Sanofi Pasteur MSD davon aus, dass es sich bei den Produkten um Originalware handelt, die in Holland hergestellt wurde. Bisher ist allerdings offen, welchen Weg die Ware genommen hat, wie viele Importeure beteiligt waren und, ob die Packungen aus Unkenntnis der rechtlichen Lage oder mit Absicht ohne Chargenfreigabe importiert wurden.
Die Chargen, die für den deutschen Markt bestimmt sind und verwendet werden dürfen, wurden von Sanofi Pasteur MSD veröffentlicht.
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02.07.2010
Panzytopenie durch Tocilizumab?
Im aktuellen Bulletin zur Arzneimittelsicherheit (Ausgabe 2, Juni 2010), des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), wird über acht Verdachtsfälle zu hämatologischen Nebenwirkungen berichtet, die möglicherweise durch den monoklonalen Antikörper Tocilizumab (RoACTEMRA®), der zur Therapie erwachsener Patienten mit Rheumatoider Arthritis zugelassen ist, hervorgerufen worden sind. Die Ärzte werden deshalb informiert, das Risiko einer Panzytopenie bei einer Behandlung mit Tocilizumab zu berücksichtigen und beim Auftreten dieser Nebenwirkungen zu melden.
Bei einer Panzytopenie kommt es gleichzeitig zu einer Beeinträchtigung mehrerer Blutzellen wie Leukozyten, Erythrozyten und Thrombozyten.
Derzeit können noch keine Aussagen gemacht werden, ob Tocilizumab tatsächlich diese Nebenwirkungen auslöst und wie hoch das Risiko dafür ist. Die Pathomechanismen wurden bisher noch nicht untersucht. Es wird aber angenommen, dass Tocilizumab Veränderung von Eigenschaften bestimmter Vorläuferzellen verursacht.
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01.07.2010
Prasugrel – Erhöhtes Krebsrisiko?
Im Rahmen einer zulassungsrelevanten Studie (TRITON-TIMI 38, veröffentlicht in Arch. Intern. Med. 2010;170(12):1010-1012) wurde festgestellt, dass in der Gruppe der mit Prasugrel behandelten Patienten das Risiko für eine Krebserkrankung gegenüber der Vergleichsgruppe, die Clopidogrel erhielt, erhöht war (Prasugrel 1,4% / Clopidogrel 0,9%). Der Autor der Studie empfahl deshalb den verordnenden Ärzten das mögliche Krebsrisiko in Betracht zu ziehen, ganz besonders, wenn eine längere Behandlung mit Prasugrel ins Auge gefasst wird, oder wenn der Patient bereits an Krebs erkrankt ist.
Bevor das mögliche Krebsrisiko noch nicht geklärt ist, sollten Ärzte, die Prasugrel verordnen, die Behandlungsdauer auf einige Wochen beschränken.
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01.07.2010
Erhöhtes Frakturrisiko bei Behandlung mit Antidepressiva?
In einer kürzlich im Magazin "Bone online" veröffentlichten Studie wurde festgestellt, dass Patienten, die Antidepressiva erhalten ein signifikant erhöhtes Risiko für osteoporotische Frakturen haben.
In der vorliegenden Fall-Kontroll-Studie mit über 16000 Fraktur-Patienten fand man heraus, dass bei einer Einnahme von SSRI das Risiko eine osteoporotische Fraktur zu erleiden fast doppelt so hoch war wie bei Patienten, die diese Präparate nicht erhielten. Bei trizyklischen Antidepressiva und anderen Antidepressiva war das Risiko um ca. 40% erhöht. Die Ursache dafür könnte in der Affinität zum Serotonin-Transporter (5-HTT) liegen, vermuten die Wissenschaftler.
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23.06.2010
Neue Krebs-Studie zu Insulin glargin
Im vergangenen Jahr sorgten vier Studien zu Insulin glargin für Aufregung, da das langwirksame Analoginsulin im Verdacht stand, das Risiko für Krebs zu erhöhen. Nun wurde erneut eine Studie veröffentlicht, die einen Zusammenhang zwischen dem Insulin und der Entstehung von Tumoren herstellt. Einer Veröffentlichung im Fachmagazin Diabetes Care zufolge korrelieren bei einer Therapie mit Insulin glargin die Dosis und das Krebsrisiko.
Die europäische Arzneimittelbehörde EMA teilte jedoch kürzlich mit, die vorhandenen Untersuchungen seien kein Grund zur Sorge. Die US-amerikanische Diabetes-Gesellschaft und die Amerikanische Krebsgesellschaft veröffentlichten auch vor kurzem ebenfalls im Journal Diabetes Care einen Konsensus-Report zum Thema Diabetes und Krebs, in dem sie feststellten, dass die Beweislage für die krebssteigernde Wirkung bestimmter Diabetes-Medikamente recht dünn sei.
Allerdings nehmen die Forscher in dem Report, der eine Konferenz im Dezember 2009 zusammenfasst, noch keinen Bezug auf die aktuelle Studie aus Florenz.
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23.06.2010
Sildenafil-Derivat: FDA warnt vor Magic Power Coffee
Magic Power Coffee, der auch über eine deutsche Internetseite (http://magic-powercoffee.com) angeboten wird, soll angeblich auf rein pflanzlicher Basis bei Männern und Frauen aphrodisierend wirken. Es werden die folgenden Inhaltsstoffe angegeben: Ziegenkraut, Wolfsbeere (Goji-Beere), Amerikanischer Ginseng, Vitamine: Provitamin A, Vitamin A, Vitamin D, Vitamin E, Vitamin C, Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B6, Vitamin B12. Instantkaffee, Milchpulver, Maissirup sowie Pflanzenöl.
Die amerikanische Arzneimittelbehörde (FDA) warnt jetzt jedoch vor der Verwendung dieses Nahrungsergänzungsmittels. Denn in dem Instant-Kaffee wurde Hydroxythiohomosildenafil gefunden, eine Substanz, die mit dem in Viagra® enthaltenen Sildenafil verwandt ist. Hydroxythiohomosildenafil kann ebenfalls mit vielen Arzneistoffen wie z.B. Nitraten interagieren und möglicherweise zu einem gefährlichen Blutdruckabfall führen.
Die Verbraucher werden deshalb aufgefordert, dieses Produkt keinesfalls mehr zu verwenden.
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22.06.2010
Interaktionen: Valproinsäure/Valproate mit Carbapenemen
Bei valproinsäure- bzw. valproathaltigen Arzneimitteln gibt es Hinweise, dass eine klinisch relevante Interaktion mit Carbapenemen besteht. Aus diesem Grund halten sowohl die deutschen als auch die europäischen Gesundheitsbehörden eine Ergänzung der Fach- und Gebrauchsinformationen für erforderlich. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat aus diesem Grund ein Stufenplanverfahren eingeleitet.
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16.06.2010
Sicherheitsbedenken gegen Olmesartan wegen kardiovaskulärer Ereignisse
Die amerikanische Zulassungsbehörde FDA untersucht das Sicherheitsprofil des Angiontensin-II-Rezeptor Antagonisten Olmesartan wegen möglicher kardiovaskulärer Nebenwirkungen. In zwei klinischen Studien gab es Hinweise, dass bei Patienten mit Typ-II-Diabetes Todesfälle häufiger auftreten als in der Placebogruppe.
Die FDA wird die Ergebnisse der beiden Studien, ROADMAP (Olmesartan and Diabetes Microalbuminuria Prevention Study) und ORIENT (Olmesartan Reducing Incidence of End Stage Renal Disease in Diabetic Nephropathy Trial), die den Einfluss von Olmesartan auf Nierenerkrankungen untersuchen sollten, näher prüfen, um zu klären, warum in der Verumgruppe mehr Todesfälle durch Herzinfarkt oder Schlaganfall auftraten. Bis dieses Review abgeschlossen ist, geht die FDA von einem positiven Nutzen-Risiko-Verhältnis von Olmesartan aus.
Der Wirkstoff ist in den USA unter der Bezeichnung Benicar® im Handel. In Deutschland wird Olmesartan als Olmetec® bzw. Votum® vertrieben. Darüber hinaus sind Kombinationen mit Hydrochlorothiazid als Olmetec® plus bzw. Votum® plus sowie mit Amlodipin als Sevikar® bzw. Vocado® verfügbar.
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11.06.2010
Hepatitis im Zusammenhang mit Sitagliptin bei vorbestehender nichtalkoholischer Fettlebererkrankung
Der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) wurde der Fall eines 65-jährigen Patienten mit Typ-2-Diabetes mellitus gemeldet, der seit Anfang 2008 mit 100 mg Sitagliptin / Tag behandelt wurde. Die gesamte Dauermedikation bestand aus Metformin, ASS, Fenofibrat, Lisinopril sowie einem Kombinationspräparat aus Bisoprolol und Hydrochlorothiazid. Als weitere Diagnosen wurden neben arterieller Hypertonie und einer Fettstoffwechselstörung eine KHK (Z. n. Myokardinfarkt 1995 und 2003) berichtet.
Bereits im März 2008 wurden bei dem Patienten erhöhte Leberwerte festgestellt. Nach stationärer Abklärung konnte eine infektiöse oder autoimmune Ursache ausgeschlossen werden. Erst eine Leberpunktion zeigte histologisch einen kombinierten Leberschaden mit einer vorbestehenden metabolisch toxischen Schädigung in Form einer mäßiggradigen Verfettung und einer Fibrose im Stadium 2. Darüber hinaus fand man eine portale und intralobuläre Hepatitis mit eosinophilen Granulozyten als Hinweis für einer möglicherweise medikamentös bedingten Entzündung.
Aufgrund des zeitlichen Zusammenhangs wurde Sitagliptin als Ursache der Hepatitis in Betracht gezogen. Sowohl Sitagliptin als auch Metformin wurden abgesetzt. Bereits drei Tage später und bei den weiteren Kontrollen bis zur Entlassung aus der stationären Betreuung waren die Transaminasenerhöhungen deutlich rückläufig und im weiteren ambulanten Verlauf wieder normalisiert.
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27.05.2010
FDA- Sicherheitsmeldung - Neue Warnhinweise für Orlistat haltige Arzneimittel
Die US-Arzneimittelbehörde FDA informiert medizinische Fachkreise und Patienten über eine Änderung der Packungsbeilagen von Xenical und Alli. Es wurden Warnhinweise über das Auftreten von Fällen schwerer Leberschäden ergänzt. Ärzte sollen erst nach einer sorgfältigen Nutzen-Risiko Abwägung Xenical (120 mg Orlistat) zur Gewichtsreduktion verordnen bzw. Alli (60 mg Orlistat) zur Selbstmedikation empfehlen. Patienten, bei denen Symptome einer Leberschädigung auftreten, wie z.B. Juckreiz, Gelbfärbung von Augen oder Haut, dunkler Urin, heller Stuhl oder Appetitlosigkeit, sollten die Anwendung abbrechen und einen Arzt kontaktieren.
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27.05.2010
FDA-Sicherheitsmeldung - Verschärfte Warnhinweise für Tramadol-haltige Arzneimittel
Die amerikanische Zulassungsbehörde und Ortho-McNeil-Janssen informieren in einem "Healthcare Professional Letter" über die Änderung der Warnhinweise der Tramadol-haltigen Arzneimittel Ultram* und Ultracet*. In der Produktinformation wird explizit darauf hingewiesen, dass Patienten, die zu Missbrauch und Abhängigkeit neigen, Tranquilizer oder Antidepressiva nehmen ein erhöhtes Suizidrisiko haben. Bei diesen Patientengruppen sind im Zusammenhang mit der Einnahme Todesfälle aufgetreten. Die Verordnung sollte nur unter Beachtung entsprechender Vorsichtsmaßnahmen erfolgen.
* Tramadol-Präparate werden in Deutschland unter einer anderen Präparatebezeichnung vermarktet
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27.05.2010
FDA-Sicherheitsmeldung - Möglicherweise erhöhtes Frakturrisiko unter Protonenpumpen-Inhibitoren
Die amerikanische Zulassungsbehörde FDA ergänzt die Kennzeichnung sowohl von verschreibungspflichtigen als auch von OTC Protonenpumpen-Inhibitoren um Hinweise zum Risiko für Frakturen. Die Analyse mehrerer epidemiologischer Studien zeigte, dass während einer Behandlung mit Protonenpumpen-Inhibitoren vermehrt Frakturen im Bereich der Hüfte, der Handgelenke und der Wirbel auftraten.
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18.05.2010
FDA: "Boxed Warning" für Plavix®
Die pharmazeutischen Hersteller Bristol-Myers Squibb und Sanofi Aventis, sowie die amerikanische Zulassungsbehörde (FDA) weisen aus Sicherheitsgründen darauf hin, dass bei Patienten, die zu den sog. Langsammetabolisierern zählen die Dosis angepasst werden sollte.
Die Wirksamkeit von Clopidogrel hängt dabei von seiner Aktivierung zum aktiven Metaboliten durch das Leberenzym CYP2C19 ab. Bei Patienten, die zu den so genannten Langsammetabolisierern zählen, könnte die empfohlene Einnahmedosis nicht ausreichen, damit die gewünschte Wirkung erzielt werden kann.
Studien der US-Zulassungsbehörde FDA, die den Einfluss des Genotyps auf die Metabolisierung von Clopidogrel untersucht hatten, bestätigten diesen Sachverhalt. Eine Verbesserung der Wirksamkeit bei dieser Patientengruppe, kann deshalb, lt. FDA, durch eine Dosiserhöhung erzielt werden.
Nach Aussagen des Herstellers, gehören 3 % der Bevölkerung zu den Langsammetabolisierern, wobei in der weißen Bevölkerung der Anteil bei 2% und in der schwarzen Bevölkerung bei 4 % liegt. Bei den Chinesen sind sogar 14 % Langsammetabolisierer.
Weitere Informationen unter: "FDA Drug Safety Communication: Reduced effectiveness of Plavix (clopidogrel) in patients who are poor metabolizers of the drug"
http://www.fda.gov/Drugs/DrugSafety/PostmarketDrugSafetyInformationforPatientsandProviders/ucm203888.htm
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14.05.2010
Eltrombopag: Erhöhtes Thromboserisiko im Pfortadersystem bei Patienten mit chronischen Lebererkrankungen
Der pharmazeutische Hersteller GlaxoSmithKline und die US-Arzneimittelzulassungsbehörde FDA weisen auf neue Erkenntnisse bezüglich der Anwendungssicherheit von Eltrombopag hin. In der ELEVATE-Studie ergab sich für thrombozytopenische Patienten mit chronischen Lebererkrankungen, die mit Eltrombopag behandelt wurden, ein höheres Thromboserisiko im Pfortadersystem. Die Studie wurde daraufhin vorzeitig beendet.
Es ist zu beachten, dass der Thrombopoietin-Rezeptor-Agonist Eltrombopag (Revolade®) nur zur Behandlung von Erwachsenen mit idiopathischer thrombozytopenischer Purpura (ITP) zugelassen ist. Bei Patienten mit bekannten Risikofaktoren für eine Thromboembolie ist bei der Anwendung Vorsicht geboten. Der Hersteller empfiehlt bei Patienten mit mittelschweren bis schweren Lebererkrankungen eine reduzierte Initialdosis von 25 mg Eltrombopag täglich.
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12.05.2010
Knochenbrüche und Darminfektionen durch Protonenpumpeninhibitoren (PPI )
In einer Reihe von kürzlich veröffentlichten Studien konnte belegt werden, dass die Verordnung von Protonenpumpeninhibitoren (PPI) mit einer erhöhten Rate von Knochenbrüchen und schweren Darminfektionen assoziiert war.
Das Risiko für Knochenbrüche war unter den Frauen, die PPI erhalten hatten, um 25 % erhöht. Für spinale Frakturen wurde eine Zunahme von 47 %, für die Unterarm- und Handgelenksfrakturen eine Zunahme von 25% festgestellt. Allerdings traten Hüftfrakturen nicht häufiger auf und auch eine verminderte Knochenmineraldichte wurde nicht belegt. (Arch Intern Med 2010; 170: 765-771).
In einer zweiten Studie wurde gezeigt, dass das Risiko einer nosokomialen Clostridium difficile-Infektion mit dem Ausmaß der Magensäureblockade durch PPI assoziiert war. Die Inzidenz stieg von 0,3 % bei Patienten ohne Säureblocker, auf 0,6 % bei Patienten mit H2-Blockern, auf 0,9 % der PPI-Anwender bei einmal täglicher Dosierung und auf 1,4 % bei mehrmals täglicher PPI-Gabe (Arch Intern Med 2010; 170: 784-790).
Protonenpumpeninhibitoren behindern auch die Behandlung von Clostridium difficile-Infektionen. In einer retrospektiven Studie an 1.200 Patienten mit einer Infektion, die mit Metronidazol oder Vancomycin erfolgreich therapiert wurde, kam es bei 25,2 % zu einem Rezidiv (ohne PPI nur 18,5%) (Arch Intern Med 2010; 170: 772-778).
Protonenpumpeninhibitoren werden häufig bei Patienten eingesetzt, bei denen sie nicht indiziert sind. In den USA liegt der Anteil der sog. „Überverordnungen“ bei 53 - 69 %. Dies bedeutet, dass ein großer Teil der ca. 14 Milliarden US-Dollar, die jährlich in den USA für diese Medikamentengruppe ausgegeben wird, gespart werden könnten - und das zum Nutzen der Patienten (Arch Intern Med 2010; 170: 747-748).
Der Verzicht auf die Medikamente könnte weniger Knochenbrüche, weniger schwere Durchfallerkrankungen und weniger Pneumonien bedeuten, denn auch diese Erkrankung wurde bereits in früheren Studien ebenfalls mit der Einnahme von PPI assoziiert (JAMA 2009; 301: 2120-2128).
Einsparungen wären sogar in Indikationen möglich, in denen PPI als unabdingbar angesehen werden, z.B. nach der endoskopischen Behandlung von blutenden peptischen Ulzera. PPI können hier ein unter Umständen ein tödliches Rezidiv verhindern, weshalb sie oft besonders hochdosiert verordnet werden. Doch nach einer Meta-Analyse auf der Basis von 7 Studien mit 1.157 Patienten, waren weder die Rate der Rezidivblutungen, noch der chirurgischen Interventionen noch die Sterblichkeit signifikant erhöht, wenn die PPI statt in einer hohen Dosis in einer Normaldosis verordnet wurden (Arch Intern Med. 2010;170: 751-758).
Auch wenn die Wirksamkeit der PPIs nicht bezweifelt wird, sollten sie nur bei Patienten eingesetzt werden, die sie auch benötigen. Die Verordnung sollte außerdem in einer angemessenen Dosis erfolgen (Arch Intern Med 2010; 170: 749-750).
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07.05.2010
Blutungsrisiko bei Patienten mit Myokardinfarkt unter Behandlung mit Kombinationen von ASS, Clopidogrel und Vitamin-K-Antagonisten
Die Thrombozytenaggregationshemmer Acetysalicylsäure (ASS) und Clopidogrel werden in der Primär- und Sekundärprophylaxe ischämischer Ereignisse eingesetzt, wobei die Kombination der beiden Wirkstoffe als Therapiestandard bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom sowie nach koronarer Stentimplantation angesehen wird.
Bisherige Studienergebnisse zum Blutungsrisiko unter der Kombination von ASS und Clopidogrel sind uneinheitlich. Besonders schwierig ist die Situation, wenn z. B. bei Vorhofflimmern zusätzlich die Gabe eines Vitamin-K-Antagonisten (z. B. Phenprocoumon, Marcumar®) indiziert ist.
Eine dänische Studie hat nun das Risiko für Blutungsereignisse bei Patienten analysiert, die nach einem Myokardinfarkt mit ASS, Clopidogrel oder einem Vitamin-K-Antagonisten oder Kombinationen dieser Wirkstoffe behandelt wurden.
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07.05.2010
Rote Hand-Brief für Avastin® - Roche warnt vor Infusionsreaktionen
In einem Rote-Hand-Brief werden medizinische Fachkreise über das Auftreten von Überempfindlichkeits- und Infusionsreaktionen bei der Therapie mit Avastin® (Wirkstoff: Bevacizumab) informiert. In dem Schreiben wird auf das Risiko für solche Reaktionen bei bis zu 5 % aller mit dem monoklonalen Antikörper behandelten Patienten hingewiesen. In den meisten Fällen sind die Reaktionen mit leichtem bis mäßig schwerem Verlauf, bei 0,2 % der Patienten wurden jedoch schwerere Reaktionen beobachtet.
Roche weist darauf hin, dass eine systematische Prämedikation nicht erforderlich ist, die Patienten aber während und nach der Infusion engmaschig überwacht werden sollten. Falls eine Reaktion auftritt, sollte die Infusion abgebrochen und entsprechend therapiert werden. Die Entscheidung, die Behandlung mit Bevacizumab fortzusetzen, sollte der Arzt auf Grundlage der individuellen Therapieziele sowie einer sorgfältigen Bewertung der Schwere der Überempfindlichkeits- bzw. Infusionsreaktion treffen.
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05.05.2010
Information über die Änderung der bisher empfohlenen Applikationswege von Haldol®-Janssen Injektionslösung
Haloperidol ist ein Antipsychotikum aus der Gruppe der Butyrophenon-Derivate und zur parenteralen Verabreichung bei den folgenden Indikationen zugelassen:
- akute und chronische schizophrene Syndrome
- psychomotorischen Erregungszustände psychotischer Genese zur akuten Intervention oder wenn eine orale Therapie nicht möglich ist
Die US-amerikanische Zulassungsbehörde (FDA) hatte bereits 2007 in einer Information for Healthcare Professionals über das Risiko von Herzrhythmusstörungen im Zusammenhang mit der Gabe von Haloperidol informiert und darauf aufmerksam gemacht, dass höhere Dosen sowie die intravenöse Gabe wahrscheinlich das Risiko von QT-Verlängerungen und Torsades de pointes (TdP) erhöhen.
Bei Vorliegen von folgenden Faktoren, die zu einer QT-Verlängerung führen können, sollte Haloperidol nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden:
- Elektrolytstörungen (insbesondere Hypokaliämie und Hypomagnesiämie)
- kardiale Vorerkrankungen
- Hypothyreose
- angeborenes Long-QT-Syndrom
- Einnahme weiterer Medikamente, die zu einer QT-Verlängerung führen können
In den USA sind Haloperidol Injektionslösungen nicht für die intravenöse Applikation zugelassen, werden aber nach Erkenntnissen der FDA in "Off-label-use" intravenös verwendet.
Janssen-Cilag teilt mit, dass bei der intravenösen Applikation von Haldol®-Injektionslösung zur Erkennung einer QT-Verlängerung und schweren Herzrhythmusstörungen ein kontinuierliches EKG-Monitoring erforderlich ist. Eine Analyse der Sicherheitsdaten hat jedoch ergeben, dass in der täglichen Praxis diese Sicherheitsvorkehrungen häufig nicht eingehalten werden.
Aus diesem Grund empfiehlt Janssen-Cilag Haldol®-Injektionslösung nur intramuskulär zu applizieren.
Hersteller und pharmazeutische Unternehmer anderer Haloperidol-haltiger Präparate zur Injektion haben diese Empfehlung bislang noch nicht ausgesprochen.
Nach Ansicht der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) sollte bei diesen Präparaten trotzdem eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung vor intravenöser Anwendung stattfinden und die Sicherheitsvorkehrungen (kontinuierliches EKG-Monitoring) eingehalten werden.
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05.05.2010
Widerruf der Zulassungen für Bufexamac-haltige Arzneimittel
Die deutsche Arzneimittelzulassungsbehörde (BfArM) hat in Abstimmung mit den europäischen Behörden die Zulassung für Bufexamac-haltige Arzneimittel widerrufen.
Dies bedeutet nach den Vorgaben des Arzneimittelgesetzes (§ 31 Absatz 4 Satz 2 des AMG i.V. m. § 30 AMG), dass diese Präparate ab sofort nicht mehr in den Verkehr gebracht und verordnet werden dürfen.
Bufexamac-haltige Arzneimittel dürfen daher ab sofort auch nicht mehr in der Apotheke abgegeben werden.
Ein Stufenplanverfahren war aufgrund vieler Meldungen zu kontaktallergischen Reaktionen im September 2002 eingeleitet worden, einen Widerruf der Zulassungen hatte das BfArM im November 2009 angekündigt.
Bereits im Januar 2010 haben einige Hersteller freiwillig auf die Zulassung ihrer Präparate verzichtet.
Die Mehrheit der Firmen wollte ursprünglich allerdings die Abverkaufsfrist bis Anfang 2012 nutzen. Das BfArM hat nun diese Entscheidung getroffen, um sofort Klarheit zu schaffen.
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04.05.2010
FDA untersucht die Sicherheit von Präparaten gegen Prostatakrebs
Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat eine Untersuchung der Sicherheit von Medikamenten zur Behandlung von Prostatakrebs eingeleitet. Es wird dabei überprüft, ob diese Präparate das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle sowie Diabetes erhöhen.
Von dieser Untersuchung sind GnRH-Agonisten, wie z.B. Buserelin, Leuprorelin, Histrelin und Goserelin und Triptorelin betroffen.
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04.05.2010
Rote-Hand-Brief Avastin®
Die Firma Roche Pharma AG hat in Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) wichtige neue Sicherheitsinformationen zur Anwendung von Avastin® (Wirkstoff: Bevacizumab) im Rahmen eines Rote-Hand-Briefs veröffentlicht.
Den Rote-Hand-Brief finden Sie im Dateianhang.
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28.04.2010
Unsachgemäße Anwendung und Medikationsfehler in Verbindung mit transdermalen Pflastern in der Alzheimer-Therapie
Rivastigmin wird zur symptomatischen Behandlung der leichten bis mittelschweren Alzheimer-Demenz eingesetzt. Aufgrund der besseren Verträglichkeit (gastrointestinale Nebenwirkungen) steht der Wirkstoff als transdermale Applikationsform (Pflaster) zur Verfügung.
Der Hersteller informiert jetzt über Fälle von Medikationsfehlern und unsachgemäßer Anwendung von Rivastigmin-haltigen transdermalen Pflastern, die auch zu Überdosierungen geführt haben.
Symptome einer Überdosierung sind vor allem Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö, Hypertonie und Halluzinationen. Eine der häufigsten Ursachen war, dass das Pflaster nicht entfernt wurde oder mehrere Pflaster gleichzeitig angewendet wurden.
Im beigefügten Informationsbrief sowie der Fachinformation finden Sie Hinweise zur sachgemäßen Anwendung von Exelon®.
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23.04.2010
Auch EMA empfiehlt Widerruf der Zulassung von Bufexamac
Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der europäische Zulassungsbehörde EMA empfiehlt, die Zulassung für Bufexamac-haltige Arzneimittel aufgrund eines erhöhten Risikos zum Teil schwerwiegender Kontaktallergien zu widerrufen. Prädisponierende Faktoren sind u.a. bestimmte Formen von Ekzemen, zu deren Behandlung Bufexamac häufig verordnet wird. Die Ähnlichkeit des durch Bufexamac hervorgerufenen allergischen Kontaktekzems mit der Grunderkrankung erschwert die Diagnosestellung und verlängert den Krankheitsverlauf. Zudem ist die Wirksamkeit von Bufexamac nicht ausreichend belegt. Das Nutzen-Risiko-Profil von Bufexamac wurde daher von der EMA negativ bewertet.
Für Deutschland hatte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bereits im November 2009 den Widerruf der Zulassung für Bufexamac-haltige Arzneimittel angekündigt. Jetzt muss die EU-Kommission über den Widerruf entscheiden.
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23.04.2010
Rote-Hand-Brief: Indikationseinschränkung für Kepivance®
Biovitrum informiert in einem Rote-Hand-Brief über die Einschränkung der Indikation für das Präparat Kepivance® (Wirkstoff: Palifermin). Die Anwendung des humanen Keratinozyten-Wachstumsfaktors (KGF) zur Verringerung der Häufigkeit, der Dauer und des Schweregrades einer Stomatitis ist daher nur noch auf Patienten mit einer Strahlen- und Chemotherapie zur Konditionierung vor einer autologen Stammzelltransplantation beschränkt.
Bei Patienten, die zur Konditionierung ausschließlich eine myeloablative Chemotherapie erhielten, wurden in einer klinischen Studie eine verminderte Wirksamkeit von Palifermin sowie ein vermehrtes Auftreten schwerwiegender Nebenwirkungen im Vergleich zu Placebo festgestellt. Aufgrund des vermuteten ungünstigen Nutzen-Risiko-Profils ist Palifermin bei diesen Patienten künftig nicht mehr indiziert.
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23.04.2010
FDA: Boxed Warning für Propylthiouracil
Die amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde FDA nimmt einen verschärften Warnhinweis (Boxed Warning) in die Produktinformation von Propylthiouracil auf. Dieser enthält Informationen zu Meldungen von schweren Leberschädigungen und akutem Leberversagen mit teilweise letalem Ausgang, die bei Erwachsenen und Kindern im Zusammenhang mit der Einnahme des Thyreostatikums Propylthiouracil auftraten.
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20.04.2010
Vectibix® (Panitumumab): Wichtige sicherheitsrelevante Informationen bezüglich schwerwiegender Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Anaphylaxie und Angioödem
Amgen informiert über neue Berichte über schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Anaphylaxie mit teilweise tödlichem Ausgang bei Patienten, die Panitumumab (Vectibix®) seit der Zulassung erhielten, informieren.
Die Vectibix® Produktinformation (einschließlich der Fachinformation und der Gebrauchsinformation) wurde als eine Maßnahme zur Risikominimierung überarbeitet, um Folgendes hervorzuheben:
Vectibix® ist kontraindiziert bei Patienten mit einer Vorgeschichte schwerer oder lebensbedrohlicher Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Vectibix®. Schwere Infusionsreaktionen äußern sich durch Anaphylaxie, Angioödem, Bronchospasmus, Herzstillstand und behandlungsbedürftiger Hypotonie, die potentiell lebensbedrohlich sind.
Schwerwiegende Infusionsreaktionen sind nicht vorhersehbar und können plötzlich auftreten. Vectibix® muss dauerhaft abgesetzt werden, wenn eine schwere oder lebensbedrohliche Reaktion auftritt.
Bei Patienten mit einer milden oder mäßigen Infusionsreaktion (Symptome: Schüttelfrost, Dyspnoe, Hautrötung, Hypertonie, Hypotonie, Pyrexie, Tachykardie und Erbrechen) ist die Infusionsrate für die Dauer dieser Infusion zu reduzieren. Es wird empfohlen, diese niedrigere Infusionsrate für alle nachfolgenden Infusionen beizubehalten.
Es wurde über Überempfindlichkeitsreaktionen, die mehr als 24 h nach der Infusion auftraten, berichtet. Patienten sollten vor der Möglichkeit einer spät einsetzenden Infusionsreaktion gewarnt werden und angewiesen werden, ihren Arzt zu kontaktieren, falls Symptome einer Überempfindlichkeitsreaktion auftreten.
Weitere Informationen zu den Sicherheitsbedenken finden Sie im beigefügten Rote-Hand-Brief der Firma Amgen vom 19. April 2010.
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16.04.2010
Erhöhtes Risiko gastrointestinaler Blutungen unter Cotrimoxazol und Warfarin
Die Anwendung von Cotrimoxazol zur Behandlung von Harnwegsinfekten kann bei mit Warfarin behandelten Patienten das Risiko gastrointestinaler Blutungen signifikant erhöhen.
Dies berichtet eine Studie, die im Archives of Internal Medicine (Arch Intern Med. 2010;170(7):617-621) veröffentlicht wurde.
Die Forscher untersuchten mögliche Interaktionen zwischen verschiedenen Antibiotika bei älteren Patienten, die alle Warfarin als Antikoagulans erhielten. Dabei wurden die Datenbankeinträge der letzten 10 Jahre analysiert, in denen Patienten unter einer Warfarin-Therapie wegen gastrointestinaler Blutungen aufgenommen wurden.
Sie fanden ein vierfach erhöhtes Risiko solcher Blutungen, wenn zur Behandlung von Harnwegsinfekten Cotrimoxazol verordnet wurde; auch für Ciprofloxacin konnte ein erhöhtes Risiko nachgewiesen werden.
Für die folgenden Antibiotika wurde kein signifikant erhöhtes Risiko gefunden:
- Amoxicillin
- Ampicillin
- Nitrofurantoin
- Norfloxacin
Link zum Abstract der Untersuchung: http://archinte.ama-assn.org/cgi/content/abstract/170/7/617
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14.04.2010
Schlafstörungen, Gedächtnisverlust, sexuelle Störungen, Depression und interstitielle Pneumopathie als mögliche Klasseneffekte bei Statinen
Die deutsche Zulassungsbehörde (BfArM) hat nach einer Empfehlung der europäischen Zulassungsbehörde (EMA) ein Stufenplanverfahren für Statine eingeleitet. In diesem Zusammenhang sollen die Gebrauchs- und Fachinformationen aller HMG-CoA Reduktase-Inhibitoren (Statine: Atorvastatin, Pravastatin, Fluvastatin, Simvastatin, Lovastatin, Rosuvastatin) um die folgenden Hinweise erweitert werden:
- Risiken von Schlafstörungen
- Gedächtnisverlust
- sexuelle Störungen
- Depression
- interstitielle Pneumopathie
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12.04.2010
Abwehr von Arzneimittelgefahren - Für Clopidogrelbesilat-haltige Arzneimittel eines bestimmten Herstellers aus Indien wurde das Ruhen der Zulassung angeordnet
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ordnete an, dass bestimmte Arzneimittel, die den in einer Betriebsstätte der indischen Firma Glochem Industries in Visakhapatnam hergestellten Wirkstoff Clopidogrelbesilat enthalten, in Deutschland aus der Handelskette einschließlich der Apotheken zurückgerufen werden. Außerdem wird mit sofortiger Wirkung das Ruhen der Zulassungen dieser Arzneimittel angeordnet. Dies bedeutet, dass die betreffenden Präparate auch nicht mehr verordnet werden dürfen.
Die Europäische Kommission veröffentlichte bereits am 29.03.2010 einen gleichlautenden Beschluss, in dem festgelegt wurde, dass das Inverkehrbringen der betroffenen Arzneimittel, hergestellt in der genannten Betriebsstätte, ausgesetzt wird und dass Chargen, die sich bereits auf dem europäischen Markt befinden, aus der Vertriebskette bis hin zu den Apotheken zurückgezogen werden.
Da es für generische Clopidogrelarzneimittel sowohl nationale als auch zentrale europäische Zulassungen gibt, sind in diesem Fall verschiedene Behörden zuständig. Die EU-Kommission hatte den Rückruf für zentral zugelassene Clopidogrelbesilat-haltige Arzneimittel bereits Ende März angeordnet.
Die deutschen Behörden waren hingegen zunächst davon ausgegangen, dass es keine Hinweise auf eine Patientengefährdung gebe. Da auch in den Präparaten mit nationaler Zulassung der Wirkstoff aus Visakhapatanam enthalten ist, schloss sich das BfArM nun der EU-Kommission an.
Auf dem deutschen Markt stehen jedoch weiterhin Präparate mit dem Wirkstoff Clopidogrel zur Verfügung, z.B. Plavix® und Iscover®. Sie wurden nicht in dieser Produktionsstätte in Indien produziert.
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06.04.2010
Perfalgan® - Risiko einer Überdosierung
Verwechslungen von mg und ml bei der Verordnung und Anwendung von Perfalgan® haben in der Vergangenheit immer wieder zu schweren Komplikationen bei Neugeborenen und Kleinkindern geführt.
Die Pharmacovigilance Working Party (PhVWP) des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA hält es deshalb für erforderlich, dass die Rezeptur bzw. die Gestaltung des Produkts für Kinder mit einem Gewicht unter 10 kg verändert werden muss, um das Risiko für eine versehentliche Überdosierung zu minimieren.
Perfalgan® enthält Paracetamol in einer Dosierung von 10 mg / ml. Die intravenöse Applikation ist indiziert zur kurzzeitigen Anwendung bei Schmerzen (besonders nach Operationen), aber auch zur Fiebersenkung in Notfallsituationen bzw. falls eine orale oder rektale Applikation nicht (mehr) möglich ist.
Die PhVWP hat bisher 22 weltweit registrierte Fälle von Paracetamol-Überdosierungen bei Kindern im Alter von 1 Tag bis 1 Jahr analysiert. Das Resultat dieser Untersuchung ist, dass das Hauptrisiko für Überdosierungen in der Verwechslung von mg und ml liegt. Das bedeutet konkret, falls anstelle von 7,5 mg Paracetamol / kg Körpergewicht 7,5 ml Paracetamol / kg Körpergewicht gegeben werden, führt dies zu einer 10-fachen Überdosierung mit schwerwiegenden hepatotoxischen Komplikationen speziell bei Neugeborenen und Kleinkindern.
Mit einer derartigen Verwechslung sollte sowohl bei der Festlegung der Dosierung als auch bei der Anwendung gerechnet werden. Hier ist besondere Sorgfalt bei den Ärzten und dem Pflegepersonal geboten.
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01.04.2010
Prostatakrebs: Stalevo® in Verdacht
Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde (FDA) prüft die Daten einer klinischen Studien zu dem Antiparkinson-Medikament Stalevo® (Wirkstoffkombination: Entacapon, Carbidopa und Levodopa). Grund ist die Befürchtung, dass das Kombipräparat von Orion Pharma das Risiko für Prostatakrebs erhöht.
Geprüft werden laut einer FDA-Mitteilung vom 31.03.2010 die Daten der STRIDE-PD–Studie (Stalevo Reduction in Dyskinesia Evaluation - Parkinson's Disease), in der untersucht wurde, wie lange es dauert, bis unter Therapie mit Stalevo® im Vergleich zu Carbidopa plus Levodopa Dyskinesien auftreten. Ein unerwartetes Ergebnis der Studie war eine vergleichsweise erhöhte Rate an Prostata-Karzinomen unter Stalevo®. In früheren kontrollierten Studien mit kürzerer Therapiedauer war dagegen keine erhöhte Krebsrate aufgefallen. Außerdem haben an der STRIDE-PD-Studie überwiegend Männer eines Alters teilgenommen, in dem Prostata-Karzinome in der Regel auftreten.
Parkinson-Patienten mit dem von Orion entwickelten Stalevo® sollten ihre Medikation auf keinen Fall ohne Rücksprache mit ihrem Arzt absetzen, warnt die FDA.
Die STRIDE-PD-Studie war eine kontrollierte Multizenterstudie mit insgesamt 745 Parkinson-Patienten. 541 Parkinson-Kranke beendeten die vierjährige Studie (2004 bis 2008). 265 Patienten waren mit Stalevo® behandelt worden, 276 mit Carbidopa /Levodopa. Die Prostata-Karzinom-Rate betrug in der Stalevo®-Gruppe 3,7 %, in der Vergleichs-Gruppe dagegen nur 0,9 %.
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30.03.2010
Ethinylestradiol / Drospirenon und Risiko venöser Thrombosen: Aktualisierung der Produktinformationen
Nach Bewertung von zwei neuen Studien (EURAS und Ingenix) zum Risiko der Entwicklung venöser thromboembolischer Ereignisse (VTE) kombinierter oraler Kontrazeptiva (KOK) kommt die Pharmakovigilanzarbeitsgruppe (PhVWP) der Europäischen Arzneimittelagentur EMA zu dem Schluss, dass diese neuen Erkenntnisse zum VTE-Risiko drospirenonhaltiger KOK in den Produktinformationen der betroffenen Arzneimittel (Yasmin® und Petibelle®) ergänzt werden müssen.
Die Umsetzung der Änderung der Fachinformationen wird auf europäischer Ebene harmonisiert unter der Leitung des zuständigen Referenzmitgliedsstaates durchgeführt werden.
Unabhängig von dieser Ergänzung der Fachinformationen empfehlen die Zulassungsbehörden, bei der Verordnung und Anwendung von KOK Gegenanzeigen für die Anwendung und Risikofaktoren für die Entwicklung von VTE zu berücksichtigen.
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26.03.2010
Temozolomid-induzierte Alveolitis
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft beschreibt in einer Drug Safety Mail den Fall einer 64-jährigen Patientin, bei der drei Monate nach Beginn einer Temozolomid-Therapie aufgrund eines rezidivierten Oligoastrozytoms eine basal betonte Alveolitis festgestellt wurde.
Alveolitiden und Pneumonitiden sind als Nebenwirkung bisher noch nicht in den Fachinformationen zu Temozolomid beschrieben. Es finden sich jedoch einige Fallberichte in der Literatur sowie mehrere Verdachtsfälle in der Datenbank des deutschen Spontanmeldesystems für unerwünschte Arzneimittelwirkungen, die auf einen Zusammenhang mit einer Temozolomid-Therapie hinweisen.
Temozolomid ist zugelassen zur Behandlung erwachsener Patienten mit erstmalig diagnostiziertem Glioblastoma multiforme begleitend zur Radiotherapie und anschließend als Monotherapie, sowie bei Kindern ab 3 Jahren, Jugendlichen und erwachsenen Patienten mit einem nach Standardtherapie rezidivierenden oder progredienten malignen Gliom.
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23.03.2010
Informationen zum Lebendvirusimpfstoff Rotarix
Im Rahmen wissenschaftlicher Untersuchungen wurde in zwei Chargen des Lebendvirusimpfstoffs Rotarix der Firma GlaxoSmithKline Biologicals Kontaminationen mit der Erbinformation (DNA) des Porcinen Circovirus 1 (PCV-1) festgestellt. Das Virus ist für den Menschen ungefährlich und löst weder bekannte Infektionen noch Krankheitssymptome aus. Es ist apathogen.
Rotarix ist ein Impfstoff gegen durch Rotaviren ausgelöste Durchfallerkrankungen. Er wird im Gegensatz zu anderen Impfstoffen nicht gespritzt, sondern oral an Kinder im Alter von unter 28 Wochen verabreicht. Rotarix ist seit Februar 2006 in der EU zugelassen, die Impfung gegen Rotaviren ist nicht Bestandteil der nationalen Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO).
Welche Maßnahmen wurden ergriffen?
- Sowohl die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) als koordinierende Institution für Rotarix als auch die nationalen Behörden wie das Paul-Ehrlich-Institut und auch der pharmazeutische Unternehmer (GlaxoSmithKline Biologicals) haben sofort nach Bekanntwerden des Befundes die vorliegenden Ergebnisse geprüft. Die Behörden sind zu dem Ergebnis gekommen, dass das Nutzen/Risiko-Verhältnis des Impfstoffes weiterhin positiv ist.
- Mit weiteren Untersuchungen wurde begonnen. Zurzeit geht es beispielsweise um die Frage, ob nach dem bisherigen Nachweis der Fragmente des Erbmaterials von PCV-1 auch intakte Viruspartikel und in nicht menschlichen Zellen vermehrungsfähige Viren nachgewiesen werden können.
- Der zuständige Ausschuss für Humanarzneimittel der EMA, CHMP, lässt eine tiefer gehende wissenschaftliche Bewertung der bisherigen Ergebnisse durch die Vaccine Working Party (VWP) vornehmen, die sich vom 23.-24.03.2010 trifft. An diesem Treffen werden auch Vertreter der WHO und der nationalen Zulassungsbehörden der USA, Kanadas und Australiens teilnehmen.
- Nach einer umfassenden Diskussion der bisherigen Datenlage bewertet das Paul-Ehrlich-Institut das Nutzen/Risiko-Verhältnis des Impfstoffes Rotarix weiterhin positiv.
Warum ist das Nutzen/Risiko-Verhältnis positiv?
- PCV-1 ist apathogen, d.h. es löst bei Mensch und Tier keine Krankheiten aus, und Infektionen des Menschen sind nicht bekannt.
- Im Rahmen klinischer Studien wurden ca. 100.000 Kinder mit Rotarix geimpft, weltweit wurden bisher über 68 Millionen Dosen verabreicht. Es gibt keinen Hinweis auf besondere Nebenwirkungen von Rotarix, die auf PCV-1 hindeuten.
- Menschen, die rohes Schweinefleisch essen (z.B. Hackbrötchen), nehmen PCV-1 unter Umständen ebenfalls auf und erleiden weder eine erkennbare Infektion, noch erkranken sie. Die orale Aufnahme über Nahrung gleicht der oralen Aufnahme des Impfstoffs Rotarix.
- Die PCV-1-DNA in Rotarix wurde mit einer neuen, sehr empfindlichen Untersuchungsmethode entdeckt, und zwar mittels hochempfindlicher Nukleinsäure-Amplifizierung (PCR) in Kombination mit einer schnellen und breiten DNA-Sequenzidentifizierung. Mit dieser Technik findet man auch konventionell nicht erfasste Verunreinigungen, die vor einigen Jahren wegen der methodischen Beschränkungen nicht hätten gefunden werden können.
Quelle:
Pressemitteilung PEI vom 22.03.2010
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23.03.2010
Simvastatin - Risiko für Muskelschäden ist von der Dosis abhängig
Die FDA weist nach der Auswertungen von Studien, Nebenwirkungsmeldungen und Verschreibungsdaten eindringlich darauf hin, dass unter einer hochdosierten Therapie mit Simvastatin zu einem erhöhten Risiko für Muskelschäden kommt.
Patienten, die mit einer Dosierung von 80 mg Simvastatin am Tag behandelt werden, haben nach Einschätzung der FDA ein höheres Myopathie-Risiko als Patienten, die mit einer niedrigeren Simvastatin-Dosis behandelt werden.
Andere Substanzen aus der Wirkstoffgruppe der Statine haben anscheinend ein niedrigeres Risiko als Simvastatin.
Statine hemmen das Enzym HMG-CoA-Reduktase und senken so den Cholesterin-Spiegel. Die HMG-CoA-Reduktase ist jedoch nicht nur für die Bildung von Cholesterin in Hepatozyten notwendig, sondern ist auch an der Ubichinon-Synthese in den Muskelzellen beteiligt. Ubichinon ist wiederum im Rahmen der Zellatmung als sog. Elektronencarrier unentbehrlich. Eine erhöhte Statinkonzentration im Blut führt dazu, dass auch in den Muskelzellen die HMG-CoA-Reduktase gehemmt wird. Dadurch wird die Muskulatur geschädigt. Im Extremfall kommt es zu einer Rhabdomyolyse der Herz- und Skelettmuskulatur. Bei diesem Prozess werden großen Mengen Myoglobin freigesetzt und es kann zu einem akuten Nierenversagen kommen.
Simvastatin wird über das CYP450-Enzym CYP3A4 abgebaut. Zu einem erhöhten Simvastatin-Blutspiegel kann es daher durch Interaktionen mit Arzneistoffen kommen, die CYP3A4 hemmen. Je nach Interaktionspotenzial dürfen solche Arzneistoffe nicht zusammen mit Simvastatin oder mit höheren Simvastatin-Dosierungen angewendet werden.
Die FDA verweist darauf, dass eine Rhabdomyolyse eine seltene Nebenwirkung ist, die unter allen Statinen auftreten kann. Patienten sollten umgehend einen Arzt aufsuchen, wenn unter einer Statintherapie der Urin dunkel oder rot gefärbt ist, Muskelschmerzen, Muskelempfindlichkeit, Muskelschwäche oder eine unerklärliche Müdigkeit auftreten.
Quelle : U.S. Food & Drug Administration (FDA) Daily Digest Bulletin, Zocor (simvastatin): increased risk of muscle injury with high doses, March 22nd, 2010
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15.03.2010
Rote-Hand-Brief: Neue Kontraindikation für Regranex®
Für das Präparat Regranex® (Wirkstoff: Becaplermin) zur Behandlung von UlZera wurden die Kontraindikationen erweitert. Der Wachstumsfaktor Becaplermin darf nicht mehr bei Patienten mit bestehenden malignen Erkrankungen eingesetzt werden. Darauf weist der Hersteller Janssen-Cilag in einem Rote-Hand-Brief hin.
Ergebnisse aus einer retrospektiven Studie zeigten einen Anstieg der Tumormortalität bei Patienten, die drei oder mehr Packungen Regranex® angewendet hatten.
Bei Regranex® handelt es sich um einen rekombinanten humanen thrombozytären Wachstumsfaktor, der die Wundheilung fördern soll. Regranex® ist für die Behandlung von tiefen, neuropathischen, chronischen, diabetischen Ulcera zugelassen.
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15.03.2010
Clopidogrel: FDA weist auf Einfluss von Genen und PPI hin
Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat die Hersteller von Plavix® und Iscover® aufgefordert, zusätzliche Untersuchungen zur Wirksamkeit und Sicherheit des Thrombozytenaggregationshemmers Clopidogrel (bisulfat) durchzuführen. Clopidogrel kommt vor allem bei Herzinfarktpatienten nach der perkutanen koronaren Intervention (PCI) zum Einsatz.
Hintergrund für diese Maßnahmen waren Studien, die eine „Clopidogrel-Resistenz“ mit Genvarianten oder der gleichzeitigen Einnahme von Protonenpumpeninhibitoren (PPI) in Verbindung brachten.
Clopidogrel, der Wirkstoff in Plavix® /Iscover®, ist ein sog. Prodrug, das erst nach einer Metabolisierung in der Leber zu einem potenten Inhibitor am P2Y12-Rezeptor der Thrombozyten wird. Die Metabolisierung erfolgt über das Enzym Cytochrom P450-2C19.
PPI werden ebenfalls über das Enzym Cytochrom P450-2C19 metabolisiert. Es besteht deshalb die Möglichkeit, dass die gleichzeitige Einnahme von PPI und Clopidogrel die Aktivierung von Clopidogrel behindert. Die Wirkung des Clopidogrels wird damit herabsetzt. Als mögliche Konsequenz besteht nach einer PCI das Risiko einer tödlichen Stentthrombose.
Nach Auskunft das FDA weisen zwei Studien nahe (J Am Coll Cardiol 2008: 51:256-60 und J Thromb Haemost 2006; 4:2508-9), dass PPI die Wirkung von Clopidogrel beeinflussen. In zwei weiteren Studien seien jedoch keine derartigen Effekte aufgetreten (J Clin Pharmacol 2008; 48: 475-484 und Am Heart J 2009; 157:148e1-148.e5), heißt es in einer Early Communication, mit der die FDA mitteilt, dass sie die Sicherheit eines Medikamentes prüft.
Eine Interaktion im P450-System ist für die alltägliche Praxis von Bedeutung sein, da Clopidogrel die Magenschleimhaut irritiert und viele Patienten deshalb mit PPIs wie Omeprazol, Lansoprazol, Pantoprazol, Rabeprazol oder Esomeprazol behandelt werden.
Das nicht mehr rezeptpflichtige Omeprazol wird möglicherweise im Rahmen der Selbstmedikation ohne Wissen des verschreibenden Arztes eingenommen.
Als Alternative zu den PPI würden sich die (weniger stark wirksamen) H2-Blocker oder andere Antazida anbieten, für die nach Auskunft der FDA eine Interaktion mit Clopidogrel nicht beschrieben ist.
Eine Forschergruppe um Gilles Montalescot vom Hôpital Pitié-Salpêtrière in Paris beschrieb eine weitere Problematik für Clopidogrel im P450-System, die es erschweren kann, die optimale Dosis von dort metabolisierten Wirkstoffen zu finden. Die Enzyme der Leber unterliegen einer hohen genetischen Variabilität. Sie könnte, wie mehrere kürzlich publizierte Studien zeigen, die Ursache einer „Clopidogrel-Resistenz“ sein.
Die Studie ergab für Patienten, die nach einem Herzinfarkt (im relativ frühen Lebensalter) mit Clopidogrel behandelt wurden, ein mehr als dreifach erhöhtes Risiko auf Herzinfarkt, Tod oder erneute Revaskularisierung, wenn die Variante “681 G>A” im Gen für das Cytochrom P-450-2C19 vorlag.
Die Gefahr einer Stentthrombose war bei den Genträgern sogar 6-fach erhöht (Lancet 2009; 373: 309-317). Zu ähnlichen Ergebnissen kamen Tabassome Simon von der Université Pierre et Marie Curie und Mitarbeiter bei der Analyse eines französischen Herzinfarktregisters.
Zwei „loss-of-function“ Allele im Gen für CYP2C19 haben die Rate von erneuten kardiovaskulären Ereignissen verdoppelt. Auch hier war das Risiko bei Patienten, bei denen eine PCI durchgeführt wurde, am höchsten (NEJM 2009; 360: 363-375).
In dieser Studie hatten übrigens auch Genvarianten, die die Absorption von Clopidogrel im Darm beeinflussen (ABCB1-Gen) einen Einfluss auf die „Clopidogrel-Resistenz“. Eine Ko-Medikation mit einem PPI zeigte dagegen keine Auswirkung.
In einer weiteren Studie hatten Jessica Mega vom Brigham and Women's Hospital in Boston und Mitarbeiter an gesunden Probanden untersucht, welche Auswirkungen Varianten im CYP2C19-Gen auf die Pharmakokinetik und Pharmakodynamik von Clopidogrel haben: Vier Stunden nach der Einnahme einer 300mg-Dosis von Clopidogrel war die Plasmakonzentration von Clopidogrel bei den Genträgern um fast Drittel niedriger – und auch die Inhibition der Thrombozyten war signifikant vermindert (NEJM 2009; 360: 363-375).
Die klinischen Konsequenzen zeigen die Forscher an den Daten der TRITON-TIMI-38 Studie. Hier hatten Patienten mit wenigstens einer Loss-of-Function-Mutation zu 12,1 Prozent den Endpunkt aus kardiovaskulären Tod, Herzinfarkt oder Schlaganfall erreicht gegenüber 8,0 Prozent in der Vergleichsgruppe. Eine späte Stentthrombose wurde sogar dreifach häufiger beobachtet.
Die TRITON-TIMI-38-Studie verglich übrigens die Wirkung von Clopidogrel mit Prasugrel. Prasugrel ist, anders als Clopidogrel nicht von einer Variabilität im CYP2C19-Gen betroffen, wie Jane Freedman und Elaine Hylek von der Universität Boston im Editorial behaupten (NEJM 2009; 360: 411-413).
Sie beschäftigen sich auch mit der Frage, ob ein Gentest die Sicherheit der Clopidogrel-Therapie verbessern könnte. Bei Patienten mit einer „loss-of-function“-Varianten könnte dann eine höhere Dosierung eine ausreichende Hemmung der Thrombozytenaggregation sicher stellen, was wegen der Blutungsrisiken allerdings zunächst in einer klinischen Studie geprüft werden müsste.
Quellen:
[1] aerzteblatt.de, Clopidogrel: FDA lässt Einfluss von Genen und PPI prüfen, 27.01.2009
[2] Internist, CYP2D6-, CYP2C9- und CYP2C19-basierte Arzneimitteldosisanpassungen, 2008, 49 S. 877-883
[3] Medscape Pharmacists, Clopidogrel Receives Boxed Warning for Reduced Benefit in Poor Metabolizers, 12.03.2010
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12.03.2010
Rote-Hand-Brief zu Aclasta® (Zoledronsäure, 5 mg Infusionslösung)
In einem aktuellen Rote-Hand-Brief weist Novartis ausdrücklich auf das Risiko von gibt Nierenfunktionsstörung und Nierenversagen unter Aclasta® (Zoledronsäure, 5 mg Infusionslösung) hin.
Nach der Applikation von Aclasta® wurden besonders bei Patienten mit vorbestehender renaler Dysfunktion Nierenfunktionsstörung und Nierenversagen festgestellt. Diese UAW wurden bereits nach der ersten Verabreichung beobachtet.
Selten trat auch ein dialysepflichtiges Nierenversagen oder Nierenversagen mit letalem Ausgang auf.
Es ist zu beachten, dass Aclasta® bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von < 35 ml / Minute kontraindiziert ist.
Außerdem müssen die bei einer Therapie mit Zoledronsäure ausreichend mit Flüssigkeit versorgt werden. Eine Überwachung der Serum-Kreatinin-Konzentration bei Risikopatienten ist in Betracht zu ziehen.
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10.03.2010
Hinweise der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) zum aktuellen Stand über den Zusammenhang von Natalizumab (Tysabri®) und einer progressiven multifokalen Leukoenzephalopathie (PML)
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) weist im Zusammenhang mit dem aktuellen Rote-Hand-Brief der Firma Biogen Inc. darauf hin, dass sich die Anzahl der Fälle einer progressiven multifokalen Leukoenzephalopathie bis KW. 9 2010 auf insgesamt 40 Fälle erhöht hat. Davon konnten neun Fälle, aufgrund ausstehender Informationen noch nicht endgültig bewertet werden.
Die meisten bestätigen Fälle wurden aus den USA (n = 13) und Deutschland (n = 12) gemeldet. Aufgrund der zunehmenden Zahl von Patienten, die über mehr als zwei Jahre mit Natalizumab behandelt werden, muss mit einem weiteren Anstieg von PML-Fällen gerechnet werden.
Bei einigen gemeldeten Fällen hat sich gezeigt, dass eine negative PCR auf JC Virus-DNS im Liquor eine PML nicht ausschließt und die Zuverlässigkeit der Untersuchungsmethode laborabhängig ist.
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft empfiehlt hinsichtlich der Vorgehensweise bei einem Verdacht auf eine PML den Richtlinien zur Therapie der Multiplen Sklerose mit monoklonalen Antikörpern des Ärztlichen Beirats der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft zu folgen (siehe Anhang).
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01.03.2010
Mitteilung an medizinische Fachkreise: Aktueller Stand über den Zusammenhang von Natalizumab (Tysabri®) und einer progressiven multifokalen Leukoenzephalopathie (PML)
Die Firma Biogen informiert die medizinischen Fachkreise, dass bei der Behandlung mit Natalizumab (Tysabri®) ein Risiko besteht an progressiver multifokaler Leukoenzephalopathie (PML) zu erkranken. Bisher sind unter 66.000 mit Natalizumab behandelten Patienten 31 Fälle von PML aufgetreten. Der größte Teil der davon betroffenen Patienten wurde schon länger als 2 Jahre mit diesem Präparat behandelt.
In Übereinstimmung mit den Zulassungsbehörden wurden Sicherheitsmaßnahmen vereinbart, damit die Patienten über dieses Risiko informiert sind und damit bereits bei ersten Anzeichen auf PML die Behandlung abgesetzt wird.
Eine detaillierte Darstellung finden Sie im beigefügten Schreiben der Firma Biogen.
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26.02.2010
Swissmedic - Fälle von schwerwiegenden Hautreaktionen bei Isotretinoin
In einem Schreiben vom Februar 2010 informiert Roche Pharma über den Zusammenhang zwischen Isotretinoin und schwerwiegenden Hautreaktionen.
Im Rahmen der Post-Marketing-Surveillance durch die Schweizer Zulassungsbehörde Swissmedic würden für Roaccutan® (Wirkstoff Isotretinoin) Fälle von Hautreaktionen wie z.B. Erythema exsudativum multiforme (EEM), Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) und Epidermolysis acuta toxica (Lyell-Syndrom) gemeldet. In schweren Fällen können diese Reaktionen lebensbedrohlich sein.
Von den weltweit gemeldeten 66 Fällen lässt sich in 17 Fällen ein Kausalzusammenhang zwischen Isotretinoin und den erwähnten Hautreaktionen nicht ausschliessen.
Aus diesem Grund sind Patienten bezüglich schwerer Hautreaktionen genau zu überwachen. Bei entsprechenden Symptomen muss dass Medikament abgesetzt werden.
Die Fachinformation wird bezüglich SJS, EEM und Lyell-Syndrom unter Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen und Unerwünschte Wirkungen entsprechend angepasst werden.
Quelle:
[1] Swissmedic - online, 16.02.2010
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25.02.2010
Corega Verbraucherhinweise COREGA® Ultra Haftcreme Frisch und COREGA® Ultra Haftcreme Neutral
GlaxoSmithKline (GSK) warnt vor einem möglichen Gesundheitsrisiko durch einen dauerhaft
übermäßigen Gebrauch der zinkhaltigen Prothesenhaftmittel COREGA® Ultra Haftcreme
Frisch und COREGA® Ultra Haftcreme Neutral.
GSK hat sich als Vorsichtsmaßnahme freiwillig dazu entschlossen, die Herstellung, den
Vertrieb und die Bewerbung dieser Produkte einzustellen.
Falls Patienten zinkhaltige Haftcreme wie COREGA® Ultra Haftcreme Frisch und COREGA® Ultra Haftcreme Neutral über mehrere Jahre in größeren Mengen als in den Produkthinweisen
angegeben verwendet haben, wie z.B.:
- Die Haftcreme mehr als einmal am Tag benutzt haben, oder
- Die Tube vor der auf der Produktverpackung angegebenen Zeit aufgebraucht ist; (40g Tube hält ca. 6 Wochen), oder
- Die Patienten diesbezüglich Bedenken hinsichtlich Ihrer Gesundheit haben
müssen die Patienten die Verwendung des Produkts einstellen, mit Ihrem Arzt sprechen und nach Möglichkeit eine zinkfreie Prothesenhaftcremealternative verwenden.
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25.02.2010
Saquinavir - Risiko eines verlängerten QT-Intervalls
Die US-Zulassungsbehörde (FDA) hat eine Überprüfung des Protease-Inhibitors Saquinavir (Invirase®) veranlasst. Der Grund dafür sind Meldungen über eine Verlängerung des QT-Intervalls und des PR-Intervalls im EKG. Zu diesen Störungen kam es bei der kombinierten Therapie von Saquinavir (Invirase®) mit Ritonavir (Norvir®).
Ein verlängertes QT-Intervall birgt die Gefahr von Torsades de pointes, einer schweren ventrikulären Herzrhythmusstörung, die schnell zum Ausgangspunkt eines Kammerflimmerns werden kann. Bei Verlängerungen des PR-Intervalls kann es zu einem Herzschenkelblock kommen, der zu einer Bradykardie führt. Das tatsächliche Risiko für die Patienten muss noch untersucht werden. Die FDA rät aber den Ärzten diese beiden Medikamente nicht mit anderen Mitteln zu verordnen, wenn von ihnen bekannt ist, dass sie zu einer Veränderung des QT-Intervalls führen.
Es handelt sich dabei vor allem um Antiarrhythmika der Klasse IA (z.B. Chinidin) oder der Klasse III (z.B. Amiodaron). Patienten, bei denen bereits eine QT-Verlängerung bekannt ist, sollten nicht mit Saquinavir und / oder Ritonavir behandelt werden.
“Invirase (saquinavir): Ongoing safety review of clinical trial data”
http://www.fda.gov/Safety/MedWatch/SafetyInformation/SafetyAlertsforHumanMedicalProducts/ucm201563.htm
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25.02.2010
FDA-Sicherheitsmaßnahme - Erhöhte Therapierisiken durch Erythropoetin bei Krebspatienten
Die US-Zulassungsbehörde (FDA) hat neue Sicherheitsmaßnahmen verabschiedet um eine unkritische Therapie mit Erythropoetin-stimulierenden Substanzen (ESA) bei Tumorpatienten zu verhindern. Die behandlenden Ärzte müssen sich registrieren lassen und müssen belegen, dass sie die Patienten ausdrücklich über mögliche Risiken aufgeklärt haben.
Von dieser Maßnahme sind die folgenden Präparate betroffen, die zur Behandlung von Krebspatienten zugelassen sind:
- Epogen®
- Procrit®
- Aranesp®
Da es bei Tumorpatienten aufgrund ihrer Erkrankung und den Nebenwirkungen der Chemotherapie häufig zu einer Anämie kommt, werden Erythropoetin-stimulierende Substanzen eingesetzt.
Mit verschiedene Studien wurde jedoch in den letzten Jahren belegt, dass ESA das Tumorwachstum möglicherweise stimulieren und sich damit die Überlebenszeit der Patienten verkürzen kann. Außerdem weisen die Studien laut FDA darauf hin, dass ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte, Herzinsuffizienz, Thrombosen und Schlaganfälle besteht.
Diese potenziellen Risiken müssen Onkologen zukünftig in den USA ihren Patienten anhand einer detaillierten Informationsbroschüre aufzeigen, bevor ESA zur Besserung der Anämiesymptome verabreicht werden darf.
Diese Behandlungseinschränkungen sind in einer “Risk Evaluation and Mitigation Strategy” (REMS) enthalten, die die FDA zusammen mit dem Hersteller dieser Präparate entwickelt hat. Das sog. APPRISE (Assisting Providers and Cancer Patients with Risk Information for the Safe Use of ESAs)-Programm sieht vor, dass Onkologen eine Fortbildung zur Anwendung von ESA absolvieren und sich ebenso wie die Kliniken als Verordner registrieren lassen müssen.
Die Anwendung soll von der Firma kontrolliert werden.
REMS und APRISE bilden damit den vorläufigen Abschluss einer Sicherheitsprüfung, die bereits 2004 begonnen hat. Mehrere Warnungen hatten dazu geführt, dass sich der Einsatz dieser ESA in den USA um 30 % reduziert hat.
ESA werden auch bei Dialysepatienten eingesetzt, die von den jetzigen Regelungen nicht betroffen sind.
FDA Announces New Safety Plan for Agents Used to Treat Chemotherapy-Related Anemia
http://www.fda.gov/NewsEvents/Newsroom/PressAnnouncements/ucm200471.htm
Erythropoiesis-Stimulating Agents (ESAs): Procrit, Epogen and Aranesp: Drug Safety Communication http://www.fda.gov/Safety/MedWatch/SafetyInformation/SafetyAlertsforHumanMedicalProducts/ucm200391.htm
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23.02.2010
Rosiglitazon - Erhöhtes Herzinfarktrisiko?
Rosiglitazon erhöht offenbar das Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden. Die Online-Ausgabe der "New York Times" beruft sich das auf einen internen U.S.-Regierungsbericht. Dem vertraulichen Dokument zufolge könne Rosiglitazon tödliche Herzkrankheiten auslösen. Allein im 3. Quartal 2009 habe das Präparat mit dem Wirkstoff Rosiglitazon angeblich 304 Todesfälle verursacht.
Der Wirkstoff Rosiglitazon soll den Blutzuckerspiegel von Bei Typ II Diabetes stabilisieren. Doch bereits vor zwei Jahren hatte es nach klinischen Tests Hinweise gegeben, dass Rosiglitazon möglicherweise Herz- und Kreislauf schädigend sein kann.
Der Regierungreport empfiehlt, Rosiglitazon durch Pioglitazon zu ersetzen.
Langzeit-Untersuchungen zu Rosiglitazon sind nach Angaben des Herstellers noch nicht abgeschlossen.
Quellen:
[1] FDA Medwatch, - Drug Safety Communication: Ongoing review of Avandia (rosiglitazone) and Cardiovascular Safety- FDA, published 02/22/2010
[2] Lisa Nainggolan, "New Senate Report Puts Avandia Safety in Spotlight Again", Medscape Pharmacists, published 02/22/2010
[3] Research Ties Diabetes Drug to Heart Woes, New York Times, Published: February 19, 2010
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12.02.2010
Arzneimittelbedingte Sehstörungen
Sehstörungen wie Kurz-, Weitsichtigkeit und Akkommodationsstörungen sind in der Regel auf anatomische Anomalien oder physiologische Alterungsprozesse zurückzuführen. Sie können aber auch durch Medikamente ausgelöst werden.
Dabei können folgende Symptome auftreten:
- verminderte Sehschärfe
- Rötung von Bindehaut und Augenlidern
- Kribbeln und Brennen
- Ermüdung, z.T. begleitet von Kopfschmerzen
Arzneimittelbedingte Sehstörungen manifestieren sich meistens beidseitig, treten rasch auf und sind vorübergehend. Nach Absetzen des betreffenden Medikaments nehmen die Beschwerden rasch ab.
Anticholinergika lähmen die Akkommodation und führen zu einer Mydriasis. Es kommt zu einer funktionellen Weitsichtigkeit, was das Lesen unmöglich macht. Besonders empfindlich reagieren junge Patienten im Vergleich zu älteren Personen (> 50 Jhare), welche bereits eine Korrekturbrille tragen.
Diese Sehstörungen treten besonders bei den folgenden Wirkstoffen und Wirkstoffgruppen auf:
- Krampflösende Wirkstoffe: Atropin, Clidinium, Scopolamin
- Medikamente bei Harninkontinenz: Flavoxat, Oxybutynin, Solifenacin, Tolterodin, Trospium
- trizyklische Antidepressiva
- Neuroleptika: Chlorprothixen
- Antiparkinsonika: Levodopa, Amantadin
- Bronchodilatatoren: Ipratropium, Tiotropium
- Cholinergika lösen eine krampfartige Akkommodation und eine Miosis aus, was manchmal zu Kurzsichtigkeit führt: Neostigmin, Pyridostigmin, Donepezil, Nikotin, Irinotecan und Pilocarpin.
- Bestimmte Formen der arzneimittelbedingten Myopie ohne krampfartige Akkomodation und ohne Veränderung des Pupillendurchmessers scheinen mit Veränderungen des Wasserhaushaltes im Auge in Verbindung zu stehen. Betroffen sinddavon besonders Patienten, die Topiramat, Diuretika (z.B. Chlortalidon, Hydrochlorthiazid und Indapamid) , die Kombination von Sulfamethoxazol und Trimethoprim, sowie Carboanhydrase-Hemmer (oral, okulär) anwenden.
- Auch andere Medikamente können eine Myopie auslösen, so z.B. Metronidazol, Ethosuximid, Bromocriptin und Cyclophosphamid.
- Akkommodationsstörungen können von den folgenden Wirkstoffen hervorgerufen werden, wobei die zugrunde liegenden Mechanismen noch nicht alle bekannt sind: Chloroquin, Carbamazepin, Lithium und Flecainid
Quelle:
[1] a Revue Prescrire 315/2010/p24
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12.02.2010
Gastrointestinale Perforationen bei Tumorpatienten mit Bevacizumab-Behandlung
Die Indikationen von Bevacizumab erstrecken sich von der Behandlung des metastasiertem Kolon- oder Rektumkarzinom in Kombination mit einer Chemotherapie über die Therapie von metastasierten Mammakarzinom und dem Einsatz bei fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom.
Außerdem kann Bevacizumab in Kombination mit Interferon alpha-2a beim fortgeschrittenen bzw. metastasierten Nierenzellkarzinom eingesetzt werden.
Die schwerwiegenden UAWs sind vor allem:
- Störungen der Blutbildung
- thromboembolische Ereignisse
- Blutungen
- Wundheilungsstörungen,
- reversibles posteriores Leukoenzephalopathie-Syndrom (RPLS)
- kardiovaskuläre Reaktionen (z.B. Hypertonie, Herzinsuffizienz)
- sowie Magen-Darm-Perforationen
Kürzlich wurden die Ergebnisse einer Metaanalyse über den Zeitraum von 1966 - 2008 basierend auf einer systematischen Literaturauswertung veröffentlicht, die das Risiko von gastrointestinalen Perforationen unter Bevacizumab eingehend untersucht hat.
Das Risiko für eine gastrointestinale Perforation ist abhängig vom Tumortyp und der verabreichten Dosis von Bevacizumab. Es war am höchsten bei Patienten mit kolorektalen Karzinomen und mit Nierenzellkarzinomen. Das Risiko war bei einer Bevacizumab-Dosis von 5 mg / kg KG / Woche erheblich höher als bei einer Dosis von 2,5 mg /kg KG / Woche. Außerdem spielt das Lebensalter eine Rolle, denn bei Patienten ab 65 Jahren steigt das Risiko für eine GI Perforation.
Auch in der Fachinformation von Avastin® wird auf Magen-Darm-Perforationen als häufige unerwünschte Arzneimittelwirkung (>= 1 % < 10 %) hingewiesen. Die nun vorliegenden Daten aus der metatudie ermöglichen den behandelnden Ärzten, das Risiko eines Patienten für eine gastrointestinale Perforation besser einzuschätzen und ihre Patienten aufzuklären.
Faktoren wie z.B. Ulzerationen und Divertikulitiden in der Vorgeschichte, eine Bestrahlung des Abdomens sowie kürzlich durchgeführte Endoskopien, die Art des Tumors, eine Darmwandbeteiligung und eine abdominelle Metastasierung von Kolonkarzinomen sollten bei der Risikoabschätzung ebenfalls berücksichtigt werden.
Quellen:
[1] Fachinformation Avastin, Roche, Stand: Januar 2010
[2] Giantonio BJ: Gastrointestinal perforation and cancer therapy: managing risk to achieve benefit. Onkologie 2005; 28: 177–8.
[3] Hapani S, Chu D, Wu S: Risk of gastrointestinal perforation in patients with cancer treated with bevacizumab: a meta-analysis. Lancet Oncol 2009.
[4] Kabbinavar, F., Shah, A., “Guidelines for the management of side effects of bevacizumab in patients with colorectal cancer”, Cancer Therapy Vol 6, 327-340, 2008
[5] Kozloff M, Yood MU, Berlin J et al.: Clinical outcomes associated with bevacizumab-containing treatment of metastatic colorectal cancer: the BRiTE observational cohort study. Oncologist 2009; 14: 862–70. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19726453?itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum&ordinalpos=2
[6] Verheul HM, Pinedo HM: Possible molecular mechanisms involved in the toxicity of angiogenesis inhibition. Nat Rev Cancer 2007; 7: 475–85
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11.02.2010
Wichtige sicherheitsrelevante Informationen zu Invirase® (Saquinavir): Kardiales Risiko durch Verlängerung des QT- und PR-Intervalls
Als Reaktion auf eine eingehende Überprüfung von HIV-Proteasehemmern und deren möglichen kardiovaskulären Nebenwirkungen hat die FDA alle Hersteller zur Durchführung spezifischer Studien verpflichtet.
Die Studienergebnisse haben eine Erweiterung der Kapitel "Kontraindikationen" sowie "Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen" der Fachinformation von
Invirase zur Folge; sie enthalten nun einen Abschnitt zu kardialen Reizleitungsstörungen in
Hinblick auf QT- und PR-Verlängerungen.
Diese Änderungen beruhen auf den Ergebnissen einer gezielten Elektrokardiogramm-Studie mit Invirase / Ritonavir an gesunden Freiwilligen.
Kontraindikationen:
Invirase geboostet mit Ritonavir sollte in den folgenden Situationen wegen der Möglichkeit kardialer Arrhythmien nicht verabreicht werden:
- Patienten mit bestehender QT-Verlängerung, anderen Herzrhythmusstörungen und/oder Elektrolytstörungen in der Vorgeschichte
- Invirase geboostet mit Ritonavir sollte nicht gleichzeitig mit anderen Medikamenten verabreicht werden, welche die QT-Zeit verlängern, inklusive Antiarrhythmika der Klasse IA (z.B. Chinidin, Procainamid) oder der Klasse III (z.B. Amiodaron, Sotalol)
Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen:
Kardiale Reizleitungsstörungen
- Dosisabhängige Verlängerungen des QT- und des PR-Intervalls wurden bei gesunden Probanden nach Gabe von Invirase geboostet mit Ritonavir beobachtet.
- Invirase geboostet mit Ritonavir darf nicht an Patienten verabreicht werden, bei denen eine QT-Verlängerung bekannt ist oder welche Antiarrhythmika der Klasse IA (z.B. Chinidin, Procainamid) oder der Klasse III (z.B. Amiodaron, Sotalol) einnehmen
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11.02.2010
Interaktionen mit extremen Folgen: Einige SSRI schwächen Tamoxifen
Der Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) Paroxetin setzt die Wirkung von Tamoxifen bei der Behandlung von Brustkrebs herab. Im Rahmen einer Kohortenstudie – veröffentlicht im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2010; 340: c693) – konnte belegt werden, dass die Einnahme beider Medikamente die Sterblichkeit bei Brustkrebspatientinnen erhöht.
Die Ursache für diese Interaktion ist die Metabolisierung beider Wirkstoffe am P450-System der Leber. Tamoxifen wird an dem Enzym CYP2D6 in seine aktiven Metaboliten 4-hydroxy-Tamoxifen und 4-hydroxy-N-Desmethyltamoxifen (Endoxifen) umgewandelt. Im Gegensatz dazu hemmen SSRI CYP2D6 in unterschiedlichen Ausprägungen. Ein besonders starker Inhibitor ist Paroxetin, da seine Wirkung auf CYP2D6 irreversibel ist. Die Aktivierung von Tamoxifen setzt erst wieder ein, wenn die Zelle neue CYP2D6-Enyzme synthetisiert hat.
Forscher vom Institute for Clinical Evaluative Sciences (ICES) in Toronto haben die Daten von 2.430 Frauen, die älter als 65 Jahre sind und in den Jahren 1993 bis 2005 eine Hormontherapie des Mammakarzinoms mit Tamoxifen durchführten, ausgewertet. Etwa 30 % erhielten gleichzeitig SSRI verschrieben, da die Krebserkrankung selbst und die Nebenwirkungen von Tamoxifen zu einer depressiven Verstimmung führen können.
Die Auswertung dieser Studie lässt darauf schließen, dass diese Interaktion die Tamoxifenwirkung erheblich beeinträchtigt. Je länger die Einnahme von Paroxetin war, umso mehr Frauen starben an ihrer Krebserkrankung.
Das Team hat ausgerechnet, dass die Einnahme von Paroxetin über 41 % der Dauer der Hormonbehandlung im Verlauf von 5 Jahren zu einem zusätzlichen Brustkrebstodesfall unter 20 Frauen führt.
Die Autoren der Studie fordern die Ärzte deshalb auf, Paroxetin nicht zusammen mit Tamoxifen zu verordnen.
Stefan Willich, der Leiter des Institutes für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie an der Berliner Charité, erweiterte diese Warnung im Editorial (BMJ 2010; 340: c783) auch auf das SSRI Fluoxetin aus. Denn auch für Paroxetin sind Wechselwirkung am CYP2D6 bekannt.
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10.02.2010
Wichtiger Hinweis zur Sicherheit von Protopic® Salbe und Empfehlungen zur Kontrolle der Erhaltungstherapie
Im Rahmen der Vereinbarungen zur Zulassung von Protopic® Salbe mit den Europäischen Zulassungsbehörden (EMA) weist Astellas Pharma Europa auf wichtige Sicherheitsaspekte bei der Verordnung hin. Diese Hinweise sind sowohl bei einer Erstverordnung von Protopic® Salbe als auch bei der Erhaltunstherapie zu beachten. Bei der Behandlung von Kindern ist besondere Vorsicht geboten.
Die genehmigten Empfehlungen für die sichere und wirksame Anwendung von Protopic® müssen den Patienten bekannt sein und sollten eingehalten werden. Patienten sollten immer angeleitet werden die Gebrauchsinformation zu lesen und zu verstehen.
Alle unerwünschten Arzneimittelwirkungen zu Protopic® sind an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zu melden.
- per Post: Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, 53175 Bonn
- per Fax: 0228/ 207-5207
- elektronisch über das Internet: www.bfarm.de/Pharmakovigilanz/Formulare
- direkt an Astellas Pharma GmbH (www.astellas.de)
Die Fach- und Gebrauchsinformationen von Protopic® Salbe sowie das Schreiben der Zulassungsbehörden finden Sie im Anhang.
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02.02.2010
Engmaschige Überwachung von Tysabri®-Patienten auf PML angeordnet
Die Europäische Arzneimittel Agentur EMA hat Natalizumab (Tysabri®) im Hinblick auf das Risiko einer Progressiven multifokalen Leukenzephalopathie (PML) neu bewertet.
Sie geht aber weiterhin davon aus, dass der Nutzen von Natalizumab bei hochaktiver, schubförmig remittierend verlaufender Multipler Sklerose, das Risiko überwiegt.
Für diese Patienten steht keine alternative Behandlungsoption zur Verfügung.
Offensichtlich ist das Risiko einer PML nach einer Therapiedauer von 2 Jahren erhöht. Die Häufigkeit der PML wird bei Patienten, die länger als 2 Jahre mit Tysabri® behandelt wurden, auf 1:1000 geschätzt.
Bis heute sind unter Natalizumab 31 Patienten an PML erkrankt.
Bei PML handelt es sich um eine seltene, demyelisierende Krankheit des ZNS, die durch eine Reaktivierung des JC-Virus (von John Cunningham, ein Patient, aus dem das Virus isoliert wurde) bei immungeschwächten Patienten hervorgerufen wird. Sie führt meistens zu schweren Behinderungen oder verläuft sogar tödlich.
Die Symptome einer PML hängen von der Lokalisation der Entmarkungsherde ab. Es handelt sich dabei um Lähmungen, motorische Störungen, Sensibilitätsstörungen, epileptische Anfälle, Sprachstörungen, Sehstörungen, kognitive Beeinträchtigungen, Persönlichkeitsveränderungen.
Die PML tritt vor allem bei schweren Immundefekten auf, z.B. als opportunistische Infektion bei AIDS und nach immunsuppressiven Therapien.
Eine wirksame Therapie der PML gibt es bisher nicht.
PML muss im Verlauf der Natalizumab-Behandlung frühzeitig erkannt werden, damit die Behandlung sofort abgebrochen wird.
Die EMA möchte deshalb sicher stellen, dass sich Patienten und Ärzte dieses Risikos voll bewusst sind. Dazu wurden die folgenden Maßnahmen ergriffen:
- Tysabri®-Patienten müssen zu Beginn der Therapie und noch einmal nach 2 Jahren ein Formular unterschreiben, in dem bestätigt wird, das das PML-Risiko mit ihrem Arzt umfassend erörtert haben.
- In den Gebrauchs- und Fachinformationen wird ergänzt, dass das Risiko für eine PML nach zweijähriger Behandlung steigt.
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02.02.2010
Didanosin - FDA warnt vor portaler Hypertension
Didanosin, ein Wirkstoff zur Behandlung von HIV, kann in seltenen Fällen eine nicht zirrhotische portale Hypertension verursachen. Diese teilte die US-Zulassungsbehörde FDA nach Prüfung einer Reihe von Fallberichten zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen mit.
Dem Adverse Event Reporting System ("AERS") der FDA wurden insgesamt 42 Fälle gemeldet, denen Patienten nach der Behandlung mit Videx® an den Folgen eines Pfortaderhochdrucks erkrankt sind. Die Komplikationen betrafen sowohl Frauen als auch Männer und traten nach Monaten oder Jahren der Therapie mit Didanosin auf.
In definitiven Fällen wurde die Diagnose durch Biopsien gesichert und andere mögliche Ursachen ausgeschlossen.
Bei 8 Patienten mussten Ösophagusvarizen (= bekannte Komplikation der portalen Hypertension) behandelt werden, 3 Patienten erhielten einen transjugulären intrahepatischen portosystemischen Shunt ("TIPS") und bei weiteren 3 Patienten war sogar eine Lebertransplantation notwendig. Außerdem berichtet die FDA über 4 Todesfälle (Ösophagusvarizenblutungen (2), Leberversagen (1) und Multiorganversagen mit Hirnblutungen, Sepsis und Laktatazidose (1)).
Die Laktatazidose gehört zu den bekannten Nebenwirkungen von Didanosin, auf die – auch in der deutschen – Fachinformation bereits hingewiesen wird. Genannt wird auch eine Hepatosteatose.
Die Gesundheitsbehörde fordert nun die behandelnden Ärzte auf, die Patienten zusätzlich auf die mögliche Komplikation einer portalen Hypertension hinzuweisen und während der Behandlung auf relevante Symptome (Ösophagusvarizen) zu achten.
http://www.fda.gov/Drugs/DrugSafety/PostmarketDrugSafetyInformationforPatientsandProviders/ucm199169.htm
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27.01.2010
Risiken von Antipsychotika
Das BfArM hält Änderungen der Produktinformationen von Antipsychotika im Hinblick auf
- erhöhte Mortalität bei älteren Demenz-Patienten,
- venöse Thromboembolien und
- unerwünschte zerebrovaskuläre Ereignisse
für erforderlich.
Der Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) bei der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMEA) und seine Pharmakovigilanz-Arbeitsgruppe (PhVWP) haben die Arzneimittelgruppe der Antipsychotika hinsichtlich zweier Risiken neu bewertet: erstens hinsichtlich eines erhöhten Mortalitätsrisikos bei älteren Menschen mit Demenzerkrankungen im Zusammenhang mit konventionellen Antipsychotika (Verfahren nach Art. 5 (3) der VO 726/2004) und zweitens hinsichtlich eines erhöhten Risikos für das Auftreten von venösen Thromboembolien (VTE) (Class review der PhVWP) im Zusammenhang mit typischen und atypischen Antipsychotika.
Darüber hinaus hat die PhVWP das Risiko für das Auftreten von unerwünschten cerebrovaskulären Ereignissen im Zusammenhang mit allen Antipsychotika wissenschaftlich neu bewertet.
Der CHMP, die PhVWP und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) halten es für notwendig, in die Produktinformationen der Arzneimittel zur Behandlung von psychotischen Erkrankungen mit den oben genannten Wirkstoffen zusätzliche Warnhinweise und Angaben über Nebenwirkungen aufzunehmen. Zur Begründung wird hinsichtlich des Mortalitätsrisikos verwiesen auf den Bewertungsbericht des CHMP vom 20. November 2008, der auf der Homepage des BfArMs (www.bfarm.de) unter "Pharmakovigilanz > Stufenplanverfahren > Antipsychotika > AR-Mortalitätsrisiko" veröffentlicht wird.
Hinsichtlich des VTE-Risikos wird auf den Bewertungsbericht der PhVWP vom September 2009 verwiesen.
Der vertrauliche Bericht der PhVWP kann auf Anfrage über die Verbände der pharmazeutischen Industrie beim BfArM eingesehen werden.
Der Bewertungsbericht zum cerebrovaskulären Risiko ist auf der Homepage des BfArM unter "Pharmakovigilanz > Stufenplanverfahren > Antipsychotika > AR-CVA" veröffentlicht.
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27.01.2010
Bortezomib - FDA weist auf mögliche Risiken bei der Behandlung von Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion hin
Die FDA weist in einer Medwatch-Meldung auf mögliche Risiken bei der Behandlung von Patienten mit Leberinsuffizienz hin. Die Behandlung mit Bortezomib sollte bei mittlerer und schwerer Leberinsuffizienz mit Vorsicht erfolgen.
Da Bortezomib über die Leber metabolisiert wird, ist besonders zu Therapiebeginn eine Dosisreduktion in Betracht zu ziehen. Es sollte eine engmaschige Überwachung in Hinblick auf die Toxizität durchgeführt werden.
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27.01.2010
Ruhen der Zulassung - Pulmax® 200 µg Pulver zur Inhalation
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat am 15. Januar 2010 das befristete Ruhen der Zulassung von Pulmax® 200 µg angeordnet. Pulmax® 200 µg darf deshalb ab sofort nicht mehr in den Verkehr gebracht und verordnet werden. Alle Chargen zu Pulmax® 200 µg (PZN 4887922, 0799859), die sich noch im Markt befinden werden zurückgerufen.
Andere Budesonid-haltige Arzneimittel sind von diesem Rückruf <u>nicht</u> betroffen.
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25.01.2010
Rote-Hand-Brief: Ruhen der Marktzulassung für Reductil® (Wirkstoff: Sibutramin) wegen eines erhöhten kardiovaskulären Risikos
Abbott informiert die medizinischen Fachkreise über die Aussetzung der Marktzulassungen für Arzneimittel mit dem Wirkstoff Sibutramin in der Europäischen Union (EU).
Sibutramin ist zur adjuvanten Therapie im Rahmen eines Gewichtsmanagementprogramms bei der Behandlung von Adipositas angezeigt.
Auf Basis der Ergebnisse der sog. SCOUT-Studie (Sibutramine Cardiovascular OUTcomes Trial) zog der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der europäischen Arzneimittelagentur (EMA) den Schluss, dass das Nutzen-Risiko-Verhältnis von Sibutramin nicht mehr positiv ist.
Der Ausschuss hat deshalb die Empfehlung ausgesprochen, dass alle Marktzulassungen für Arzneimittel mit dem Wirkstoff Sibutramin innerhalb der EU ausgesetzt werden sollen.
Abbott empfiehlt daher, dass Sibutramin nicht mehr verordnet und die Behandlung von Patienten, die derzeit Sibutramin einnehmen, überprüft werden sollte.
Apotheker sollen Sibutramin-haltige Arzneimittel nicht mehr abgeben.
Patienten, die zur Zeit mit Sibutramin behandelt werden, wird geraten, einen Termin mit ihrem Arzt zu vereinbaren, um mit ihm alternative Wege zur Gewichtsabnahme zu besprechen. Patienten, die die Behandlung beenden möchten, bevor sie mit ihrem Arzt gesprochen haben, können das jederzeit tun.
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21.01.2010
Sibutramin-haltige Arzneimittel - EMA empfiehlt das Ruhen der Zulassungen
Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hat empfohlen, dass in den Mitgliedstaaten der EU das Ruhen der Zulassung für Sibutramin-haltige Arzneimittel angeordnet wird. Demzufolge werden Sibutramin-haltige Arzneimittel auch in Deutschland nicht mehr für die Behandlung eines ernährungsbedingten Übergewichtes zur Verfügung stehen. Die EMA reagierte auf das Gutachten, das der Wissenschaftliche Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) auf seiner Sitzung im Januar 2010 abgegeben hat.
Sibutramin-haltige Präparate wurden erstmals 1999 zur Behandlung des ernährungsbedingten Übergewichtes im Rahmen eines umfassenden Programms zur Gewichtsreduktion zugelassen.
Der CHMP bewertete die neuen Ergebnisse der SCOUT (Sibutramin Cardiovascular Outcome Trial) Studie, in der Patienten mit Übergewicht und zusätzlichen Risikofaktoren für die Auslösung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über einen Zeitraum von etwa fünf Jahren mit Sibutramin oder einem Placebo behandelt wurden.
Die Studienergebnisse zeigten, dass für übergewichtige Patienten mit zusätzlichen Risikofaktoren die Einnahme von Sibutramin mit einem erhöhten Risiko für das Auftreten von schwerwiegenden kardiovaskulären Ereignissen, wie z. B. Herzinfarkt oder Schlaganfall, verbunden ist. Außerdem ergab die Studie, dass die erzielte Gewichtsabnahme verhältnismäßig gering ist und nicht dazu beiträgt, das mit einem Übergewicht verbundene Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken.
Der CHMP bewertete diese Studienergebnisse sowie die Erfahrungen aus der bisherigen Anwendung Sibutramin-haltiger Arzneimittel und beteiligte Experten in der Behandlung von Stoffwechselkrankheiten und Übergewicht an der Entscheidung.
Patienten, die zur Zeit Sibutramin-haltige Arzneimittel einnehmen, wird empfohlen, den behandelnden Arzt aufzusuchen, auch dazu um festzulegen, welche Maßnahmen zur Verminderung des Körpergewichtes fortgeführt werden sollten.
Patienten könne aber auch ohne ärztliche Beratung und zu jeder Zeit die Einnahme Sibutramin-haltiger Arzneimittel beenden.
Die deutsche Zulassungsbehörde (BfArM) empfiehlt Ärzten, Sibutramin-haltige Arzneimittel nicht mehr zu verordnen. Apotheker sollen derartige Präparate nicht mehr für die Selbstmedikation abgeben.
Quelle:
EMA, BfArM
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18.01.2010
Stufenplanverfahren: Photosensibilisierung durch lokal angewendetes Ketoprofen
Die Europäische und die deutsche Zulassungsbehörde wollen das Sicherheitsprofil von lokal zu applizierenden Präparaten mit dem Ketoprofen prüfen. Das aktuell eingeleitete Stufenplanverfahren nach Art. 107 der RL 2001/83/EG basiert auf einem Bericht der französischen Arzneimittelbehörde Afssaps über photosensitive Reaktionen.
In den Fachinformationen wird die Hautreaktion bereits als Nebenwirkungen angegebenen: "Selten kommt es zu erhöhter Photosensibilisierung mit im allgemeinen reversiblen photoallergischen oder phototoxischen Reaktionen mit Erythem, Pruritus, Bläschenbildung oder lichenoiden Veränderungen. Bei Auftreten der Nebenwirkung ist das Präparat abzusetzen."
Die betroffenen Hersteller von ketoprofenhaltigen Topika haben nun ein Schreiben der EMA erhalten um zum Bericht der Afssaps Stellung nehmen zu können.
In Deutschland sind einige betroffene Präparate auf dem Markt, u.a. Advel® Schmerzgel 2,5%, Dolormin® Schmerzgel mit Ketoprofen 2,5%, Effekton® Gel mit Ketoprofen, Phardol® Schmerzgel, Reparil® Schmerzgel sowie Togal® Mobil Gel Ketoprofen.
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11.01.2010
Rituximab beeinflusst Grippeschutzimpfung
Nach einer Behandlung mit Rituximab besteht das Risiko, dass eine Grippeschutzimpfung unwirksam bleibt. Nach einer Studie in Arthritis & Rheumatism (2010; 62: 75-81 / http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20039396 ) kann es mehrere Monate dauern, bis das Immunsystem wieder in der Lage ist, protektive Antikörper in ausreichender Menge zu bilden.
Da Rheumatiker vermehrt infektanfällig sind, ist eine jährliche Grippeschutzimpfung sinnvoll. Es ist aber dabei zu beachten, dass der Impfschutz jedoch nur erzielt wird, wenn die Plasmazellen in der Lage sind, neue Antikörper zu bilden. Dies wird allerdings durch Rituximab beeinträchtigt.
Rituximab blockiert die Aktivierung von B-Zellen, zu denen auch die antikörperbildenden Plasmazellen zählen. Der Hersteller empfiehlt deshalb alle notwendigen Impfungen vier Wochen vor Beginn einer Therapie mit Rituximab abzuschließen.
Bei einer Grippeschutzimpfung ist dies aber oft nicht durchführbar.
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07.01.2010
Kardiovaskuläre Ereignisse unter Sibutramin-Einnahme
Die europäische Arzneimittelbehörde EMA bewertet das Sicherheitsprofil des Appetitzüglers Sibutramin (Reductil®) neu. Entgegen der Hoffung, Sibutramin würde das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte bei übergewichtigen Personen senken, deuten neue Studiendaten darauf hin, dass Sibutramin die Rate an kardiovaskulären Ereignissen erhöht. Dies ergab eine Auswertung der SCOUT-Studie, an der rund 10.000 Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko über sechs Jahre teilnahmen.
Laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hatte der überwiegende Teil der teilnehmenden Patienten bereits einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten, was eine Kontraindikation für die Einnahme von Sibutramin darstellt.
Die Arzneimittelbehörden weisen daher erneut darauf hin, dass Kontraindikationen wie koronare Herzkrankheit, Herzinsuffizienz oder Schlaganfälle unbedingt zu beachten sind. Entsprechend gefährdete Patienten sollten bis auf Weiteres Sibutramin nicht einnehmen.
Die europäische Arzneimittelbehörde EMA will in Kürze ein neues Gutachten vorlegen.
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04.01.2010
Falsche Deklaration bei Lysthenon 1 % und 2 %
Falsche Deklaration bei Lysthenon 1 % und 2 %
(PZN 2397964, 2397987, 1999572, 1199647)
In der kombinierten Fach- und Gebrauchsinformation ist angegeben: «1 Ampulle zu 2 ml enthält 55 mg (1 %) bzw. 110 mg (2 %) Suxamethoniumchlorid x 2 H2O».
Korrekt muss diese Angabe lauten: «1 Ampulle zu 5 ml enthält 55 mg (bzw. 110 mg) Suxamethoniumchlorid x 2 H2O».
Das Muskelrelaxans wird unterdosiert, wenn die Dosis nach der fehlerhaften Angabe ermittelt wird. Betroffen sind die Chargen 10494551, 10495116, 10502598, 10502601, 10502602, 10513657, 10513659, 10521512 und 10521515.
Lysthenon 1 % und 2 % wird vorübergehend nicht ausgeliefert. Die Beschriftungen der Ampullen und Faltschachteln sind korrekt. Die korrekte Fachinformation finden Sie auch in der beigefügten pdf.-Datei.
Vorhandene Ware kann unter Beachtung der korrekten Dosierung weiter verwendet werden. Ein Umtausch gegen korrekt deklarierte Ware ist ab Februar 2010 vorgesehen. Lysthenon 5 % Injektionslösung ist nicht betroffen.
Rückfragen können unter der Telefonnummer 0800 2 956666 an die Nycomed Deutschland GmbH gerichtet werden
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17.12.2009
Antipsychotika: Thromboembolie-Risiko; zusätzlich erhöhtes Mortalitätsrisiko für Demenzpatienten durch konventionelle Antipsychotika
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hält es für erforderlich, die Produktinformationen aller Antipsychotika in den Abschnitten „Warnhinweise“ und „Nebenwirkungen“ zu ergänzen. Die Risiken konventioneller Antipsychotika hinsichtlich Mortalität bei Demenzpatienten und für das Auftreten von venösen Thromboembolien (VTE) sowie für das Auftreten von cerebrovaskulären Ereignissen bei Anwendung aller Antipsychotika (konventioneller und atypischer) wurden in der EU neu bewertet. Pharmazeutische Unternehmer erhalten im Rahmen einer schriftlichen Anhörung nach dem Stufenplan, Stufe II, Gelegenheit zur Stellungnahme.
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15.12.2009
Rote-Hand-Brief: Rückruf von Fluorescein Alcon 10%
Alcon Pharma ruft Fluorescein Alcon 10 %* in den Chargen 160621F bis 165639 F, die am Ende des Herstellungsprozesses endsterilisiert worden sind. Grund für diese Maßnahme sind Nebenwirkungen, auf die bereits Anfang November in einem Rote-Hand-Brief hingewiesen wurde.
Bis auf weiteres wird Fluorescein Alcon 10% in Deutschland nicht verfügbar sein.
Es kann aber das aseptisch hergestellte Präparat FluoresciteTM 10% aus den USA importiert werden. Für die Bestellung aus den USA benötigen die Apotheken jedoch eine ärztliche Verordnung.
Auf diesem Weg können die für den Praxis- und Klinikbedarf üblichen Mengen bestellt werden. Alcon kann Apotheken in Deutschland direkt aus dem Zolllager beliefern, so dass es zu keinem Lieferengpass kokmmen wird.
Auch in Deutschland soll in Zukunft wieder das aseptisch abgefüllte Präparat in den Handel kommen. Eine entsprechende EU-Genehmigung steht dafür noch aus.
*Fluorescein wird zur Darstellung des Augenhintergrunds, der sog. Fluoreszenzangiographie, verwendet.
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09.12.2009
BfArM: Stufenplanverfahren für Homöopathika mit Haselwurz
Die deutsche Zulassungsbehörde (BfArM) plant, fünf homöopathischen Arzneimitteln mit Haselwurz (Asarum europaeum) die Zulassung beziehungsweise Registrierung zu entziehen. Aufgrund des hohen toxischen Potenzials der in der Droge enthaltenen Aristolochiasäure werde die Festlegung der Potenzstufe D11 als Grenzpotenz für homöopathische Arzneimittel für erforderlich gehalten, teilte das BfArM mit.
Die Aristolochiasäure ist das Hauptalkaloid der Aristolochia-Arten. Bei in-vivo- und in-vitro-Tests erwies sich sich die Substanz als genotoxisch. Neben der nachgewiesenen kanzerogenen Wirkung bei Tieren sprechen dem BfArM zufolge auch einige Belege für eine tumorauslösende Wirkung im Harnleiter bei Menschen.
Bereits seit 1981 läuft beim BfArM ein Stufenplanverfahren, das sich bisher jedoch nur auf die Pflanzen der Gattung Aristolochia bezog. In der Zwischenzeit wurde die Aristolochiasäure den Angaben zufolge jedoch auch in Urtinkturen von Pflanzen anderer Gattungen der gleichen Familie nachgewiesen, unter anderem bei Asarum europaeum. Das BfArM stuft nun alle Arzneimittel, die unter Verwendung von Pflanzen der Familie der Aristolochiaceae (Osterluzeigewächse) hergestellt werden, bis einschließlich der 10. Dezimalpotenz als bedenklich ein.
Betroffen sind den Angaben zufolge die Zulassungen der Präparate Monoplex® 9 (Pflüger), Xanthoxylon® N Oligoplex (Madaus), Antimigren® (Pascoe) sowie die Registrierungen der Produkte WigaCim® (Kattwiga) und 165 Inula Komplex (Nestmann). Die Mittel enthalten Asarum europaeum in den Verdünnungen D4 bis D5.
Aktuell sind die folgenden Präparate auf dem Markt erhältlich:
• Antimigren®
• WigaCim®
• 165 Inula Komplex
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09.12.2009
Mitteilung der Firma Novartis: „Keine Leberschäden durch Voltaren® Schmerzgel“
Anlässlich eines Healthcare Professional Letters der FDA von Freitag, dem 4. Dezember 2009, weist die Firma Novartis, Herstellerin von Voltaren® Schmerzgel darauf hin, dass unter Anwendung des Gels bislang noch nie Leberschäden oder schwere hepatische Reaktionen gemeldet worden sind. In den USA muss im Rahmen einer Harmonisierung der Fachinformationen, anders als in Deutschland, auch bei topischen Diclofenac-Zubereitungen auf die Möglichkeit von Leberschäden verwiesen werden.
Novartis betont, dass Voltaren®-Schmerzgel seit 20 Jahren als lokale Schmerztherapie in Deutschland angewendet wird. Bei topischer Anwendung wirke es gezielt lokal und konzentriere sich im entzündlichen Gewebe. Nur etwa 6% des enthaltenen Diclofenacs würden resorbiert. Die Anpassung der Fachinformation von Diclofenac-Gel in den USA basiere auf einer Harmonisierung der Fachinformationen, ausgehend von Daten, die mit hochdosiertem systemisch angewendeten Diclofenac gewonnen worden seien. Die FDA, so Novartis, bewerte die topischen Diclofenac-haltigen Präparate ebenso wie die dort zugelassenen systemisch angewendeten verschreibungspflichtigen Präparate, da in den USA bisher nur sehr wenige Erfahrungen zur topischen Darreichungsform vorliegen würden. Zusammenfassend sei nicht zu erwarten, dass bei bestimmungsgemäßer Anwendung von Voltaren® Schmerzgel Leberschäden auftreten können.
In den Fachinformationen von Voltaren® Schmerzgel wird jedoch darauf hingewiesen, dass bei großflächiger Anwendung über einen längeren Zeitraum mit systemischen Nebenwirkungen zu rechnen ist, wie sie unter Umständen nach systemischer Anwendung Diclofenac-haltiger Arzneimittel auftreten können.
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08.12.2009
alli® (Orlistat 60 mg Kapseln) Zusätzliche Warnhinweise, Wechselwirkungen und Nebenwirkungen
GlaxoSmithKline Consumer Healthcare GmbH & Co. KG informiert in Abstimmung mit der EMEA (Informationsschreiben vom 4. Dezember 2009) darüber, dass zusätzliche Warnhinweise und Nebenwirkungen sowohl in der Fach- als auch der Gebrauchsinformation von alli® (Orlistat 60 mg Kapseln)aufgenommen werden:
1. Warnhinweise
Oxalat-Nephropathie
Patienten mit einer Nierenerkrankung sollten vor Beginn der Therapie mit alli einen Arzt befragen, da die Einnahme von Orlistat in seltenen Fällen mit Hyperoxalurie und Oxalat-Nephropathie verbunden sein kann.
2. Wechselwirkungen
Wechselwirkung mit Levothyroxin
Patienten, die Levothyroxin einnehmen, sollten vor Beginn der Therapie einen Arzt befragen, da es bei gleichzeitiger Einnahme von Levothyroxin und Orlistat in seltenen Fällen zu Hypothyroidismus und/oder einer verminderten Kontrolle des Hypothyroidismus kommen kann. Dies könnte mit einer verminderten Resorption von Jodsalzen und/oder Levothyroxin zusammenhängen. Orlistat und Levothyroxin sollten möglicherweise zu unterschiedlichen Zeiten eingenommen werden. Eventuell muss die Dosierung von Levothyroxin angepasst werden.
Wechselwirkung mit antiepileptischen Arzneimitteln
Patienten, die antiepileptische Arzneimittel einnehmen, sollten vor Beginn der Therapie mit Orlistat einen Arzt befragen, da es bei Patienten, die gleichzeitig mit Orlistat und antiepileptischen Arzneimitteln, wie zum Beispiel Valproinsäure oder Lamotrigin behandelt wurden, Konvulsionen berichtet wurden. Ein Kausalzusammenhang in Folge einer Wechselwirkung kann nicht ausgeschlossen werden. Orlistat verringert möglicherweise die Resorption antiepileptischer Arzneimittel, was zu Konvulsionen führen kann.
3. Nebenwirkungen
Pankreatitis
Pankreatitis wurde bei einigen Patienten beobachtet und daher in die Liste der Nebenwirkungen aufgenommen.
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07.12.2009
FDA weist auf lebertoxische Effekte bei der Therapie mit Diclofenac-Natrium 1% als Gel zur topischen Anwendung hin
Die amerikanische Zulassungsbehörde informiert Ärzte, dass bei der längerfristigen topischen Anwendung von Diclofenac-Natrium Gel, die Leberwerte überprüft werden sollten.
Es wurde über Wirkstoff induzierte heptotoxische Nebenwirkungen berichtet, die insbesondere in den ersten Monaten nach der Anwendung von Diclofenac-Natrium Gel auftreten. Grundsätzlich können diese Effekte zu jeder Zeit während der Behandlung auftreten.
In Anwendungsbeobachtungen wurde über folgende unerwünschte Nebenwirkungen berichet:
• schwerwiegende Leberschädigungen
• Lebernekrosen
• Ikterus
• Hepatits mit und ohne Ikterus
• Leberversagen
Einige dieser unerwünschten Nebenwirkungen endeten tödlich oder machten eine Lebertransplantation erforderlich.
Ärzte sollten deshalb während der Langzeittherapie mit Diclofenac-Natrium die Transaminasen regelmäßig (alle 4 bis 8 Wochen) überprüfen.
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01.12.2009
Ruhen der Zulassung für Pulmax® von Teva
Die deutsche Zulassungsbehörde (BfArM) hat ein Ruhen der Zulassung des Inhalationsarzneimittels Pulmax® (Wirkstoff: Budesonid) angeordnet. In einem Schreiben an den Hersteller (siehe Anhang) ruht die Zulassung für 18 Monate. In diesem Zeitraum kann Teva die Unterlagen nachreichen um die Bedenken der Zulassungsbehörden auszuräumen.
Das Vorgehen des BfArM beruht auf einem Beschluss der Europäischen Arzneimittelagentur EMEA . Vor mehr als einem Jahr hat Teva hatte die europaweite Zulassung des zu Pulmax® äquivalenten Pulairmax® über das so genannte Verfahren der gegenseitigen Anerkennung (Mutual Recognition Procedure, MRP) angestrebt. Die EMEA hatte den Antrag allerdings aus Gründen einer „potenziellen schwerwiegenden Gefahr für die öffentliche Gesundheit“ negativ beschieden.
Pulairmax® ist in Hinblick auf Wirksamkeit und Sicherheit nicht äquivalent zu dem Referenzprodukt Pulmicort® Turbohaler von AstraZeneca, so die wissenschaftliche Begründung. Außerdem ist das Nutzen-Schaden-Verhältnis im Vergleich zum Referenzprodukt unbekannt.
Nach dem Bescheid der EMEA hatte die EU-Kommission die Mitgliedstaaten aufgefordert, bestehende Zulassungen für dieses Arzneimittel ruhen zu lassen oder Zulassungsanträge abzulehnen. In Deutschland ist davon das Präparat Pulmax® betroffen, das bereits 1997 über ein nationales Verfahren in Deutschland zugelassen worden war.
Andere Arzneimittel, die den Wirkstoff Budesonid enthalten sind von dieser Maßnahme nicht betroffen und können als Alternative verordnet werden.
Weitere Informationen zu den Maßnahmen des BfArM finden Sie unter diesem Link: http://www.bfarm.de/cln_012/nn_1160684/DE/Pharmakovigilanz/stufenplanverf/Liste/stp-pulmax.html__nnn=true
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01.12.2009
HIV-Therapie: WHO rät von Aids-Medikament ab
Das AIDS-Medikament Zerit® (Wirkstoff: Stavudin) soll möglicherweise weltweit nicht mehr zum Einsatz kommen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO rät in einer aktuellen Empfehlung zum Welt-Aids-Tag 2009, den nukleosidischen Reverse-Trankriptase-Hemmer auf Grund von irreversiblen Nebenwirkungen nach und nach nicht mehr anzuwenden (siehe Anhang).
Wegen der geringen Kosten und der guten Verfügbarkeit wird das Medikament vor allem in Entwicklungsländern zur First-Line-Therapie verwendet, so die WHO. Von den weltweit rund vier Millionen HIV-positiven Menschen, die mit antiretroviralen Arzneimitteln behandelt werden, würden etwa die Hälfte Kombinationen mit Stavudin einnehmen.
Weniger toxische Alternativen sind Retrovir® (Wirkstoff: Zidovudin) und Viread® (Wirkstoff: Tenofovir). Bei der Anwendung von Zerit® kann es unter anderem zu peripheren Neurapathien und zu einer Umverteilung des Fettgewebes, der so genannten Lipodystrophie, kommen.
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24.11.2009
Empfehlungen der europäischen Arzneimittelbehörde (EMEA) zur Minimierung des Risikos von nephrogener systemischer Fibrose (NSF) durch Gadolinium-haltige Kontrastmittel
Die nephrogene systemische Fibrose ist eine seltene, schwerwiegende und teilweise lebensbedrohliche Erkrankung, die mit der Bildung von Bindegewebe in Haut, Gelenken, Muskeln und inneren Organen einhergeht. Sie kann bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion in Folge der Verabreichung von Gadolinium(Gd)-haltigen Kontrastmitteln bei Magnet-Resonanz-Tomographien (MRT) auftreten.
Die EMEA hat jetzt Empfehlungen zur Minimierung des Risikos von NSF in einer Pressemitteilung veröffentlicht. Unter anderem wurden die zugelassenen Gd-haltigen Kontrastmittel entsprechend ihres Risikos in drei Gruppen (high-, medium- und low-risk) eingeteilt. Für Patientengruppen mit einem erhöhten Risiko für NSF (eingeschränkte Nierenfunktion, Neugeborene bis zu einem Alter von vier Wochen, Patienten vor oder nach einer Lebertransplantation) sowie für Stillende werden spezifische Anwendungsmodalitäten bzw. Warnhinweise in Abhängigkeit von der oben genannten Eingruppierung des eingesetzten Kontrastmittels empfohlen. Grundsätzlich sollte bei Patienten vor Gabe eines Gd-haltigen Kontrastmittels eine Laboruntersuchung der Nierenfunktion durchgeführt werden.
In die Fach- und Gebrauchsinformationen aller Gd-haltigen Kontrastmittel soll aufgenommen werden:
• dass ältere Patienten aufgrund ihrer Nierenfunktion ein besonderes Risiko für eine NSF haben können,
• dass der Nutzen einer Hämodialyse bei bislang nicht dialysepflichtigen Patienten zur Prävention oder Behandlung der NSF nicht belegt ist,
• dass bei allen Patienten das eingesetzte Kontrastmittel und die Dosis dokumentiert werden sollen.
Die EMEA empfiehlt außerdem, dass weitere Studien zum langfristigen Verbleib von Gadolinium in menschlichen Geweben durchgeführt werden sollen. Weitere Informationen finden sich auch in Questions & Answers (siehe Anlage) der EMEA.
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23.11.2009
FDA weist auf erhöhtes Risiko von kardiovaskulären Ereignissen bei der Einnahme von Sibutramin hin
Die U.S.-amerikanische Zulassungsbehörde FDA weist auf ein möglicherweise erhöhtes Risiko für das Auftreten von kardiovaskulären Ereignissen bei der Einnahme von Sibutramin hin. In Deutschland ist Sibutramin als Fertigarzenimittel unter der Bezeichnung Reductil®Hartkapseln (10mg und 15 mg Sibutramin) von Abbott GmbH & Co. KG auf dem Markt.
Die FDA bezieht sich dabei auf eine Studie, die die europäische Zulassungsbehörde EMEA zusammen mit dem Hersteller (SCOUT-Studie - Sibutramine Cardiovascular OUTcome Trial) durchgeführt hat. Dabei wurden 10.742 übergewichtige Patienten und Patienten mit Fettsucht, die ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen haben, untersucht.
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20.11.2009
Reversibles Kaposi-Sarkom unter Fumaderm®-assoziierter Lymphozytopenie
Der AkdÄ wurde der Fall eines 62-jährigen Patienten gemeldet, der wegen einer seit über 35 Jahren bestehenden Psoriasis mit Gelenkbeschwerden ab März 2006 mit Fumaderm® behandelt wurde (AkdÄ-Fall Nr. 148377). Vorausgegangen waren neben lokalen Therapien systemische Behandlungen mit Methotrexat und Etretinat (Tigason®, außer Handel), die jeweils aufgrund unerwünschter Arzneimittelwirkungen beendet wurden. Unter der Therapie mit Fumaderm® heilte die Psoriasis komplett ab, sodass die Gabe auf eine Erhaltungsdosis von einer Tablette pro Tag (empfohlene Tageshöchstdosis: sechs Tabletten) reduziert werden konnte. Bei dem Patienten entwickelte sich im Laufe der Behandlung eine Lymphozytopenie mit einer minimalen Lymphozytenzahl von etwa 500/µl (Referenzbereich 1400 bis 3700/µl). Die Leukozytenzahl war durchgängig im unteren Normbereich. Im April 2008 fielen im Bereich des Ohrläppchens mehrere livide Papeln auf, die zur diagnostischen Klärung biopsiert wurden. Immunhistologisch konnte ein Kaposi-Sarkom mit Nachweis von humanem Herpesvirus Typ 8 gesichert werden. Eine HIV-Infektion wurde ausgeschlossen. In der bildgebenden und endoskopischen Diagnostik ergaben sich keine Hinweise auf eine Metastasierung. Fumaderm® wurde abgesetzt, und die Kaposi-Sarkome bildeten sich ohne weitere Therapiemaßnahmen zurück.
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17.11.2009
BfArM: Widerruf der Zulassungen Bufexamac-haltiger Arzneimittel angekündigt
Das BfArM hat im Rahmen des Stufenplanes (Stufe II) den Widerruf der Zulassungen für Bufexamac-haltige Arzneimittel sowohl für die dermatologischen als auch für die proktologischen Indikationen angekündigt. Die betroffenen pharmazeutischen Unternehmer haben 8 Wochen Gelegenheit zur Stellungnahme.
In der ausführlichen Begründung führt das BfArM unter anderem aus: Das Stufenplanverfahren (Stufe I) war auf Grund vieler Meldungen über kontaktallergische Reaktionen im September 2002 eingeleitet worden. In einer Studie zeigten von circa 40.000 epikutan getesteten Patienten 1,4 Prozent eine Sensibilisierung. Die Sensibilisierungsrate lag damit höher als die der ebenfalls getesteten Lokalkortikoide, der therapeutischen Alternative. Folgende Faktoren erhöhen das Risiko für eine Sensibilisierung auf Bufexamac: anogenitale Ekzemlokalisation, Vorliegen weiterer Sensibilisierungen, atopische Dermatitis, Ekzem der Beine, weibliches Geschlecht sowie geographische Faktoren.
In der UAW-Datenbank des BfArM liegen 445 Meldungen zu Bufexamac-haltigen Arzneimitteln vor. Überwiegend wurden unerwünschte Wirkungen an der Haut berichtet, vielfach auch Reaktionen des Immunsystems. Kontaktdermatitiden wurden in 188 Fällen gemeldet. Dabei kam es häufig zu massiven, generalisierten Reaktionen, die teilweise eine systemische Behandlung mit Glukokortikoiden oder eine Hospitalisierung erforderten.
In mehreren europäischen Ländern wurden bereits regulatorische Konsequenzen gezogen: In Frankreich wurden Bufexamac-haltige Arzneimittel 2004 verschreibungspflichtig. In den Niederlanden haben sie ihren Status als zugelassene Arzneimittel 2007 verloren. In Österreich ist Bufexamac rezeptpflichtig, ausgenommen für die äußerliche Anwendung gegen Schmerzen und Schwellungen nach stumpfen Verletzungen, Muskelverspannungen und Hexenschuss. In vielen EU-Mitgliedstaaten sind Bufexamac-haltige Arzneimittel nicht auf dem Markt.
Nach Prüfung aller vorgelegten Unterlagen sowie aktueller Publikationen kommt das BfArM zu der Auffassung, dass nach dem aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft die Wirksamkeit Bufexamac-haltiger Arzneimittel in den beanspruchten Indikationen als nicht ausreichend belegt anzusehen sei. Bei der Mehrzahl der verfügbaren Studien handele es sich um ältere, nicht kontrollierte Studien. Die wenigen kontrollierten Studien zeigten bei oft erheblichen methodischen Mängeln zum Teil widersprüchliche Ergebnisse sowohl hinsichtlich der dermatologischen als auch hinsichtlich der proktologischen Indikationen. Während in einigen Studien eine vergleichbare Wirksamkeit für Bufexamac und die untersuchten Lokalkortikoide beschrieben worden sei, habe in anderen Studien keine bessere Wirksamkeit im Vergleich mit Placebo festgestellt werden können.
Als weniger weitgehende Maßnahme wird in der Begründung die Aufnahme zusätzlicher Gegenanzeigen (zum Beispiel kontaktallergische Reaktionen in der Anamnese, atopische Dermatitis) diskutiert. Die Behandlungsalternativen bei den verschiedenen Indikationen werden im Vergleich zu Bufexamac bewertet. Insgesamt kommt das BfArM aber zu der Einschätzung, dass nach dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse und unter Berücksichtigung der therapeutischen Alternativen Bufexamac-haltige Arzneimittel sowohl in der Ekzemtherapie als auch in den proktologischen Indikationen schädliche Wirkungen haben, die über ein nach den Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft vertretbares Maß hinausgehen.
Das BfArM wird nun die Stellungnahmen der pharmazeutischen Unternehmer abwarten, diese prüfen und dann über die definitiven Maßnahmen entscheiden.
Literatur
Schreiben des BfArM an die pharmazeutischen Unternehmer und Stufenplanbeteiligten vom 13. November 2009: Bufexamac – kontaktallergische Reaktionen. Negatives Nutzen-/Schaden-Verhältnis.
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16.11.2009
Herstellungsangaben für Pandemrix®-Impfstoff genau beachten!
Der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) sind zwei Fälle bekannt geworden, bei denen nach der Vermischung der beiden Komponenten des Pandemrix®-Impfstoffes (Suspension/Antigen mit Emulsion/Adjuvans) zur gebrauchsfertigen Mischung Fremdpartikel beobachtet wurden. Zur genauen Beurteilung hat die AMK veranlasst, dass diese Proben im Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker (ZL) untersucht werden.
Die AMK weist, in Abstimmung mit GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, München, darauf hin, dass die Anweisungen der Fach- beziehungsweise Gebrauchsinformation von Pandemrix® insbesondere zum Vermischen und zur Anwendung des Impfstoffes (Abschnitt 6.6 der Fachinformation (Stand September 2009) beziehungsweise abtrennbare Informationen des unteren Teiles der Gebrauchsinformation) genau eingehalten werden müssen.
Die AMK bittet, die Anwender von Pandemrix® besonders auf die folgenden Anweisungen für das Vermischen und die Anwendung des Impfstoffes hinzuweisen:
»Vor dem Vermischen der beiden Komponenten sollten die Suspension und die Emulsion Raumtemperatur erreicht haben, geschüttelt werden und per Augenschein auf etwaige Fremdpartikel und/oder physikalische Veränderungen untersucht werden. Falls solche beobachtet werden, ist der Impfstoff zu verwerfen.«
Nach Entnahme der beiden Komponenten aus dem Kühlschrank wird Raumtemperatur voraussichtlich nach 30 Minuten erreicht. Dieser Zeitraum der Erwärmung ist unter anderem notwendig, damit der Gummistopfen der Durchstechflasche elastischer wird und beim Einstechen der Kanüle keine Stopfenpartikel ausgestanzt werden.
Genaue Herstellungsinformationen finden Sie in der Fachinformation (Seite 6)
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10.11.2009
Rote-Hand-Brief zu Rituximab (MabThera®)
Die Firma Roche Pharma AG informiert in Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittelagentur (EMEA) durch einen Rote-Hand-Brief vom 9. November 2009 über das Auftreten einer progressiven multifokalen Leukenzephalopathie (PML) mit tödlichem Ausgang nach der Anwendung von MabThera® bei einem Patienten mit rheumatoider Arthritis, welcher zuvor keine Behandlung mit Methotrexat oder einem TNF-Antagonisten erhalten hatte. Dies ist der dritte Fall einer PML bei einem RA-Patienten unter MabThera®-Therapie. PML-Fälle wurden auch bei Patienten mit anderen Autoimmunerkrankungen, die mit diesem Präparat behandelt wurden, berichtet.
Rituximab in Kombination mit Methotrexat ist für die Behandlung erwachsener Patienten mit schwerer aktiver rheumatoider Arthritis angezeigt, die ungenügend auf andere krankheitsmodifizierende Antirheumatika (»disease modifying antirheumatic drugs« [DMARDs]) einschließlich einer oder mehrerer Therapien mit Tumornekrosefaktor(TNF)-Hemmern angesprochen oder diese nicht vertragen haben.
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03.11.2009
Progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML) unter Behandlung einer multiplen Sklerose mit Natalizumab (Tysabri®)
Der AkdÄ wurde der Fall einer 43-jährigen Patientin gemeldet, die seit zwei Jahren wegen einer multiplen Sklerose (MS) mit Natalizumab behandelt wurde. Mit neu aufgetretenen Sprachstörungen und einer Störung der Feinmotorik des rechten Arms wurde sie unter dem Verdacht auf einen akuten Schub der MS stationär aufgenommen. Als Ursache der neu aufgetretenen Beschwerden ließ sich jedoch anhand der ZNS-Läsionen im MRT und des Nachweises von JC-Virus-DNA im Liquor eine progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML) sichern. Zur Entfernung von Natalizumab aus dem Körper wurden Plasmapheresen durchgeführt. Die Patientin entwickelte Krampfanfälle, verschlechterte sich klinisch und wurde beatmungspflichtig. Nach einem insgesamt komplikationsreichen intensivmedizinischen Verlauf wurde die Patientin mit schweren neurologischen Defiziten in eine Rehabilitationseinrichtung verlegt
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03.11.2009
FDA Meldung: Byetta® - Risiko einer Einschränkung der Nierenfunktion
Die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA weist auf ein mögliches Risiko einer Einschränkung der Nierenfunktion durch Byetta® (Wirkstoff: Exenatide) hin.
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02.11.2009
Rote-Hand-Brief zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen von Fluorescein Alcon® 10 %
Fluorescein Alcon® ist ein Diagnostikum zur Angiographie des Augenhintergrunds. Der Hersteller weist auf unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) nach der Verabreichung hin, die zwar bekannt sind, jedoch in den vergangenen Monaten vermehrt gemeldet wurden. Zu diesen UAW gehören Übelkeit, Erbechen, Verlust des Bewusstseins, Kreislaufkollaps, Blutdruckentgleisung und anaphylaktischer Schock. Hinweise auf Qualitätsmängel des Produkts konnten nicht festgestellt werden.
Bei der Anwendung von Fluorescein Alcon® ist aufgrund dieser möglichen schweren UAW prinzipiell Vorsicht geboten und die in der Fachinformation aufgeführten Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen sind zu beachten. Besonders bei älteren Patienten mit Grunderkrankungen wie z. B. kardiovaskuläre Erkrankungen, Bluthochdruck und Diabetes mellitus sowie bei Patienten, die gleichzeitig mit mehreren Arzneimitteln behandelt werden, sollten Nutzen und Risiko einer Angiographie sorgfältig abgewogen werden.
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26.10.2009
Glaxo Smith Kline weist auf korrekte Handhabung von Relenza hin
Der Hersteller weist vor dem Hintergund eines Todesfalls aus Thailand darauf hin, dass das Pulver zur Inhalation nicht für den Einsatz in Verneblern oder mechanischen Beatmungsgeräten vorgesehen oder geeignet ist. Relenza sollte ausschließlich entsprechend der Fachinformation eingesetzt werden, unter Verwendung des Diskhalers, der mit dem Produkt bereitgestellt wird.
Ergänzung zur Meldung vom 12.10.2009 zur Handhabung von Relenza.
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26.10.2009
FDA warnt in Dear Doctor Letter vor Rituximab Nebenwirkung
Die amerikanische Gesundheitsbehörde und Genentech informieren die Ärzte über einen weiteren Fall von progressiver multifokaler Leukenzephalopathie (PML) während der Behandlung von rheumatoider Arthritis mit dem TNF-Antagonisten Rituximab (Rituxan®, in Deutschland MabThera®). Es handelt sich dabei um den ersten Patienten, der an PML erkrankte ohne vorher mit einem TNF-Antagonisten behandelt worden zu sein.
Rituximab steht im Verdacht mit einem erhöhten Risiko für den Patienten an PML zu erkranken.
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19.10.2009
Rote-Hand-Brief zu Toxisch epidermaler Nekrolyse (TEN) und Hautausschlag mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom) im Zusammenhang mit der Gabe von Intelence® (Etravirin)
Etravirin ist ein Nicht-nukleosidischer Reverse-Transkriptase-Hemmer (NNRTI). Es ist in Kombination mit einem geboosterten Protease-Inhibitor und anderen antiretroviralen Arzneimitteln zugelassen für die Behandlung von Infektionen mit HIV-1 bei antiretroviral vorbehandelten erwachsenen Patienten. In einem Rote-Hand-Brief wird jetzt informiert über Fälle von Toxisch epidermaler Nekrolyse (TEN), darunter ein Fall mit letalem Ausgang, sowie über Fälle von Hautausschlag mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (drug rash with eosinophilia and systemic symptoms: DRESS-Syndrom), die im Zusammenhang mit der Gabe von Etravirin aufgetreten sind. Bei Verdacht auf einen schweren Hautausschlag oder eine Überempfindlichkeitsreaktion muss Etravirin sofort abgesetzt werden.
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19.10.2009
Paracetamol stört möglicherweise die Immunantwort
Antipyretika beeinflussen möglicherweise die Immunreaktion. Denn prophylaktisch verabreichtes Paracetamol kann die Bildung von Antikörpern nach einer Impfung reduzieren und damit den Impferfolg negativ beeinflussen. Diese Studienergebnisse wurden kürzlich in „The Lancet“ von einem tschechischen Wissenschaftler-Team veröffentlicht.
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15.10.2009
Nortriptylin erhöht Suizidrisiko
Das Antidepressivum Nortriptylin fördert bei männlichen Patienten Selbstmordgedanken stärker als Escitalopram. Dies wurde in einer Studie von Wissenschaftlern des Kings College London festgestellt, die das Suizidverhalten von Männern erforscht haben, die mit einer der beiden Substanzen behandelt wurden.
Demzufolge hatten diejenigen Patienten, die in der Studie Nortriptylin erhalten haben, zehnmal häufiger an Suizid gedacht, als die mit Escitalopram behandelten Patienten.
Bei den weiblichen Studienteilnehmern wurde dieser Effekt nicht beobachtet.
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14.10.2009
Neue Influenza: Ständige Impfkommission (STIKO) legt Impfempfehlungen vor
Die beste Möglichkeit, sich gegen eine Infektion mit der Neuen Influenza A (H1N1) zu schützen, ist in Kürze (sobald ein Impfstoff verfügbar ist) die Impfung. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat jetzt ihre Empfehlungen zur Schutzimpfung gegen die Neue Influenza veröffentlicht. Sie empfiehlt diese Impfung zunächst für Medizinpersonal, chronisch Kranke und Schwangere. Diese Gruppen vorrangig zu impfen, hat auch die Weltgesundheitsorganisation empfohlen. Die STIKO weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Empfehlung bei einem dynamischen Infektionsgeschehen und einer sich ständig ändernden und verbreiternden Datenlage nicht statisch sein kann, sondern fortlaufend überprüft und gegebenenfalls angepasst werden wird.
Die STIKO weist darauf hin, dass grundsätzlich alle Bevölkerungsgruppen von der Impfung gegen die Neue Influenza A (H1N1) profitieren können. Da Personen der Risikogruppen besonders von der Impfung profitieren und erheblich zur Krankheitslast hinsichtlich schwerer und tödlicher Verläufe beitragen, sieht die STIKO deren Impfung als vordringlich an. Personen mit chronischen Grundkrankheiten (z.B. der Atemwege) und Schwangere haben ein mehrfach erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf gegenüber Personen ohne derartige Risikofaktoren. Die Immunisierung von medizinischem Personal und anderen Berufsgruppen mit Patientenkontakt schützt die Personen, die aufgrund ihrer Tätigkeit einem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt sind und engen Kontakt zu gefährdeten Gruppen haben.
Bisherige Daten und Analogieschlüsse sprechen gegen eine besondere Nebenwirkungsträchtigkeit der neuen Impfstoffe. Aber wie vor anderen Impfungen sollte auch bei der neuen Influenza-Impfung grundsätzlich eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung vorgenommen werden. Das gilt insbesondere für Schwangere. Informationen zu Impfstoffen sind auf der Internetseite des Paul-Ehrlich-Instituts zu finden (www.pei.de/schweinegrippe). Die Organisation der Impfung ist Aufgabe der Länder.
Das neue Virus ist ansteckender als die saisonalen Influenzaviren, und es könnte daher eine größere Zahl von Menschen als in einer saisonalen Welle betreffen. So könnten sich auch vergleichsweise geringe Anteile schwerer Erkrankungen zu einer großen Zahl schwerer Erkrankungen summieren. Im Durchschnitt gibt es jeden Winter in Deutschland geschätzte 8.000 bis 11.000 influenzabedingte Todesfälle, überwiegend ältere kranke Menschen. Für chronisch Kranke und Personen über 60 ist die Impfung gegen die saisonale Influenza daher seit langem empfohlen, ebenso für medizinisches Personal und Menschen mit viel Kontakt zu anderen.
Die Impfung gegen die Neue Influenza ist auch wegen der möglichen Resistenzentwicklungen gegen antivirale Medikamente bedeutsam.
Seit Ende Juni 2009 gab es aus mehreren Staaten Meldungen über einzelne Resistenzen gegen Oseltamivir. Das neue Virus hat auch das Potenzial, durch genetische Veränderungen seine krankmachende Wirkung zu verstärken.
Zur Verringerung des Infektionsrisikos sollten unverändert auch die persönlichen Hygienemaßnahmen - z.B. häufiges Händewaschen - beitragen, vor allem bei vielen Kontakten zu anderen (weitere Informationen siehe: www.wir-gegen-viren.de).
Weitere Informationen, u.a. zu häufig gestellten Fragen zum Impfen gegen pandemische und saisonale Influenza: www.rki.de/influenza und www.rki.de/impfen
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13.10.2009
Antidepressiva in der Schwangerschaft: SSRI begünstigen Frühgeburten
Selektive Serotonin Wiederaufnahmehemmer, sog. SSRI können Frühgeburten begünstigen und den klinischen Zustand von Neugeborenen verschlechtern. Das veröffentlichte eine dänische Forschergruppe von der Aarhus Universität in der Fachzeitschrift „Archives of Pediatrics & Adolescent Medicine“....
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12.10.2009
Informationen der FDA zur Handhabung von Relenza (Glaxo Smith Kline)
In den USA gab es ein Todesopfer nach einer nicht sachgemäßen Applikation von Relenza. Die US-amerikanische Zulassungsbehörde und der Hersteller weisen im nachfolgenden Schreiben darauf hin, dass Relenza, weder aufgelöst noch über einen sog. Vernebler appliziert werden darf. Der Wirkstoff Zanamivir darf ausschließlich in der gelieferten Darreichungsform (Diskhaler) appliziert werden.
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08.10.2009
Informationsbrief zu Tasigna® (Nilotinib)
Der Hersteller Novartis Pharma GmbH informiert gemäß den Zulassungsauflagen in Abstimmung mit dem Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Arzneimittelagentur (EMEA) und dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in einem Informationsbrief über wichtige neue Erkenntnisse zur sicheren Anwendung von Nilotinib.
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30.09.2009
Journal of Leucocyte Biology: HSA-Infusionen können Entzündungsstoffe enthalten
Schwerkranke Menschen, die an einer Blutvergiftung, Verbrennungen oder Blutverlust leiden, brauchen Flüssigkeitszufuhr durch Infusionen. Diese enthalten Humanes Serum Albumin (HSA) im menschlichen Blut. Die Arbeitsgruppe von Privatdozentin Angelika Bierhaus, Abteilung Innere Medizin I und Klinische Chemie am Universitätsklinikum Heidelberg, hat festgestellt, dass HSA-Infusionen Stoffe enthalten können, die Entzündungsreaktionen auslösen und im Tierexperiment zu einer erhöhten Sterblichkeit führen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass diese Infusionen auch beim Menschen lebensbedrohliche Entzündungsreaktionen hervorrufen können. Die Heidelberger Wissenschaftler fordern deshalb zusätzliche Qualitätskontrollen. Die Ergebnisse ihrer Untersuchungen sind online im "Journal of Leucocyte Biology" veröffentlicht.
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30.09.2009
Insulin Glargin: Sanofi will Krebsrisiko von Lantus® prüfen
Insulin Glargin: Sanofi will Krebsrisiko von Lantus® prüfen
Sanofi-Aventis hat angekündigt, das Krebsrisiko von Lantus® (Wirkstoff: Insulin Glargin) zu
überprüfen. Das langwirksame Analoginsulin war vor einigen Monaten in den Verdacht gekommen,
das Wachstum von Krebszellen zu begünstigen.
In den neuen Studien soll nun untersucht werden, ob es einen Zusammenhang zwischen Insulin
Glargin und einem erhöhten Krebsrisiko beziehungsweise Unterschiede zu anderen Insulinen gibt.
Das Studienprogramm soll laut Sanofi-Aventis in den kommenden Wochen beginnen.
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29.09.2009
Drospirenon: BfArM gibt Entwarnung
Das Kontrazeptivum Yaz® (Drosperinon, Ethinylestradiol) des Pharmaherstellers Bayer Schering weist nach Ansicht des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) kein höheres Thromboserisiko als andere orale hormonelle Verhütungsmittel auf. Das Risiko sei so hoch wie das der Pillen der 2. und 3. Generation mit niedrigem Östrogengehalt, sagte Dr. Ulrich Hagemann, Leiter der Pharmakovigilanzabteilung beim BfArM.
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28.09.2009
Swissmedic: Drospirenon Risiko wird überprüft
Die Schweizer Arzneimittelbehörde Swissmedic überprüft nach dem Tod einer 21-Jährigen alle Kontrazeptiva mit dem Wirkstoff Drospirenon. Die junge Frau war Mitte September an einer Lungenembolie gestorben – möglicherweise wegen der Einnahme der Pille Yaz® (Drosperinon, Ethinylestradiol), teilte ein Sprecher der Behörde mit
Voraussichtlich Ende Oktober will die Behörde über das Ergebnis der Prüfung informieren.
Yaz® wird von Bayer Schering hergestellt und hatte im Mai vergangenen Jahres die europaweite Zulassung erhalten.
Erst im Mai war in der Schweiz das Schwesterpräparat Yasmin® in die Schlagzeilen geraten: Ein junges Mädchen ist seit einer Lungenembolie, die nach Einnahme der Pille eingetreten sein soll, schwerbehindert. Bayer sicherte der Familie eine Entschädigung zu – betonte aber, es sei nicht erwiesen, dass die Embolie auf die Einnahme von Yasmin zurückzuführen sei.
Bayer erklärte, man nehme jede Meldung über mögliche Nebenwirkungen von Produkten „sehr ernst“ und kläre diese sorgfältig in enger Zusammenarbeit mit den Behörden. Dass Antibabypillen Thrombosen und Lungenembolien auslösen können, sei aber eine bekannte Komplikation. Die Wahrscheinlichkeit solcher Nebenwirkungen sei genauso hoch wie bei vergleichbaren Konkurrenzprodukten zur Empfängnisverhütung, teilte ein Unternehmenssprecher mit. „Das Sicherheitsprofil von Drospirenon-haltigen Pillen ist unverändert positiv“, hieß es in einer Mitteilung des Konzerns.
Swissmedic berichtet zwischen Anfang 2005 und Mitte April dieses Jahres über insgesamt 691 Meldungen zu vermuteten unerwünschten Nebenwirkungen hormoneller Kontrazeptiva eingegangen seien. Knapp 100 von ihnen hätten sich auf Thrombosen oder Embolien bezogen.
Das Gestagen Drospirenon ist unter anderem in den Kontrazeptiva Yaz®, Yasmin®, Yasminelle®, Aida® und Petibelle® enthalten. Studien holländischer und dänischer Forscher zeigten, dass Anti-Baby-Pillen mit Drospirenon das Risiko für Thrombosen stärker erhöhen als andere Präparate.
In den Niederlanden riet der Verband der Allgemeinmediziner schon im April 2002 davon ab, Yasmin® zu verschreiben. Zuvor war eine 17-Jährige an einer Venenthrombose gestorben, die die Pille verwendet hatte. Eine direkte Verbindung zwischen Wirkstoff und Todesfall sei zwar nicht nachweisbar, es habe aber europaweit noch etliche weitere Fälle von Thrombosen nach Yasmin®-Einnahme gegeben, hieß es zur Begründung.
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28.09.2009
Diabetes: Pankreatitis unter Sitagliptin-Therapie
Die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA weist auf ein erhöhtes Risiko für Bauchspeicheldrüsen-Entzündungen während der Einnahme des ntidiabetikums Sitagliptin hin. 88 Fälle wurden der FDA zwischen Oktober 2006 und Februar 2009 gemeldet, darunter zwei Fälle mit hämorrhagischer oder nekrotisierender Pankreatitis.
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28.09.2009
FDA untersucht die Sicherheit von Deferasirox (Exjade®)
Die US-amerikanische Arzneimittelagentur FDA untersucht derzeit Informationen zu unerwünschten Arzneimittel – Ereignissen bei Patienten, die mit Exjade behandelt werden. Diese Informationen lassen vermuten, dass Patienten mit einem myelodysplastischen Syndrom (MDS) einem größeren Risiko für Nebenwirkungen wie Nierenversagen, gastrointestinale Blutungen (auch fatal) und Tod ausgesetzt sind, im Gegensatz zu Patienten ohne MDS. Viele dieser Patienten waren älter als 60 Jahre und die berichteten Nebenwirkungen sind bei Patienten mit MDS nicht ungewöhnlich. Die Zahl der Todesfälle und schwerwiegenden unerwünschten Arzneimittel – Ereignisse ist bei jüngeren Patienten mit anderen Formen chronischer Anämie (z.B. Beta-Thalässemie und Sichelzellanämie) scheinbar geringer.
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25.09.2009
Lieferengpass Fabrazyme (Genzyme)
Die EMEA veröffentlicht dazu aktuelle Behandlungsempfehlungen, um eine ausreichende Versorgung der betroffenen Patienten sicher zu stellen.
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25.09.2009
Dear Doctor Letter zur Herstellung einer Tamiflu Suspension
Um Fehler bei der Anwendung des Grippemittels Tamiflu (Oseltamivir) bei Kindern zu vermeiden, hat der Hersteller Roche Ärzte und Apotheker in den USA auf die korrekte Dosierung seines Pulvers zur Herstellung einer Suspension hingewiesen. Denn anders als viele Trockensäfte, die als Dosierungsmaß Milliliter oder Teelöffel haben, wird die Tamiflu-Suspension in Milligramm abgemessen.
Der vom Hersteller mitgelieferte Messbecher verfügt über Markierungen für die Dosen 30, 45 und 60 Milligramm. Diese entsprechen Volumina von 2,5, 3,8 und 5 Millilitern. Die Milliliterangaben sind auf dem Becher allerdings nicht angegeben. Nach Angaben der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA ist es deshalb bei der Verordnung von Milliliter-Dosen zu fehlerhaften Anwendungen gekommen.
Roche empfahl den Ärzten daher, das Mittel in Milligramm zu verordnen. Bei einem Rezept mit Volumenangaben sollten die Apotheker den Eltern eine Spritze für die korrekte Dosierung mitgeben, so der Rat.
In Deutschland stellt sich das Problem derzeit nicht. Das Pulver zur Herstellung einer Suspension sei nach wie vor nicht lieferbar, bestätigte ein Roche-Sprecher gegenüber APOTHEKE ADHOC. Als Alternative zu den Kapseln stünden Rezepturen aus der Apotheke zur Verfügung. Da sich die auf diesem Wege angefertigten Lösungen in ihrer Konzentration allerdings von dem Fertigarzneimittel unterscheiden, muss bei ihrer Anwendung in jedem Fall nach Volumen dosiert werden.
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21.09.2009
TYSABRI®: Natalizumab begünstigt Hirninfekt
Das Immunsuppressivum Tysabri (Natalizumab) begünstigt offenbar eine lebensbedrohliche Infektion des Gehirns, die so genannte progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML). Rund die Hälfte der insgesamt 13 weltweiten Fälle sind nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins Spiegel in Deutschland aufgetreten. Die amerikanische Zulassungsbehörde FDA berichtet von vier Fällen in den USA.
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18.09.2009
FDA-Warnung: Auf Gewebeschäden nach Promethazin i.v. achten
Bei intravenöser Gabe von Promethazin muss mit schweren Gewebeschäden einschließlich einer
Gangrän gerechnet werden. Amputationen können notwendig werden. Die FDA will dieses Risiko
durch einen umrahmten Warnhinweis (Boxed Warning) ins Bewusstsein rücken.
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07.09.2009
AKdÄ Drug Safety Mail: Allopurinol ist die häufigste Ursache für Stevens-Johnson-Syndrom und Toxisch epidermale Nekrolyse in Europa und Israel
Das Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) und die Toxisch epidermale Nekrolyse (TEN, früher auch medikamentöses Lyell-Syndrom genannt) sind schwere Arzneimittelreaktionen an der Haut, die sehr selten auftreten, aber mit einer hohen Letalität einhergehen. Das EuroSCAR-Projekt ist eine multinationale Fall-Kontroll-Studie zu schweren Arzneimittelreaktionen an der Haut (SCAR: severe cutaneous adverse reactions). Die am häufigsten mit SJS/TEN assoziierten Arzneimittel waren Allopurinol, Carbamazepin, Cotrimoxazol, Nevirapin, Phenobarbital, Phenytoin und Lamotrigin.
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04.09.2009
Warnung vor illegalem Schlankheitsmittel „Ultra Effect“
Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) warnt vor der Einnahme des als „natürlich“ deklarierten Präparats „Ultra Effect“. Untersuchungen des LGL zeigten, dass das Produkt die beiden nicht deklarierten Wirkstoffe Sibutramin und Rimonabant enthält.
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03.09.2009
FDA MedWatch: Dear Healtcare Professional Letter regarding Myfortic (mycophenolic acid)
Novartis and FDA notified healthcare professionals that cases of Pure Red Cell Aplasia (PRCA) have been reported in patients treated with Myfortic. The WARNINGS and ADVERSE REACTIONS sections of the Myfortic Prescribing Information have been revised to reflect this new safety information.
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02.09.2009
FDA Warns of Increased Cancer Risk With TNF-Blockers in Children
The US Food and Drug Administration (FDA) ruled that Boxed Warnings on the labeling of the
tumor necrosis factor (TNF) blockers Remicade (infliximab), Humira (adalimumab), Cimzia
(certolizumab), Enbrel (etanercept), and Simponi (golimumab) be expanded to include a warning of
an increased risk for lymphoma and other cancers in children and adolescents taking these drugs.
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31.08.2009
Thromboserisiko bei kombinierten oralen Kontrazeptiva (KOK)
Aus Studien, überwiegend aus den 1990er Jahren, ist bereits bekannt, dass das VTE-Risiko durch die Art des Gestagens beeinflusst wird. So ist dieses Risiko bei KOK der so genannten dritten Generation (enthalten Desogestrel oder Gestoden als Gestagen) ungefähr doppelt so hoch wie bei KOK der so genannten zweiten Generation (enthalten Levonorgestrel als Gestagen).
Zwei jetzt publizierte Studien haben einerseits bestätigt, dass das VTE-Risiko für KOK der dritten Generation größer ist als das von KOK der zweiten Generation. Als neues Ergebnis wurde in beiden Studien aber auch festgestellt, dass das VTE-Risiko für KOK, die das Gestagen Drospirenon enthalten, ebenfalls höher ist als bei Anwendung von KOK der zweiten Generation.
Diese beiden aktuellen Studien werden zurzeit vom BfArM in Kooperation mit den Arzneimittelbehörden der anderen EU-Länder bewertet. Basierend auf dieser Bewertung wird über die Notwendigkeit weiterer Maßnahmen entschieden werden.
Das BfArM empfiehlt, bei der Verordnung und Anwendung von KOK die Angaben in den Produktinformationen, wie z.B. Gegenanzeigen für die Anwendung und Risikofaktoren für VTE, zu berücksichtigen.
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31.08.2009
BfArM Pharmakovigilanz:Hinweise zur korrekten indikationsabhängigen Dosierung von Methotrexat
Das BfArM bittet um dringende Beachtung einer korrekten indikationsabhängigen Dosierung und Anwendung von Methotrexat. Die pharmazeutischen Unternehmen werden aufgefordert, ihre Produktinformationen hinsichtlich Eindeutigkeit und Verständlichkeit zu überprüfen.
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28.08.2009
Tamoxifen fördert Zweittumor-Risiko
Der Estrogenantagonist Tamoxifen – zur adjuvanten Therapie des Mammakarzinoms zugelassen – kann die Entstehung von Zweittumoren fördern. Einer US-Studie zufolge ist bei längerer Anwendung des Wirkstoffs das Risiko für die Patientinnen, einen hormonunabhängigen Tumor zu entwickeln, um das Vierfache erhöht. Die Ergebnisse der Studie sind im Fachmagazin Cancer Research erschienen.
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27.08.2009
FDA MedWatch: Dear Healthcare Professional Letter regarding Intelence (etravirine)
Tibotec Therapeutics and FDA notified healthcare professionals of revisions to the WARNINGS AND PRECAUTIONS section of the prescribing information for Intelence (etravirine). There have been postmarketing reports of cases of Stevens-Johnson syndrome, toxic epidermal necrolysis and erythema multiforme, as well as hypersensitivity reactions characterized by rash, constitutional findings, and sometimes organ dysfunction, including hepatic failure. Intelence therapy should be immediately discontinued when signs and symptoms of severe skin or hypersensitivity reactions develop.
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27.08.2009
Pharmakogenetik: Gene beeinflussen die Wirkung von Clopidogrel
Einer aktuellen Studie zufolge können bis zu 30 % der Menschen den Clopidogrel nicht ausreichend in seine aktive Form überführen, da die Wirkung von Clopidogrel (Plavix®, Iscover®) von einer Variation des CYP2C19 Gens beeinflusst wird. Falls die Thrombozyten nicht genügend gehemmt werden sind Komplikationen möglich. Clopidogrel ist ein Prodrug, das unter anderem vom Leberenzym Cytochrom P450 CYP2C19 metabolisiert wird.
Im Fachmagazin JAMA (Journal of the American Medical Association) veröffentlichten Forscher eine Studie bei der mehr als 200 Patienten untersucht wurden, die nach einer Stent-Operation am Herzen mit Clopidogrel behandelt wurden. Bei Patienten mit Genvariation war das Risiko für einen Schlaganfall oder Herzinfarkt im Folgejahr der Operation etwa doppelt so hoch wie für Patienten ohne Genvariation.
Zusätzlich wurde die Clopidogrel-Wirkung an den Amischen untersucht. Die Menschen der Religionsgemeinschaft sind eine relativ homogene Gruppe, in der externe Einflussfaktoren auf Studienergebnisse recht gering sind. Die 400 Probanden nahmen 7 Tage lang Clopidogrel ein. Die Wissenschaftler bestimmten die Thrombozytenaggregation sowie den Genotyp des Leberenzyms und stellten fest, dass die Genvariation erblich ist.
Durch die Bestimmung des Genotyps könnten Ärzte vor einer Therapie über den sinnvollen Einsatz von Clopidogrel entscheiden. Denkbar ist z.B. eine höhere Dosierung oder ein komplett anderes Arzneimittel zur Hemmung der Thrombozytenaggregation bei Menschen mit Variantion des CYP2C19-Gens.
Vollständiger JAMA-Artikel: http://jama.ama-assn.org/cgi/content/full/302/8/849?home
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24.08.2009
FDA prüft Berichte über Leberschäden unter Orlistat
Nach Meldungen von Leberschäden bei Patienten, die das Schlankheitsmittel Orlistat eingenommen haben, untersucht die US-amerikanische Arzneimittelagentur FDA derzeit die Sicherheit der Medikamente Xenical (Roche) und Alli (GlaxoSmithKline). In den Jahren 1999 bis 2008 seien 32 Fälle von Leberschäden gemeldet worden, teilte die FDA mit.
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21.08.2009
Interaktion zwischen Warfarin und Neuraminidasehemmern?
Die britische Arzneimittelaufsichtsbehörde hat vor einer möglichen Interaktion zwischen dem Neuraminidasehemmer Oseltamivir (Tamiflu®) und Warfarin (Coumadin® 5mg) gewarnt.
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19.08.2009
BMJ: "Studie: Pioglitazon sicherer als Rosiglitazon "
Erneut stellt eine Studie die Sicherheit des Diabetesmittels Rosiglitazon infrage. Die Einnahme war in einer bevölkerungsbasierten Kohortenstudie im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2009; 339: b2942) mit einem gegenüber Pioglitazon erhöhten Risiko schwerer kardialer Komplikationen assoziiert.
Der Pharmakologe David Juurlink vom Sunnybrook Health Sciences Centre in Toronto hat die Daten von fast 40.000 Senioren mit Typ-II-Diabetes mellitus auswertet, deren Medikamente über das Ontario Public Drug Benefit Program finanziert werden.
Von den Diabetikern, denen die Ärzte Rosiglitazon verschrieben hatten, erreichten in einer Nachbeobachtungszeit von 72 Monaten 6,9 Prozent den Composite-Endpunkt Tod oder Hospitalisierung wegen Herzinfarkt oder Herzinsuffizienz...
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19.08.2009
BMJ: Wirksamkeit von Neuraminidasehemmern bei Kindern richtig einschätzen
Eine Metaanalyse hat gezeigt, dass die Neuraminidasehemmer Oseltamivir Tamiflu® (Wirkstoff Oseltamivir) und Relenza® (Zanamivir) bei Kindern im Alter bis zu zwölf Jahren mit saisonaler Influenza (vermutet oder bestätigt) nur eine geringe Wirkung aufweisen.
Aus diesem Grund soll bei der antiviralen Therapie bei Kindern eine genaue Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen.
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18.08.2009
Cerezyme® (Imiglucerase): Verschärfte produktionsbedingte Lieferengpässe und aktualisierte Behandlungsempfehlungen der EMEA
Für die Dauer des Versorgungsengpasses werden in Abstimmung mit der EMEA folgende Behandlungen empfohlen:
1. Sofern medizinisch vertretbar, sollten Kleinkinder, Kinder und Jugendliche Cerezyme in reduzierter Dosierung oder in verlängerten Infusionsintervallen erhalten,...Kein Patient sollte mit einer Dosis von weniger als 15 Einheiten/kg, verabreicht in zweiwöchigen Abständen, behandelt werden.
2. Erwachsene Patienten mit schwerer, lebensbedrohender Krankheitsprogression sollten Cerezyme in reduzierter Dosierung oder in verlängerten Infusionsintervallen erhalten. Kein Patient sollte mit einer Dosis von weniger als 15 Einheiten/kg, verabreicht in vierwöchigen Abständen, behandelt werden.
3. Bei erwachsenen Patienten ohne schwere, lebensbedrohende Krankheitsprogression sollte eine therapeutische Alternative in Betracht gezogen oder die Behandlung unterbrochen werden.
4. Die Patienten sind, zu Beginn und danach in zweimonatigen Abständen sowie bei entsprechenden Auffälligkeiten, auf Veränderungen der Hämoglobin-, Thrombozyten- und Chitotriosidasewerte zu überwachen. Bei Erwachsenen, die eine Progression zu schwerer, lebensbedrohender Erkrankung zeigen, sollte die ursprüngliche Behandlung mit Cerezyme wieder aufgenommen werden.
Diese auf einen bestimmten Zeitraum beschränkten Empfehlungen stellen keine Änderung der zugelassenen Fach- und Gebrauchsinformation für Cerezyme dar. Die Gültigkeit dieser Empfehlungen beschränkt sich lediglich auf den Zeitraum bis zur Beseitigung des Versorgungsengpasses.
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18.08.2009
British Medical Journal: Orale Kontrazeptiva und venöse Thrombosen
Das Risiko venöser Thrombosen bei der Einnahme von Kombinations-Kontrazeptiva steigt mit der Dosis des enthaltenen Estrogens und der Art des Gestagens. Zu diesen Ergebnissen kommen zwei Studien, die unabhängig voneinander im Fachmagazin „British Medical Journal“ erschienen sind.
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17.08.2009
Leukämierisiko erhöht bei Therapie mit Mitoxantron
Das Leukämierisiko für MS-Patienten bei einer Mitoxantron-Therapie wurde bislang offenbar unterschätzt. Über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren sollten deshalb nicht mehr als acht bis zwölf Einzeldosierungen verabreicht werden. Darauf hat Professor Vittorio Martinelli aus Mailand in Italien auf der Jahrestagung der American Academy of Neurology (AAN) in Seattle in den USA hingewiesen.
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17.08.2009
FDA: Risk of suicidal behaviour with antidepressants strongly linked to age
Adults taking antidepressants are not at greater risk of suicidal thoughts or behaviour, but young adults aged less than 25 years of age are at an increased risk, similar to that seen in children and adolescents, finds research published on bmj.com today.The paper expands on analyses first made available by the US Food and Drug Administration (FDA) two years ago. It includes different methods, additional explorations of the data, and an expanded discussion of the implications of the findings.
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15.08.2009
Important Changes in the CellCept® (mycophenolate mofetil) Prescribing
Roche Laboratories Inc. informs that based on postmarketing data from the Roche worldwide adverse event reporting system, cases of Pure Red Cell Aplasia (PRCA) have been reported in patients treated with CellCept.
This new important safety information in the CellCept Prescribing Information includes:
1. WARNINGS
Pure Red Cell Aplasia (PRCA)
Cases of pure red cell aplasia (PRCA) have been reported in patients treated with CellCept in combination with other immunosuppressive agents. The mechanism for mycophenolate mofetil induced PRCA is unknown; the relative contribution of other immunosuppressants and their combinations in an immunosuppression regimen are also unknown. In some cases, PRCA was found to be reversible with dose reduction or cessation of CellCept therapy. In transplant patients, however, reduced immunosuppression may place the graft at risk.
2. ADVERSE REACTIONS
Hematologic and Lymphatic: Cases of pure red cell aplasia (PRCA) have been reported in patients treated with CellCept in combination with other immunosuppressive agents.
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10.08.2009
AkdÄ Drug Safety Mail - Aus "Arzneiverordnung in der Praxis" (AVP): Vorsicht vor Paravasaten mit HyperHAES®
Wir erhielten einen Bericht über einen 81-jährigen männlichen Patienten, der unter der Indikation "Hypovolämie" HyperHAES® erhielt. Es kam zu einem Paravasat mit ausgedehntem Gewebeschaden .
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07.08.2009
AkdÄ Drug Safety Mail: TNF-alpha-Blocker und Lymphome bei Kindern und Jugendlichen: FDA fordert Ergänzung der Warnhinweise für alle TNF-alpha-Blocker
Die Food and Drug Administration (FDA) hat die Hersteller von TNF-alpha-Blockern in den USA aufgefordert, die Produktinformationen für die Arzneimittel Remicade® (Infliximab), Enbrel® (Etanercept), Humira® (Adalimumab), Cimzia® (Certolizumab), und Simponi® (Golimumab) um Warnhinweise für das erhöhte Risiko des Auftretens von Lymphomen und anderen malignen Tumoren bei Kindern und Jugendlichen unter der Behandlung mit TNF-alpha-Blockern zu ergänzen. Die Warnhinweise betreffen auch ein erhöhtes Leukämierisiko bei Erwachsenen und Kindern und die mögliche Induktion einer Psoriasis.
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05.08.2009
BfArM Risikoinformation: Vorläufige Beendigung einer klinischen Studie zur subkutanen Anwendung des Epoetins bei Patienten mit renaler Anämie
Die Firma Sandoz hat Anfang Juni 2009 die Fortführung einer klinischen Studie zur Sicherheit der subkutanen Gabe eines Epoetin alfa Nachfolgepräparates (HX575) an Patienten mit renaler Anämie vorläufig beendet. Anlass war das Auftreten einer Aplasie der roten Blutkörperchen (pure red cell aplasie; PRCA) bei einem deutschen Studienpatienten sowie der Nachweis von neutralisierenden Antikörper gegen Erythropoietin bei einem Studienteilnehmer aus Russland.
Nach dem Abbruch der klinischen Studie weist das BfArM ausdrücklich darauf hin, dass Epoetin alfa Hexal®, Binocrit® und Aseamed® bei renaler Anämie ausschließlich zur intravenösen Anwendung zugelassen sind.
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05.08.2009
Insektenschutzmittel DEET schädigt Nervenzellen
Der in vielen Produkten zur Insektenabwehr verwendete Wirkstoff DEET kann nervenschädigend wirken – vor allem im Zusammenspiel mit bestimmten anderen Substanzen.
Das haben französische Forscher bei Untersuchungen mit Zellkulturen nachgewiesen. DEET (Diethyl-3-Methylbenzamid)hemmt etwa die Cholinesterase, das Enzym das den Neurotransmitter Acetylcholin abbaut,
schreiben die Wissenschaftler im Fachjournal „BMC Biology“.
DEET wird seit 1953 zur Abwehr von Insekten genutzt – unter anderem in einigen Produkten der Marke „Autan“, vertrieben von der US-Firma SC Johnson.
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03.08.2009
Rote-Hand-Brief: Information über potentielle Wechselwirkungen von Protonen-Pumpen-Inhibitoren mit Clopidogrel-haltigen Arzneimitteln (Plavix®)
Die Firma Sanofi Pharma Bristol-Myers Squibb SNC informiert in einem Rote-Hand-Brief über die Überarbeitung der Europäischen Fachinformation (Summary of Product Characteristics, SPC) für Clopidogrelhydrogensulfat, in Verkehr gebracht als Plavix®.
In die SPC wird ein Warnhinweis aufgenommen, dass die gleichzeitige Einnahme von Clopidogrelhaltigen Arzneimitteln und Protonen-Pumpen-Inhibitoren (PPIs) vermieden werden sollte, es sei denn, sie ist absolut notwendig. Clopidogrel kann bei Patienten, die diese Arzneimittelkombination erhalten, weniger wirksam sein.
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03.08.2009
Rote-Hand-Brief: Information über potentielle Wechselwirkungen von Protonen-Pumpen-Inhibitoren mit Clopidogrel-haltigen Arzneimitteln (Iscover®)
Die Firma Bristol-Myers Squibb Pharma EEIG informiert in einem Rote-Hand-Brief über die Überarbeitung der Europäischen Fachinformation (Summary of Product Characteristics, SPC) für Clopidogrelhydrogensulfat, in Verkehr gebracht als Iscover®.
In die SPC wird ein Warnhinweis aufgenommen, dass die gleichzeitige Einnahme von Clopidogrelhaltigen Arzneimitteln und Protonen-Pumpen-Inhibitoren (PPIs) vermieden werden sollte, es sei denn, sie ist absolut notwendig. Clopidogrel kann bei Patienten, die diese Arzneimittelkombination erhalten, weniger wirksam sein.
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02.08.2009
Orlistat wegen Hepatotoxizität unter Beobachtung
Die FDA veröffentlicht in vierteljährlichem Abstand eine Liste von Medikamenten, die wegen ungeklärter Risikofragen unter besonderer Beobachtung stehen. Auf der aktuellen Liste steht aufgrund von Spontanmeldungen auch das Antiadipositum Orlistat. Besonderes Augenmerk wird auf eine mögliche Hepatotoxizität gelegt.
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02.08.2009
FDA Gives Update on Botulinum Toxin Safety Warnings; Established Names of Drugs Changed
The U.S. Food and Drug Administration today announced an update to a previous safety alert on four botulinum toxin drug products, noting that all of them now have boxed warnings on their labels and have developed Medication Guides for patients, as directed by the agency in April 2009. The boxed warning cautions that the effects of the botulinum toxin may spread from the area of injection to other areas of the body, causing symptoms similar to those of botulism. Those symptoms include potentially life-threatening swallowing and breathing difficulties and even death.
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30.07.2009
Hormone Therapy Use Associated With Increased Risk of Ovarian Cancer
Compared with women who have never taken hormone therapy, those who currently take it or who have taken it in the past are at increased risk of ovarian cancer, regardless of the duration of use, the formulation, estrogen dose, regimen or route of administration, according to a study in the July 15 issue of JAMA.
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23.07.2009
EMEA: Krebsrisiko für Insulin glargin nicht bewiesen
Nach Berichten über ein höheres Krebsrisiko durch das langwirksame Insulin Glargin (Lantus®) hat die europäischen Arzneimittelbehörde EMEA vorerst Entwarnung gegeben. Die vorhandenen Untersuchungen lieferten keinen Grund zur Sorge, teilte der Beraterausschuss für Humanarzneimittel der EMEA mit. Die Verschreibungsempfehlungen müssten daher nicht geändert werden.
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16.07.2009
FDA Reviewing Preliminary Safety Information on Asthma Drug Xolair
The U.S. Food and Drug Administration announced today that it is conducting a safety review of Xolair (omalizumab), a drug used to treat certain adults and adolescents with moderate-to-severe persistent asthma.Reviewers are looking for a possible association between patients who use Xolair and an increased risk of heart attack, abnormal heart rhythm, heart failure, and stroke. The possible association has been identified based on interim results from an ongoing study of Xolair known as Evaluating the Clinical Effectiveness and Long-Term Safety in Patients with Moderate to Severe Asthma (EXCELS). The study is being conducted by the manufacturer, San Francisco-based Genentech Inc.
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15.07.2009
Modafinil-haltige Arzneimittel: Risikobewertungsverfahren nach Art. 31 der Richtlinie 2001/83/EG
Das BfArM informiert im Rahmen eines Stufenplanverfahrens, Stufe II, über die Einleitung eines Risikobewertungsverfahrens nach Art. 31 der RL 2001/83/EG. Nach dem Auftreten von schwerwiegenden psychiatrischen Reaktionen sowie von schweren Haut- und Überempfindlichkeitsreaktionen wird eine umfassende Neubewertung des Nutzen-Schaden-Verhältnisses von Modafinil-haltigen Arzneimitteln vorgenommen.
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14.07.2009
FDA Requires Labeling Change for Some Drugs Used to Prevent Rejection of Kidney Transplants
The U.S. Food and Drug Administration (FDA) is requiring the makers of certain immunosuppressant drugs to update their labeling to reflect that immunosuppressed patients are at increased risk for opportunistic infections, such as activation of latent viral infections, including BK virus-associated nephropathy. These immunosuppressant drugs are used to protect against the rejection of certain organ transplants.
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13.07.2009
AkdÄ Drug Safety: UAW-News International: Demyelinisierende Erkrankungen des ZNS nach Impfung mit Gardasil®
Gardasil® ist ein quadrivalenter Impfstoff gegen humane Papillomaviren (HPV). Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) hat 2007 die generelle Impfung gegen humane Papillomaviren (Typen HPV 16, 18) für alle Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren empfohlen, um durch die Impfung die Möglichkeit einer späteren Erkrankung mit Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) zu reduzieren. Sutton et al. (Mult Scler 2009; 15: 116–9) berichten über fünf Fälle entzündlicher Erkrankungen des ZNS, die innerhalb von 28 Tagen nach Impfung mit Gardasil® aufgetreten sind und aufgrund der atypischen beziehungsweise multifokalen Manifestationen auffällig waren.
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10.07.2009
Schweinegrippe: Deutschland bereitet Impfungen vor
Die Bundesregierung will in der kommenden Woche entscheiden, für welche Bevölkerungsgruppen eine Schutzimpfung gegen die Schweinegrippe empfohlen wird. Das sagte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) dem Hörfunksender Hit-Radio Antenne Niedersachsen in Hannover. «Wir müssen entscheiden, wer zu den Risikogruppen gehört», so Schmidt. Für die Betroffenen solle dann eine Impfempfehlung ausgesprochen werden.
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03.07.2009
Protonenpumpenhemmer Omeprazol mit Rebound-Effekt?
Kurz nachdem die Protonenpumpenhemmer Omeprazol und Pantoprazol aus der Verschreibungspflicht entlassen worden sind, gibt eine Studie Hinweise auf ein mögliches Abhängigkeitspotenzial.
Einem Forscherteam aus Dänemark zufolge lässt ein Rebound-Effekt die Magensäureproduktion nach dem Absetzen ansteigen.
Die Forscher vom Universitätskrankenhaus Kopenhagen hatten 120 Patienten vier Wochen lang entweder Esomeprazol, das S-Enantiomer von Omeprazol, oder Placebo einnehmen lassen. Anschließend erhielten beide Gruppen für 4 weitere Wochen Placebo-Präparate.
Mehr als 40 % der Probanden der Verum-Gruppe litten nach Absetzen des Medikamentes an Sodbrennen, saurem Aufstoßen oder Dyspepsie, berichten die Forscher im Fachmagazin „Gastroenterology“ (Volume 137, Issue 1, Pages 80-87.e1 (July 2009)). Zum Teil traten die Rebound-Symptome bereits eine Woche nach Therapiewechsel auf.
In der Placebogruppe traten nur bei 15 % der Probanden Beschwerden des Magen-Darm-Traktes auf. Auffällig ist die unterschiedliche Häufigkeit der Symptome in den beiden Gruppen, heißt es in der Studie. Zudem sind Beschwerden in der Placebo-Gruppe während des gesamten Studienzeitraums von 12 Wochen vorgekommen. Dagegen häuften sich die Symptome in der Verum-Gruppe erst nach der Umstellung auf die Placebo-Medikation.
Diese Studienergebnisse sind auffallend und haben klinische und ökonomische Konsequenzen für alle Protonenpumpenhemmer, so die Verfasser der Studie.
Laut GEK-Arzneimittelreport 2008 sind die Verschreibungen dieser Inhibitoren innerhalb der vergangenen 10 Jahre um fast das 6-fache angestiegen. Inzwischen beträgt der Anteil der Protonenpumpenhemmer mehr als 90 % bei den verordneten Ulcustherapeutika. Erklärungen für die große Diskrepanz zwischen dem steigenden Gebrauch und der im viel geringeren Ausmaße zunehmenden Ulkus- und Refluxerkrankungen gibt es bislang nur wenige. Die Verfasser des GEK-Arzneimittelreports vermuten jedoch, dass die Medikamente aufgrund fehlender Alternativmedikamente ohne wissenschaftliche Belege Krankheiten wie Reizmagensyndrom eingenommen werden.
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01.07.2009
FDA MedWatch: Verschärfte Warnung für Vareniclin (Champix®) und Bupropion (Zyban®)
Die FDA hat auf Grund vermehrter Berichte von schweren neuropsychiatrischen Nebenwirkungen unter Vareniclin und Bupropion angeordnet, dass im Rahmen einer Boxed Warning besonders auf dieses Risiko hingewiesen wird.Die neuropsychiatrischen Komplikationen können sich in Form von verändertem Verhalten, Feindseligkeit, Agitiertheit, depressiven Verstimmungen, Selbstmordgedanken bis hin zum Suizid äußern. Anlass für den verschärften Warnhinweis sind Postmarketingberichte zu solchen Komplikationen gewesen, die bei Patienten aufgetreten sind, die zuvor unter keinerlei psychischen Erkrankungen gelitten haben.
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01.07.2009
Rote-Hand-Brief: Sicherheitshinweise zu Thalidomide Celgene™ 50 mg Hartkapseln (Thalidomid)
Die Firma Celgene informiert vor der Markteinführung ihres Präparates Thalidomide Celgene™ 50 mg Hartkapseln auf Anordnung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) und des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in einem Rote-Hand-Brief über wichtige Aspekte zur sicheren Anwendung ihres Arzneimittels. Thalidomide Celgene™ ist seit April 2008 in der Europäischen Union in Kombination mit Melphalan und Prednisolon für die Erstlinienbehandlung von Patienten mit unbehandeltem multiplen Myelom ab einem Alter von 65 Jahren bzw. Patienten, für die eine hochdosierte Chemotherapie nicht in Frage kommt, zugelassen.
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30.06.2009
Cerezyme® (Imiglucerase) und Fabrazyme® (Agalsidase Beta): Produktionsbedingte Lieferengpässe und Behandlungsempfehlungen der EMEA
Das BfArM macht darauf aufmerksam, dass die EMEA vorübergehende Behandlungsempfehlungen heraus gegeben hat. Diese dienen dazu, eine adäquate Patientenversorgung für die Zeit der Lieferengpässe zu gewährleisten. Die Arzneimittel Cerezyme® (Imiglucerase) und Fabrazyme® (Agalsidase Beta) werden bei den seltenen Erkrankungen Morbus Gaucher bzw. Morbus Fabry angewendet.
Zu den Behandlungsempfehlungen wurde ein Informationsbrief an die behandelnden Ärzte und betroffenen Apotheken versendet.
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29.06.2009
Public statement on the recommendation to lift the suspension of the marketing authorisation for Optison
The Norwegian Medicines Agency, the competent authority supervising the import of Optison into the EU and European Economic Area, suspended parts of the manufacturing licence of the importer prohibiting further import.
In the context of the second renewal of the MA, the Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) therefore recommended that the marketing authorisation for Optison be suspended until this situation was remedied. On 12 June 2008, the European Commission issued a Decision to suspend the marketing authorisation for Optison.
On 30 April 2008, the MAH informed the EMEA that the programme of improvement actions to the manufacturing process had been successfully completed. A positive re-inspection of the manufacturing site was carried out by the Norwegian Medicines Agency on 13 June 2008.
On 25 June 2009, following a request from the MAH, the CHMP recommended the lifting of the suspension of the marketing authorisation of Optison.
This recommendation was forwarded to the European Commission for the adoption of a decision.
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26.06.2009
Insulinanalogon Glargin steigert möglicherweise das Krebsrisiko
Wenn Patienten mit Diabetes anstelle von Humaninsulin das langwirksame Analoginsulin Glargin verwenden, erhöht dies möglicherweise das Risiko, an Krebs zu erkranken. Wissenschaftler des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) haben zusammen mit Mitarbeitern des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) die Daten von fast 130.000 deutschen Patienten mit Diabetes analysiert, die zwischen Januar 2001 und Juni 2005 mit Humaninsulin oder den Analoginsulinen Lispro (Handelsname Humalog), Aspart (Novorapid) oder Glargin (Lantus) behandelt worden waren.
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17.06.2009
FDA Information for Healthcare Professionals: Cefepime (marketed as Maxipime)
The FDA gives information about an ongoing safety review about the potential increased mortality in patients treated with cefepime.Cefepime is a cephalosporin antibacterial and is a member of the beta–lactam class of antibacterial drugs. Cefepime is currently approved for the treatment of a variety of infections due to susceptible strains of microorganisms.FDA performed meta-analyses based on additional data beyond those included in the Yahav et al. publication. In the FDA analyses, no statistically significant increase in mortality was seen in cefepime-treated patients compared to comparator-treated patients. Based on the results of FDA's meta-analyses, the FDA has determined that cefepime remains an appropriate therapy for its approved indications.
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16.06.2009
FDA MedWatch: Zicam Cold Remedy Nasal Products (Cold Remedy Nasal Gel, Cold Remedy Nasal Swabs, and Cold Remedy Swabs, Kids Size)
FDA notified consumers and healthcare professionals to discontinue use of three Zicam Nasal Gel/Nasal Swab products sold over-the-counter as cold remedies because they are associated with the loss of sense of smell that may be long-lasting or permanent. The FDA has received more than 130 reports of loss of sense of smell associated with the use of the three Zicam products. In these reports, many people who experienced a loss of smell said the condition occurred with the first dose; others reported a loss of the sense of smell after multiple uses of the products. People who have experienced a loss of sense of smell or other problems after use of the affected Zicam products should contact their health care professional. The loss of sense of smell can adversely affect a person’s quality of life, and can limit the ability to detect the smell of gas or smoke or other signs of danger in the environment.
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15.06.2009
FDA MedWatch: Stimulant Medications used in Children with Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder - Communication about an Ongoing Safety Review
Products involved include: Focalin, Focalin XR (dexmethylphenidate HCl ); Dexedrine, Dexedrine Spansules, Dextroamphetamine ER, Dextrostat (dextroamphetamine sulfate); Vyvanse (lisdexamfetamine dimesylate); Desoxyn (methamphetamine); Concerta, Daytrana, Metadate CD, Metadate ER, Methylin, Methylin ER, Ritalin, Ritalin-LA, Ritalin-SR (methylphenidate); Adderall, Adderall XR (mixed salts amphetamine); Cylert (pemoline) and generics.
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12.06.2009
BfArM Stufenplanverfahren zu Imipenem-haltigen Arzneimitteln: Instabilität und Bildung von Verunreinigungen bei Lagerung von gebrauchsfertigen Infusionslösungen sowie bei Zubereitung mit Glucose- und Mannitol-haltigen Lösungen
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hält es für erforderlich, dass in den Produktinformationen die Hinweise zur Lagerung von gebrauchsfertigen Imipenem-haltigen Infusionslösungen entfernt werden und dass vor jeglicher Lagerung solcher Lösungen gewarnt wird. Außerdem wird eine Zubereitung mit Glucose- und Mannitol-haltigen Lösungen als nicht mehr vertretbar angesehen. Es erfolgt eine schriftliche Anhörung nach dem Stufenplanverfahren, Stufe II.
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12.06.2009
BfArM Stufenplanverfahren: Risiko von Leberschädigungen bei Cimicifuga-haltige Arzneimitteln
Mit Bescheid vom 09.06.2009 hat das BfArM für Cimicifuga-haltige Arzneimittel, einschließlich Homöopathika bis zur Verdünnungsstufe D2, Ergänzungen der Produktinformationen angeordnet, mit denen auf ein möglicherweise erhöhtes Risiko von Leberschädigungen bei der Anwendung hingewiesen wird.
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12.06.2009
FDA Requests Labeling Change for Leukotriene Modifiers
The U.S. Food and Drug Administration today provided further updated safety information on a class of asthma drugs known as leukotriene modifiers. The FDA has requested that manufacturers include a precaution in the drug prescribing information (drug labeling) regarding neuropsychiatric events (behavior, mood changes) that have been reported in some persons taking montelukast (Singulair), zafirlukast (Accolate), and zileuton (Zyflo and Zyflo CR).
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11.06.2009
FDA MedWatch - Sirolimus (marketed as Rapamune): clinical trial suggestsincreased mortality in stable liver transplant patients after conversionfrom CNI-based immunosuppressive regimen to sirolimus
The FDA is notifying healthcare professionals of clinical trial data that suggest increased mortality in stable liver transplant patients after conversion from a calcineurin inhibitor (CNI)-based immunosuppressive regimen to sirolimus (Rapamune). The trial was conducted by sirolimus manufacturer, Wyeth.
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09.06.2009
DAZ Tagesnews: "Apfeltabletten" enthalten undeklarierten Wirkstoff Sibutramin
Die Techniker Krankenkasse (TK) warnt noch einmal eindringlich vor dem Schlankheitsmittel "FSS - Fat Slimming Show", welches über das Internet vertrieben und als als rein pflanzliches Präparat ohne Nebenwirkungen ("Apfeltabletten") beworben wird. Die vermeintlich harmlosen Kapseln enthalten eine potenziell gefährliche Dosis des verschreibungspflichtigen Appetitzüglers Sibutramin und können zu ernsthaften Neben- und Wechselwirkungen führen.
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08.06.2009
EMEA Press Release: EU-wide recall of Raptiva (efalizumab) to be initiated
The European Medicines Agency has agreed to an EU-wide recall of all of the remaining batches of Raptiva, from Merck Serono. This means that within the next few days all batches of Raptiva will be recalled from wholesalers, pharmacies and hospitals. Following this, the medicine will no longer be available anywhere in the European Union.
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05.06.2009
Rote-Hand-Brief: Zusammenhang zwischen Cellcept® (Mycophenolatmofetil) und dem Auftreten von Erythroblastopenien
Das BfArM bittet um dringende Beachtung neuer sicherheitsrelevanter Informationen über den Zusammenhang zwischen Cellcept® (Mycophenolatmofetil) und dem Auftreten von Erythroblastopenien.
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04.06.2009
FDA Warns About Serious Liver Injury Associated With Anti-Thyroid Drug
FDA notified healthcare professionals of the risk of serious liver injury, including liver failure and death, with the use of propylthiouracil in adult and pediatric patients. Reports to FDA’s Adverse Event Reporting System (AERS) suggest there is an increased risk of hepatotoxicity with proplythiouracil when compared to methimazole. FDA has identified 32 (AERS) cases (22 adult and 10 pediatric) of serious liver injury associated with propylthiouracil use. Although both proplythiouracil and methimazole are indicated for the treatment of hyperthyroidism due to Graves’ disease, healthcare professionals should carefully consider which drug to initiate in a patient recently diagnosed with Graves’ disease. Physicians should closely monitor patients on propylthiouracil therapy for symptoms and signs of liver injury, especially during the first six months after initiation of therapy. Propylthiouracil should not be used in pediatric patients unless the patient is allergic to or intolerant of methimazole, and there are no other treatment options available.
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28.05.2009
Metamizol (Novalgin, Berlosin, Novaminsulfon, etc.): BfArM weist auf richtige Indikationsstellung und Beachtung von Vorsichtsmaßnahmen und Warnhinweisen hin
Metamizol ist ein verschreibungspflichtiges Analgetikum und Antipyretikum aus der Gruppe der Pyrazolone. In den letzten Jahren hat die Zahl der Verordnungen von Metamizol in Deutschland kontinuierlich zugenommen. Im gleichen Maße nahm jedoch auch die Anzahl der Meldungen über zum Teil schwerwiegende unerwünschte Arzneimittelwirkungen zu. Das BfArM nimmt dies zum Anlass auf die Notwendigkeit einer richtigen Indikationstellung und die Beachtung von Vorsichtsmaßnahmen und Warnhinweisen hinzuweisen
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28.05.2009
FDA Dear Doctor Letter Risk of serious fungal infections associated with TNF-alpha blockers, including Simponi.
Centocor Ortho Biotech and FDA reminded healthcare professionals of the risk of serious fungal infections associated with TNF-alpha blockers, including Simponi [golimumab]. FDA has reported that histoplasmosis and other invasive fungal infections are not consistently recognized in patients taking other TNF-alpha blockers including Cimzia (certolizumab pegol), Enbrel (etanercept), Humira (adalimumab), and Remicade (infliximab). This has resulted in delays in appropriate antifungal treatment, sometimes even resulting in death.
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25.05.2009
Rote-Hand-Brief: Auftreten von Magen-Darm-Perforationen unter Erlotinib
Die Roche Pharma AG informiert in einem Rote-Hand-Brief über das Auftreten von Magen-Darm-Perforationen im Zusammenhang mit der Anwendung von Erlotinib (Tarceva).
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25.05.2009
Herpes-zoster-Risiko unter TNF-alpha-Inhibitoren leicht erhöht
Die Behandlung von rheumatoider Arthritis mit den TNF-alpha-Antikörpern (Infliximab, Adalimumab) ist im Vergleich zu einer Behandlung mit herkömmlichen Basismedikamenten mit einem moderat erhöhten Risiko für das Auftreten einer Herpes-zoster-Infektion verbunden. Für das TNF-Rezeptor-Fusionsprotein Etanercept ist ein derartig erhöhtes Risiko noch unklar. Diese Ergebnisse stammen von einer Analyse der Daten eines deutschen Registers für Biologika...
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18.05.2009
AkdÄ Drug Safety Mail: Phosphathaltige Abführlösungen und Nierenfunktion
Phosphathaltige Abführlösungen (z. B. Fleet® Phospho-Soda) können bei vorgeschädigten Nieren zu einem akuten Nierenversagen führen. In einer Untersuchung von 3000 Patienten, die eine Koloskopie erhielten und deren Kreatinin im Serum unter 1,5 mg/dl lag, konnte gezeigt werden, dass es auch bei Patienten mit nur geringen Nierenfunktionseinschränkungen durch phosphathaltige Abführlösungen zu bleibenden Nierenfunktionsverschlechterungen nach einem Jahr kommen kann. Phosphathaltige Abführlösungen sollten daher bei diesen Patienten nicht mehr eingesetzt werden, zumal Alternativen wie Macrogol-haltige Präparate zur Verfügung stehen.
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13.05.2009
FDA warnt vor sekundärer Testosteron-Gel-Exposition
Die amerikanische Food and Drug Administration berichtet von Fällen, bei denen es durch die sekundäre Exposition mit Testosteron-Gel zu gesundheitlichen Schäden bei Kindern kam. Bei mindestens acht Kindern kam es zu einer Vergrößerung der Genitalien, einem Anstieg der Libido sowie zu aggressivem Verhalten. Um weitere Fälle zu verhindern, ordnete die FDA einen umrahmten Warnhinweis (boxed warning) an: Patienten, die Testosteron topisch applizieren, sollten sich danach gründlich die Hände waschen und die behandelte Haut unter der Kleidung verbergen.
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12.05.2009
Warnung zu Produktfälschungen der Novofine Kanülen 31 G (Charge 08J02S)
Das BfArM wurde informiert, dass Produktfälschungen der Novofine 31G Kanülen (Charge 08J012S) von einer polnischen Firma in UK vertrieben wurden und potentielle Risiken (z.B. Schmerzen, Infektionen, Schwierigkeiten bei der Kanülenbefestigung auf dem Insulinpen) mit der Anwendung verbunden sind. Es ist derzeit nicht auszuschließen, dass sich die Fälschungen der o.g. Charge auch auf dem deutschen Markt befinden. Falls die betroffene Charge sich bei Anwendern oder Vertreibern im Bestand befindet, sollte der Bestand gesperrt werden, nicht in Anwendung gelangen und die Firma Novo Nordisk kontaktiert werden.
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11.05.2009
MedWatch - Tarceva (erlotinib): Dear HCP letter issued to warn about GI perforation, exfoliative skin conditions and cornealperforation/ulceration
OSI, Genentech and FDA notified healthcare professionals of new safety information added to the WARNINGS AND PRECAUTIONS sections of the prescribing information for Tarceva. Gastrointestinal perforation (including fatalities), bullous, blistering and exfoliative skin conditions including cases suggestive of Stevens-Johnson syndrome/toxic epidermal necrolysis, in some cases fatal, and ocular disorders, including corneal perforation or ulceration have been reported during use of Tarceva. The new safety information comes from routine pharmacovigilance activities of clinical study and postmarketing reports. Tarceva monotherapy is indicated for the treatment of patients with locally advanced or metastatic non-small cell lung cancer after failure of at least one prior chemotherapy regimen. In combination with gemcitabine, Tarceva is also indicated for the first-line treatment of patients with locally advanced, unresectable, or metastatic pancreatic cancer.
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07.05.2009
Tamiflu zwei Jahre länger haltbar
Die europäische Arzneimittelbehörde EMEA hat wegen des Ausbruchs der Schweinegrippe empfohlen, abgelaufene Packungendes Grippemedikaments Tamiflu® nicht zu entsorgen. Die Kapseln können, nach Aussage der EMEA, im Fall einer Pandemie noch zwei Jahre nach Ablauf des Verfallsdatums benutzt werden.
Mit dieser Empfehlung will die Behörde einen Versorgungsengpass verhindern, falls die e Weltgesundheitsorganisation WHO eine Pandemie erklärt.
Unabhängig von der aktuellen Entwicklung bei Schweinegrippewelle empfahl die EMEA, das Haltbarkeitsdatum neu produzierter Tamiflu®-Kapseln von 5 auf 7 Jahre nach oben zu setzen. Diese Empfehlung der Arzneimittelbehörde muss von der EU-Kommission noch bestätigt werden.
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07.05.2009
Antiepileptic Drugs:FDA updated labeling to warn aboutincreased risk of suicidal thoughts
FDA notified healthcare professionals that it approved updated labeling for antiepileptic drugs used to treat
epilepsy, psychiatric disorders, and other conditions (e.g., migraine and neuropathic pain syndromes). FDA also
required development of a medication guide, to be issued to patients each time the product is dispensed. Since
issuing safety alerts on December 16, 2008 and January 31, 2008, FDA has been working with the
manufacturers of drugs in this class to better understand the suicidality risk. Eleven antiepileptic drugs were
included in a pooled analysis of placebo-controlled clinical studies in which these drugs were used to treat
epilepsy as well as psychiatric disorders and other conditions......
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04.05.2009
Psychiatrische Erkrankungen als unerwünschte Arzneimittelwirkung von Mirena®
Mirena® ist ein Intrauterinpessar (IUP) mit einem Gestagen-Reservoir (Wirkstoff: Levonorgestrel), das zur Kontrazeption und zur Behandlung von Hypermenorrhoe zugelassen ist(1). Die Patientin muss vor der Einlage über Risiken bei der Anwendung aufgeklärt werden. Dazu gehören Veränderungen der Monatsblutung, vergrößerte Follikel, Infektionen des kleinen Beckens, ein leicht erhöhtes Brustkrebsrisiko und die Gefahr der Uterusperforation und Expulsion. Auch auf psychiatrische Erkrankungen sollte die Patientin hingewiesen werden.
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30.04.2009
FDA MedWatch - Botox and Botox Cosmetic (Botulinum toxin Type A)and Myobloc (Botulinum toxin Type B): Boxed Warning required
FDA notified healthcare professionals that after an ongoing safety review initiated in February 2008, the manufacturers of licensed botulinum toxin products will be required by FDA to strengthen warnings in product labeling and add a boxed warning regarding the risk of adverse events when the effects of the toxin spread beyond the site where it was injected.
FDA will also require that manufacturers develop and implement a Risk Evaluation and Mitigation Strategy [REMS], including a communication plan to provide more information regarding the risk for distant spread of botulinum toxin effects after local injection, as well as information to explain that botulinum toxin products cannot be interchanged. The REMS would also include a Medication Guide that explains the risks to patients, their families, and caregivers. FDA is requiring the manufacturers to submit safety data after multiple administrations of the product in a specified number of children and adults with spasticity to assess the signal of serious risk regarding distant spread of toxin effects.
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30.04.2009
Schweinegrippe: NAV stellt Pandemieplan für die Arztpraxis bereit.
Der NAV-Virchow-Bund stellt eine Handlungsanweisung für die Arztpraxis bereit, die gemeinschaftlich von Bundesärztekammer (BÄK), der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Berufsgenossenschaft für Gesundheitswesen und Wohlfahrtspflege (BGW) erarbeitet wurde. Niedergelassene Ärzte sollen sich bereits frühzeitig auf einen Pandemiefall vorbereiten.
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29.04.2009
Stufenplanverfahren des BfArM: Norethisteronantat - Risiko von Brustkrebs und Knochendichteverminderung
Mit Bescheid vom 16.04.2009 hat das BfArM für Depot-Kontrazeptiva mit dem Wirkstoff Norethisteronenantat Ergänzungen der Produktinformationen angeordnet, mit denen auf ein möglicherweise erhöhtes Risiko für Brustkrebserkrankungen und für Knochendichteverminderung hingewiesen wird.
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27.04.2009
Schweinegrippe: Empfehlungen für Gesundheitsbehörden veröffentlicht
In den USA und vor allem in Mexiko sind insgesamt mehrere hundert Menschen an Schweine-Influenza erkrankt, die durch ein neuartiges Influenzavirus verursacht wurden, auch in Kanada wurden erste Fälle bestätigt, in Spanien gibt es einen Fall. Die Symptome sind ähnlich wie bei saisonaler Influenza, vor allem Fieber, Atemwegsbeschwerden und Gliederschmerzen; in Mexiko gab es eine Reihe von Todesfällen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat dieses so genannte A/H1N1-Virus am 25.4.2009 als gesundheitliches Risiko von internationaler Bedeutung eingestuft, eine vergleichbare Einstufung gab es beim Auftreten von SARS 2003. Die pandemische Warnstufe 3 der WHO, die seit einigen Jahren aufgrund der Vogelgrippe A/H5N1 gilt, ist jedoch bislang nicht verändert worden.
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27.04.2009
AkdÄ Drug Safety Mail: Lebensbedrohliche hypotensive Reaktionen nach Metamizol
Metamizol (z. B. Novalgin®, Novaminsulfon-ratiopharm®) ist ein Pyrazolonderivat mit analgetischen, antipyretischen, spasmolytischen und gering antiphlogistischen Eigenschaften, dessen Indikation auf die Behandlung von akuten starken Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen, Koliken, Tumorschmerzen sowie von hohem Fieber beschränkt ist, wenn andere Maßnahmen kontraindiziert sind oder wirkungslos bleiben. Die AkdÄ nimmt eine aktuelle Meldung zum Anlass, auf die prinzipiell bekannte Gefahr hinzuweisen, dass durch Metamizol ein nicht allergisch bedingter Blutdruckabfall bis hin zum lebensbedrohlichen Schock ausgelöst werden kann.
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24.04.2009
AkdÄ Drug Safety Mail zu Clopidogrel und PPI
Die Gabe von Protonenpumpeninhibitoren kann die präventiven Effekte von Clopidogrel bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom vermindern
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17.04.2009
BfArM warnt vor einem dubiosen Produkt zur Gewichtsabnahme aus dem Internet
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) warnt vor dem Kauf und der Einnahme von Schlankheitsprodukten, die als Nahrungsergänzungsmittel im Internet angeboten und vertrieben werden. Diese Produkte enthalten Inhaltsstoffe, die arzneilich wirken, aber nicht als solche angegeben sind. Für Patientinnen und Patienten sind die chemischen Zusätze in der Regel nicht erkennbar. Über das Internet wurde unter den Seiten „abnehmen-dss.com“ und „dss-fss-diet.com“ ein Produkt (...)
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17.04.2009
DPhG- und AMK-Stellungnahme: Interaktionen zwischen Clopidogrel und PPI
Clopidogrel ist ein Prodrug, das erst nach einer Metabolisierung in der Leber zum potenten Inhibitor der Thrombozytenaggregation wird. Die Metabolisierung erfolgt über das Enzym Cytochrom P450 2C19, über das auch Protonenpumpeninhibitoren (PPI) metabolisiert werden. Da deshalb bei gleichzeitiger Einnahme von PPI und Clopidogrel eine klinisch relevante Interaktion möglich ist, haben die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) und die Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft e.V. (DPhG) dazu eine gemeinsame Stellungnahme verfasst.
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16.04.2009
Gefährliche Schlampereien auf Intensivstationen
Eine multinationale Studie hat die Vergabe von Medikamenten auf Intensivstationen unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse sind erschreckend: Für einen von 100 Patienten endete die Behandlung in einem Desaster, ein Drittel musste durch Fehlmedikation unnötig leiden. Die Ursachen: Zeitmangel und Routine.
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15.04.2009
Use of combined oral contraceptives is linked to increased risk for systemic lupus erythematosus
Use of combined oral contraceptives (COCs) is linked to increased risk for systemic lupus erythematosus (SLE), according to the results of a population-based, nested case–control study reported in the April 15 issue of Arthritis Care & Research.
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14.04.2009
FDA MedWatch: Interaction of Ceftriaxone with Calcium-containing Products, based on previously Reported Fatal Cases in Neonates
At the request of FDA, the manufacturer of ceftriaxone (Roche) conducted two in vitro studies to assess the potential for precipitation of ceftriaxone-calcium when ceftriaxone and calcium-containing products are mixed in vials and in infusion lines. These two in vitro studies were conducted in neonatal and adult plasma to assess the potential for precipitation of ceftriaxone-calcium using varying ceftriaxone and calcium concentrations, including concentrations in excess of those achieved in vivo.* Based on the results from these studies, FDA has the following updated recommendations:
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14.04.2009
Gadolinium-haltige Röntgenkontrastmittel: Klassenbewertung durch den Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMEA)
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) informiert im Rahmen eines Stufenplanverfahrens Stufe II über die Einleitung von europäischen Risikobewertungsverfahren, in denen eine Bewertung Gadolinium-haltiger Kontrastmittel mit den Wirkstoffen Gadodiamid, Gadopentetsäure, Gadobensäure, Gadoxersäure, Gadoteridol, Gadobutrol, Gadotersäure, Gadoversetamid und Gadofosveset in Bezug auf die Auslösung nephrogener systemischer Fibrosen (NSF) vorgenommen wird.
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09.04.2009
FDA MedWatch - Raptiva (efalizumab) - Withdrawn from the US market
Genentech and FDA notified healthcare professionals of the voluntary, phased withdrawal of Raptiva, a medication for treatment of psoriasis, from the U.S. market due to a potential risk to patients of developing progressive multifocal leukoencephalopathy (PML). By June 8, 2009, Raptiva will no longer be available in the United States. Prescribers are being asked not to initiate Raptiva treatment for any new patients. Prescribers should immediately begin discussing with patients currently using Raptiva how to transition to alternative therapies. The FDA strongly recommends that patients work with their health care professional to transition to alternative therapies for psoriasis.
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08.04.2009
Teratogenität bei Antihypertonika
ACE-Hemmer und Sartane können unter Umständen im ersten Trimenon der Schwangerschaft das Risiko für Fehlbildungen beim Kind erhöhen. Dies wird in einer einer Risikobewertung zur Anwendung von Blutdrucksenkern in Schwangerschaft und Stillzeit berichtet, die die Europäische Arzneimittelagentur EMEA durchgeführt hat.
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01.04.2009
Warnhinweise für retardierte Oxycodon-haltige Arzneimittel und Alkoholgenuss
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat im März 2009 in Erweiterung zum Bescheid vom Mai 2007 (siehe DAZ Nr. 22 vom 31. Mai 2007, Seite 12) die Umsetzung der Entscheidung der Coordination Group for Mutual Recognition and Decentralised Procedures-human (CMDh) auf europäischer Ebene bekanntgegeben: Auf Verpackungen und in Packungsbeilagen Oxycodon-haltiger Arzneimittel soll vor der gleichzeitigen Einnahme mit alkoholhaltigen Getränken gewarnt werden, um die Gefahr von unfreiwilligen Überdosierungen und damit verbundenen Nebenwirkungen zu verringern
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31.03.2009
Trasylol® (Aprotinin): Verlängerung des Ruhens der Zulassung im Rahmen der Umsetzung der Kommissionsentscheidung
Die Europäische Kommission hatte auf Empfehlung des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMEA) und des Ständigen Ausschusses am 15.02.2008 entschieden, die Genehmigungen für das Inverkehrbringen von Trasylol® (Aprotinin) ruhen zu lassen, bis eine abschließenden Bewertung noch ausstehender Daten möglich ist. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat die ursprüngliche Anordnung des Ruhens der Zulassung vom 05.11.2007 erneut verlängert, nunmehr bis zum 30.03.2010.
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27.03.2009
Akute myeloische Leukämie nach Behandlung einer multiplen Sklerose mit Mitoxantron
Das Zytostatikum Mitoxantron ist seit 2002 außer für onkologische Indikationen auch zur Behandlung der sekundär progredienten oder progressiv-schubförmigen multiplen Sklerose (MS) zugelassen, wenn bestimmte Kriterien zur Krankheitsaktivität erfüllt sind und eine immunmodulatorische Therapie versagt hat oder nicht vertragen wurde. Der AkdÄ wurde der Fall eines 35-jährigen Patienten gemeldet, der wegen einer MS ab März 2006 alle drei Monate einen Zyklus Mitoxantron erhielt. Bei einer routinemäßigen Blutbildkontrolle vor geplanter Verabreichung des 12. Zyklus zeigte sich eine Leukozytopenie von 1100/µl. Im Differenzialblutbild fanden sich zwei Prozent undifferenzierte Blasten.
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25.03.2009
Eine Behandlung mit Tibolon erhöht das Risiko eines Mammakarzinom-Rezidivs
In der LIBERATE-Studie wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von Tibolon gegenüber Placebo bei der Behandlung von menopausalen Symptomen wie Hitzewallungen und Schweißausbrüchen bei Brustkrebspatientinnen untersucht. Bei Brustkrebspatientinnen ist die Gabe von Tibolon entsprechend der Fachinformation kontraindiziert.
Nach einer mittleren Beobachtungszeit von 3,1 Jahren war bei 237 von 1556 (15,2 %) Patientinnen in der Tibolon-Gruppe und bei 165 von 1542 (10,7 %) Patientinnen in der Placebo-Gruppe ein Ereignis im Sinne eines Rezidivs oder von Metastasen des Mammakarzinoms aufgetreten (Hazard Ratio 1,4; 95 % Konfidenzintervall 1,14–1,70). Die Studie wurde daraufhin vorzeitig abgebrochen, da es als unwahrscheinlich angesehen wurde, dass sich eine Nichtunterlegenheit hinsichtlich des Rezidivrisikos von Tibolon gegenüber Placebo noch zeigen könnte.
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24.03.2009
FDA MedWatch:Important prescribing information about myfortic® (mycophenolic acid) delayed release tablet
Novartis Pharmaceuticals Corporation would like to inform you of the introduction of a myfortic® Medication Guide that has been developed in conjunction with the US Food and Drug Administration (FDA) to provide important safety and efficacy information in language that patients can easily comprehend.
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20.03.2009
Bundesamt warnt vor Schmerzmittel «Fortodol» – schwere Leberschäden
Das Bundesamt für Verbraucherschutz hat vor der Einnahme des Schmerzmittels «Fortodol» gewarnt. Beim Verzehr des Präparats bestehe die Gefahr schwerer Leberschäden, teilte das Amt mit. In Norwegen und Schweden sei nach aktuellem Stand bereits eine Person an den Folgen der «Fortodol»-Einnahme gestorben, acht weitere seien erkrankt.
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19.03.2009
RHEUMAMITTEL: Todesfälle durch Actemra® RoActemra®?
Nach Angaben der japanischen Roche-Tochter Chugai ist das Medikament Actemra® (Tocilizumab) zur Behandlung rheumatoider Arthritis möglicherweise für den Tod von 15 Patienten verantwortlich. In 221 Fällen seien zudem schwere Nebenwirkungen bei den behandelten Patienten aufgetreten (...)
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06.03.2009
AkdÄ Drug Safety Mail: Rote-Hand-Brief zu Norfloxacin-haltigen Arzneimitteln
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) macht darauf aufmerksam, dass Norfloxacin-enthaltende Tabletten zukünftig nicht mehr in der Behandlung der akuten und chronischen komplizierten Pyelonephritis eingesetzt werden sollen, da die Wirksamkeit nach Studiendaten nicht belegt ist (Wissenschaftliches Gutachten des CHMP). Die Anwendung von Norfloxacin in anderen zugelassenen Indikationen ist von dieser Entscheidung nicht berührt.
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06.03.2009
AkdÄ Drug Safety Mail: Perforierte Ulzerationen der Speiseröhre und Mediastinitis mit Todesfolge nach Sorafenib (Nexavar®) (Aus der UAW-Datenbank)
Der AkdÄ wurde der Fall eines 70-jährigen Patienten gemeldet, bei dem im März 2007 ein mäßig differenziertes, multifokales Leberzellkarzinom diagnostiziert wurde. Nach zweimaliger Chemoembolisationstherapie zeigte sich weiterhin ein Tumorwachstum, sodass ab Februar 2008 eine palliative Therapie mit Nexavar® begonnen wurde. Bereits kurz nach Beginn der Therapie schilderte der Patient eine Dysphagie. Nach vier Monaten hatte die Dysphagie so stark zugenommen, dass keine orale Nahrungsaufnahme mehr möglich war. Endoskopisch zeigten sich jetzt ausgedehnte Ulzera im Ösophagus ohne Hinweis auf ein Refluxgeschehen und ohne histologischen Nachweis einer Pilzbesiedlung.
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05.03.2009
FDA Public Health Advisory: Risk of Burns during MRI Scans from Transdermal Drug Patches with Metallic Backings
The FDA has been made aware of information about certain transdermal patches (medicated patches applied to the skin) that contain aluminum or other metals in the backing of the patches. Patches that contain metal can overheat during an MRI scan and cause skin burns in the immediate area of the patch.
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26.02.2009
FDA Requires Boxed Warning and Risk Mitigation Strategy for Metoclopramide-Containing Drugs
The U.S. Food and Drug Administration announced today that manufacturers of metoclopramide, a drug used to treat gastrointestinal disorders, must add a boxed warning to their drug labels about the risk of its long-term or high-dose use. Chronic use of metoclopramide has been linked to tardive dyskinesia, which may include involuntary and repetitive movements of the body, even after the drugs are no longer taken.
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24.02.2009
AkdÄ Drug Safety Mail: Rote-Hand-Brief zur Empfehlung des Ruhens der Zulassung von Raptiva® (Efalizumab)
Zur Empfehlung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMEA), die Zulassung für das Arzneimittel Raptiva® (Efalizumab) ruhen zu lassen, ist ein Rote-Hand-Brief versendet worden. Die AkdÄ hat hierüber am 20. Februar in einer Drug Safety Mail informiert.
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23.02.2009
FDA Med Watch: Treatment with zonisamide can cause metabolic acidosis in some patients
FDA notified healthcare professionals that updated clinical data has determined that treatment with zonisamide, indicated as adjunctive therapy in the treatment of partial seizures in adults with epilepsy, can cause metabolic acidosis in some patients. Patients with predisposing conditions or therapies may be at greater risk for developing metabolic acidosis and the risk of zonisamide-induced metabolic acidosis appears to be more frequent and severe in younger patients. FDA recommends that healthcare professionals measure serum bicarbonate before starting treatment and periodically during treatment with zonisamide, even in the absence of symptoms and is working with the makers of zonisamide to revise the product labeling to reflect this new safety information.
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20.02.2009
Rote Hand Brief zu Toremifen (Fareston®):
Das BfArM bittet um dringende Beachtung der Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen im Zuge der Behandlung eines metastasierten hormonabhängigen Brustkrebses bei postmenopausalen Patientinnen. Die Produktinformation enthält zukünftig neue Kontraindikationen, Warnhinweise und Angaben zu Nebenwirkungen, die sich auf eine mögliche Veränderung bei der Elektrophysiologie am Herzen in Form einer QT-Verlängerung beziehen.
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20.02.2009
AkdÄ Drug Safety Mail: EMEA empfiehlt Ruhen der Zulassung von Efalizumab (Raptiva®)
Efalizumab ist ein rekombinanter monoklonaler Antikörper, dessen Wirksamkeit gegen Psoriasissymptome durch Hemmung der Migration und Aktivierung von T-Zellen erklärt wird. Zugelassen wurde Raptiva® bei erwachsenen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis vulgaris vom Plaque-Typ, die wegen fehlender Wirksamkeit, Kontraindikationen oder Unverträglichkeit nicht mit anderen systemischen Therapien wie Ciclosporin, Methotrexat oder PUVA behandelt werden können.
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19.02.2009
EMEA recommends new contraindication and warning for Rasilez and other aliskiren medicines
The European Medicines Agency (EMEA) has recommended adding a contra-indication to the Product Information for aliskiren, stating that it must not be used in patients who have experienced angioedema (swelling of tissues beneath the skin) when taking aliskiren in the past. The Agency also recommended the inclusion fo a warning, stating that patients who develop signs of angioedema should stop treatment and seek medical attention.
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19.02.2009
FDA Public Health Advisory Updated Safety Information about Raptiva (efalizumab)
Since the approval of Raptiva (efalizumab) in October 2003, the FDA has received reports of three confirmed cases and one possible case of progressive multifocal leukoencephalopathy (PML) in patients who were 47 to 73 years of age who were using Raptiva for the treatment of moderate to severe plaque psoriasis. Two of the patients with confirmed PML and one patient with possible PML died. All four patients were treated with Raptiva continuously for more than three years. None of the patients were receiving other treatments that suppress the immune system while taking Raptiva.
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19.02.2009
AkdÄ Drug Safety Mail: Rote-Hand-Brief zu Octenisept® (Ocentidindihydrochlorid, Phenoxyethanol)
Rote-Hand-Brief zu Berichten über Ödeme und Gewebeschädigungen subkutan nach nicht bestimmungsgemäßer Anwendung bei der Wundversorgung englumiger Stichkanäle
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13.02.2009
AkdÄ Drug Safety Mail: Aus der UAW-Datenbank: Abhängigkeit von Flupirtin
Flupirtin (z. B. Katadolon®, Trancopal® Dolo) ist ein zentral wirkendes, nicht opioides Analgetikum, das zur Behandlung von akuten und chronischen Schmerzen zugelassen ist. In den Fachinformationen wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass "keine Sucht erzeugt und keine Toleranzentwicklung verursacht" wird. Nun wurde der AkdÄ über eine 33-jährige Patientin berichtet, bei der eine langjährige Schmerzmittelabhängigkeit von Flupirtin vorlag.
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11.02.2009
AkdÄ Drug Safety Mail: Rote-Hand-Brief zuAvastin® (Bevacizumab)
Rote-Hand-Brief zu Berichten über schwere Augenentzündungen und sterile Endophthalmitis nach der nicht zugelassenen intravitrealen Anwendung von Avastin® (Bevacizumab) in Kanada
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04.02.2009
Potential Signals of Serious Risks/New Safety Information Identified from the Adverse Event Reporting System (AERS) between July - September 2008
The table below lists the names of products and potential signals of serious risks/new safety information that were identified for these products during the period July - September 2008 in the AERS database. The appearance of a drug on this list does not mean that FDA has concluded that the drug has the listed risk. It means that FDA has identified a potential safety issue, but does not mean that FDA has identified a causal relationship between the drug and the listed risk. If after further evaluation the FDA determines that the drug is associated with the risk, it may take a variety of actions including requiring changes to the labeling of the drug, requiring development of a Risk Evaluation and Mitigation Strategy (REMS), or gathering additional data to better characterize the risk.
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04.02.2009
FDA MedWatch: Xigris (Drotrecogin alfa [activated]) - Early Communication about an Ongoing Safety Review
FDA is aware of a recently published study, a retrospective medical record review of 73 patients who receive Drotrecogin alfa (activated), marketed as Xigris, indicated for the reduction of mortality in adult patients with severe sepsis who have a high risk of death (Gentry et al.; Crit Care Med 2009).The study reported an increased risk of serious bleeding events and of death in patients with sepsis and baseline bleeding risk factors who received this product. Serious bleeding events occurred in 7 of 20 patients (35%) who had a bleeding risk factor vs. only 2 of 53 (3.8%) patients without any bleeding risk factors. The finding by Gentry et al. of an increased risk of death and serious bleeding events in patients treated with Xigris who also have baseline bleeding risk factors is consistent with the information in the current product label. Prescribers should refer to the product label for the specific contraindications, warnings, and, precautions and carefully weigh the increased risk of bleeding against the benefits of Xigris.
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30.01.2009
Information für Ärzte zur Verordnung von Lenalidomid- und Thalidomid-haltigen Arzneimitteln (Mitteilung)
Im Rahmen eines zentralen Verfahrens erhielten im Juni 2007 das Lenalidomid-haltige Fertigarzneimittel Revlimid® und im April 2008 das Thalidomid-haltige Fertigarzneimittel Thalidomid Pharmion eine Zulassung in der Europäischen Union zur Behandlung des Multiplen Myeloms. Vor allem aufgrund der teratogenen Eigenschaften wurden die Mitgliedstaaten verpflichtet, die Einhaltung entsprechender Auflagen für ein Sicherheitskonzept in ihrem Zuständigkeitsbereich zu gewährleisten. In Deutschland werden diese Auflagen durch eine Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV) und der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) umgesetzt, die am 08. Februar 2009 in Kraft tritt. Die Anforderungen und Vorschriften für die ärztliche Verschreibung bei der Anwendung Lenalidomid- und Thalidomid-haltiger Arzneimittel werden in einer Information für Ärzte dargestellt.
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29.01.2009
Langwirksame Beta-Mimetika (Formoterol, Salmeterol) zur Asthmatherapie: Erneute Nutzen-Risiko-Bewertung
Nebenwirkungen langwirksamer Beta-Mimetika (LABAs) – insbesondere respiratorische Effekte - werden seit längerem diskutiert. Die in der EU für Fragen der Arzneimittelsicherheit zuständige Pharmacovigilance Working Party (PhVWP) des CHMP hatte nach einer Risikobewertung im Jahr 2006 bereits Änderungen der Produktinformationen für alle Formoterol- und Salmeterol-haltigen Arzneimittel zur Asthmatherapie beschlossen.
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28.01.2009
AkdÄ Drug Safety Mail: Kawasaki-Syndrome im Zusammenhang mit RotaTeq®
RotaTeq® ist ein für Säuglinge ab dem Alter von sechs Wochen zugelassener Lebendimpfstoff zur Prävention von durch Rotaviren verursachter Gastroenteritis. Die Rotavirus-Impfung zählt gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut aktuell nicht zu den Standard- oder Indikationsimpfungen.
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27.01.2009
FDA MedWatch: Clopidogrel bisulfate (marketed as Plavix)
FDA notified healthcare professionals that the makers of Plavix have agreed to work with FDA to conduct studies to obtain additional information that will allow a better understanding and characterization of the effects of genetic factors and other drugs (especially the proton pump inhibitors (PPIs)) on the effectiveness of clopidogrel.
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23.01.2009
AkdÄ Drug Safety Mail: Aus der UAW-Datenbank: Darmperforation unter Bevacizumab
Der AkdÄ wurde von einer 46-jährigen Patientin mit einem intrapulmonal metastasierten nicht kleinzelligen Bronchialkarzinom berichtet, die nach Gabe von Carboplatin, Gemcitabin und Bevacizumab zunehmend Bauchschmerzen und Übelkeit entwickelte. Sechs Tage nach der Therapie wurde sie mit den klinischen Zeichen eines akuten Abdomens in die Chirurgie übernommen. Bei einer notfallmäßigen Laparotomie zeigte sich eine Kolonnekrose mit Perforation der rechten Kolonflexur, sodass eine Hemikolektomie durchgeführt wurde.
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22.01.2009
European Medicines Agency makes recommendations for safer use of Ritalin and other methylphenidate-containing medicines in the EU
The European Medicines Agency (EMEA) has concluded that methylphenidate-containing medicines remain suitable for the treatment of children aged six years or older and adolescents with attention deficit/hyperactivity disorder (ADHD). It has also recommended that the product information be made consistent across the European Union (EU) so that all patients, carers and prescribers have the same information for safer and more appropriate use of these medicines.
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22.01.2009
European Medicines Agency recommends new contraindication for Fareston (toremifene)
The European Medicines Agency (EMEA) has recommended that Fareston (toremifene), from Orion Pharma, should not be used in patients at risk of prolonged QT intervals or other heart problems.
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19.01.2009
Rote-Hand-Brief zur Einschränkung der Indikationen und zu neuen, sehr seltenen unerwünschten Wirkungen von Moxifloxacin-Tabletten
Der Hersteller informiert in einem Rote-Hand-Brief über Einschränkungen der Indikation von Moxifloxacin bei der akuten bakteriellen Sinusitis (ABS), der durch Bakterien verursachten akuten Exazerbation einer chronischen Bronchitis (AECB) und der ambulant erworbenen Lungenentzündung (CAP). Bei diesen Erkrankungen soll Moxifloxacin nur noch eingesetzt werden, wenn andere Antibiotika, die für die initiale Behandlung empfohlen werden, für ungeeignet erachtet werden. Darüber hinaus wird auf unerwünschte Wirkungen wie Rhabdomyolyse, die Verschlimmerung von Symptomen einer Myasthenia gravis und das Risiko von Herzrhythmusstörungen bei Frauen und älteren Patienten aufmerksam gemacht.
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14.01.2009
FDA Update of Safety Review of Montelukast (Singulair)
FDA requested manufacturers of products indicated for the treatment of asthma and/or allergic rhinitis that act through the leukotriene pathway (montelukast, zafirlukast, zileuton) to submit adverse event data for suicidality adverse events as well as mood and behavioral-related adverse events from all available placebo-controlled clinical trials.
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12.01.2009
Entflammbarkeitsrisiko von Dimethicon und Cyclomethicon haltigen Antiläusemitteln
Das BfArM wurde von der niederländischen Behörde informiert, dass bestimmte Antiläusemittel mit 4% Dimethicon und 96% Cyclomethicon (Silikonölderivate) leicht entflammbar sind. Bei Patienten sind dadurch schwere Verbrennungen der Haut und Haare aufgetreten.
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07.01.2009
AkdÄ Drug Safety Mail: Akute psychotische Reaktion nach Amoxicillin/Clavulansäure
Im "British Medical Journal" (BMJ) wurde über den Fall einer 55 Jahre alten Frau berichtet, die unter der Verdachtsdiagnose einer Pneumonie Amoxicillin/Clavulansäure erhielt. Nach einer ersten Dosis von 375 mg wurde die Patientin innerhalb von zwei Stunden desorientiert und verwirrt. Bei Vorstellung in einer Rettungsstelle hatte sich die Symptomatik wieder zurückgebildet. Nach erneuter Gabe von 750 mg Amoxicillin/Clavulansäure entwickelte die Frau ein agitiertes Bild mit optischen Halluzinationen, Verfolgungswahn und Sprachstörungen.
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05.01.2009
AkdÄ Drug Safety Mail: Rote-Hand-Brief über den zeitlichen Zusammenhang und die Überwachung von Infusions-/Überempfindlichkeitsreaktionen in Verbindung mit Torisel® (Temsirolimus)
Torisel® (Temsirolimus) ist ein Proteinkinase-Inhibitor, der zur First-line-Therapie des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms zugelassen ist, wenn mindestens drei von sechs definierten prognostischen Risikofaktoren vorliegen (siehe Abschnitt 5.1 der Fachinformation). Der Hersteller informiert in einem Rote-Hand-Brief über Infusions-/Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich einiger lebensbedrohlicher und in seltenen Fällen tödlich verlaufener Reaktionen) im Zusammenhang mit der Anwendung von Torisel® und gibt Hinweise zur Überwachung und zu Gegenmaßnahmen.
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31.12.2008
FDA MedWatch Safety Information Innohep (tinzaparin sodium injection)
Celgene has issued a Dear Healthcare Professional letter describing a controlled clinical study suggesting that Innohep may increase the risk for death, compared to unfractionated heparin when used to treat elderly patients with renal insufficiency. It recommended consideration of alternatives to Innohep when treating these patients for deep vein thrombosis with or without pulmonary embolism.
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23.12.2008
Fälschungen von Xeomin® (Botulinum Neurotoxin Typ A) aufgetaucht
Der Hersteller von Xeomin® warnt in einem mit den Überwachungsbehörden abgestimmten Schreiben vor Fälschungen des Arzneimittels, die in Polen aufgetaucht sind. Die entdeckten Fälschungen haben eine deutsche Kennzeichnung mit der Chargennummer 408011 und Haltbarkeit 10.2010. Xeomin® enthält den Wirkstoff Botulinum Neurotoxin Typ A und ist für die Indikationen Blepharospasmus (Lidkrampf) und zervikale Dystonie mit überwiegend rotatorischer Komponente (Torticollis spasticus) zugelassen.
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18.12.2008
FDA Requires Warnings about Risk of Suicidal Thoughts and Behavior for Antiepileptic Medications
The U.S. Food and Drug Administration today announced it will require the manufacturers of antiepileptic drugs to add to these products' prescribing information, or labeling, a warning that their use increases risk of suicidal thoughts and behaviors (suicidality). The action includes all antiepileptic drugs including those used to treat psychiatric disorders, migraine headaches and other conditions, as well as epilepsy.
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12.12.2008
AkdÄ Drug Safety Mail: Rote-Hand-Brief zu Cabergolin und Pergolid
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) informiert in einem Rote-Hand-Brief in Absprache mit allen Herstellern über wichtige Sicherheitsaspekte und Änderungen der Informationstexte zu den Wirkstoffen Cabergolin und Pergolid. Die Änderungen wurden erforderlich aufgrund von Berichten über fibrotische Veränderungen, einschließlich Herzklappenveränderungen, insbesondere bei Langzeitanwendern von Dopaminagonisten des Ergotamin-Typs.
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12.12.2008
AkdÄ Drug Safety Mail: Kardiopulmonale Zwischenfälle bei der Verwendung von Knochenzement
Der AkdÄ wurden im letzten Jahr vier Zwischenfälle im unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang mit der Verwendung von gentamicinhaltigem Knochenzement berichtet. In allen Fällen handelte es sich um ältere Patienten mit kardiopulmonalen Vorerkrankungen, die wegen einer Schenkelhalsfraktur mit einem endoprothetischen Hüftgelenkersatz versorgt wurden. Intraoperativ kam es jeweils wenige Minuten nach Einbringen des Zements in das Femur zur reanimationspflichtigen Kreislaufdepression.
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04.12.2008
Rote-Hand-Brief zu Advagraf®/Prograf® (Tacrolimus)
Der Hersteller von Advagraf® und Prograf®, die beide als Wirkstoff das Immunsuppressivum Tacrolimus enthalten, macht auf Anwendungsfehler aufmerksam, die durch falsche Dosierungen zu schwerwiegenden unerwünschten Reaktionen führen können. Aus Prograf® wird die Wirksubstanz sofort freigesetzt, während es sich bei Advagraf® um ein Retardpräparat handelt. Ohne sorgfältige therapeutische Überwachung und Anpassung der Dosierung dürfen die Präparate nicht ausgetauscht werden.
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02.12.2008
FDA MedWatch Safety Information Innohep (tinzaparin sodium injection)
FDA has received information about the clinical study: Innohep in Renal Insufficiency Study (IRIS) that was stopped in February, 2008 by the study’s Data Safety Monitoring Committee because of an interim finding of an increase in all-cause mortality in patients who received Innohep. Information on the patients enrolled in the study, on the heparin used to manufacture Innohep, and on the heparin used in the study is still being collected and analyzed.
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24.11.2008
FDA MedWatch Safety Information (Phenytoin)
FDA is investigating new preliminary data regarding a potential increased risk of serious skin reactions including Stevens Johnson syndrome (SJS) and toxic epidermal necrolysis (TEN) from phenytoin therapy in Asian patients positive for human leukocyte antigen (HLA) allele, HLA-B*1502. This allele occurs almost exclusively in patients with ancestry across broad areas of Asia, including Han Chinese, Filipinos, Malaysians, South Asian Indians, and Thais. Until the FDA evaluation is completed, healthcare providers who are considering the use of phenytoin or fosphenytoin should be aware of the risks and benefits described in the current prescribing information for this drug. Healthcare providers should consider avoiding phenytoin and fosphenytoin as alternatives for carbamazepine in patients who test positive for HLA-B*1502. A summary of the data currently being analyzed by FDA, and information for patients and healthcare professionals to consider, can be found in the links provided in the MedWatch safety alert.
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20.11.2008
European Medicines Agency recommends the suspension of the marketing authorisation of Ionsys (fentanyl hydrochloride)
The European Medicines Agency (EMEA) has recommended the suspension of the marketing authorisation of Ionsys (fentanyl hydrochloride), from Janssen-Cilag International NV, because of a defect with the delivery system of the medicine that could lead to patients being overdosed.
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14.11.2008
Eine Gynäkomastie durch Finasterid kann die Diagnose eines Mammakarzinoms beim Mann verzögern (Aus der UAW-Datenbank)
Der AkdÄ wurde der Fall eines 71-jährigen Mannes gemeldet (AkdÄ-Fall Nr. 146008), der seit Juli 2004 wegen einer Prostatahypertrophie Finasterid 5 mg und Tamsulosin 0,4 mg/Tag eingenommen hat. Etwa ein Jahr später kam es zu einer Berührungsempfindlichkeit und zu Spannungsschmerz in der linken Brust. Die zunächst geringe Gynäkomastie nahm im ersten Halbjahr 2007 deutlich zu, sodass im Juli eine subkutane Mastektomie links durchgeführt wurde. Obwohl der Befund vor der Operation nicht suspekt auf ein malignes Geschehen war (keine Knoten, keine Sekretion, gleichmäßige Konsistenz) zeigte sich histologisch ein infiltrierendes duktales Karzinom. Da es nicht im Gesunden entfernt worden war, musste eine Nachoperation durchgeführt werden. Aufgrund des Tumorstadiums (G3, pT2, pN1) wurde eine Chemotherapie begonnen und eine Nachbestrahlung sowie eine antiöstrogene Therapie mit Tamoxifen geplant.
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12.11.2008
Rote-Hand-Brief zu MabThera® (Rituximab)
Rituximab (MabThera®) ist ein gentechnisch hergestellter monoklonaler Antikörper, der spezifisch an das transmembrane Antigen CD20 bindet, das sowohl auf gesunden als auch auf malignen B-Lymphozyten zu finden ist und insbesondere auf mehr als 95 % aller Zellen von Non-Hodgkin-Lymphomen (NHL) des B-Zelltyps exprimiert wird. Rituximab ist zugelassen für die Therapie von CD20-positiven B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphomen (B-NHL) sowie in Kombination mit Methotrexat bei der schweren rheumatoiden Arthritis. Der Hersteller weist in einem Rote-Hand-Brief auf Fälle von progressiver multifokaler Leukenzephalopathie (PML) hin, die im Zusammenhang mit Anwendung von Mabthera® bei Autoimmunerkrankungen einschließlich der rheumatoiden Arthritis aufgetreten sind.
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05.11.2008
Zusammenhang zwischen Efalizumab (Raptiva®) und progressiver multifokaler Leukenzephalopathie
Efalizumab ist ein immunsuppressiv wirksamer, monoklonaler Antikörper. Er ist zugelassen bei erwachsenen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis vulgaris vom Plaque-Typ, die wegen fehlender Wirksamkeit, Kontraindikationen oder Unverträglichkeit nicht mit anderen systemischen Therapien wie Ciclosporin, Methotrexat oder PUVA behandelt werden können. Der Hersteller von Raptiva® (Efalizumab) informiert in einer Mitteilung an die Angehörigen der Heilberufe über den Fall einer progressiven multifokalen Leukenzephalopathie (PML) bei einem Patienten, der Raptiva® etwa vier Jahre lang als Monotherapie erhalten hat.
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03.11.2008
Armplexusneuritis im Zusammenhang mit Gardasil® (Aus der UAW-Datenbank)
Der AkdÄ wurde der Fall einer 18-jährigen Frau gemeldet, die acht Wochen nach der zweiten Injektion von Gardasil® zunächst ein Schweregefühl in den beiden Extremitäten verspürt hatte. Am nächsten Tag konnte sie den Arm nicht mehr anheben, das Greifen war erschwert, und es bestand ein fleckförmiges Taubheitsgefühl im Bereich des rechten Unterarms, der Hand und der Schulter.
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30.10.2008
Rote-Hand-Brief zu Acomplia® (Rimonabant)
Die AkdÄ hat in einer Drug Safety Mail am 24.10.2008 berichtet, dass die Europäische Arzneimittelbehörde (EMEA) das Ruhen der Zulassung von Acomplia® (Rimonabant) empfohlen hat. Aktuell teilt der Hersteller in einem Rote-Hand-Brief mit, dass Ärzte keine Neu- oder Wiederverordnungen vornehmen sollen und empfiehlt Patienten, die derzeit mit Acomplia® behandelt werden, ihren Arzt aufzusuchen, um die weitere Therapie zu besprechen.
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23.10.2008
Acomplia® (Rimonabant): Europäische Arzneimittelagentur hält Ruhen der Zulassung für erforderlich
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte informiert hiermit, dass sich der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMEA) auf seiner Sitzung am 20. - 23. Oktober in London dafür ausgesprochen hat, das Ruhen der Zulassung für das Arzneimittel Acomplia® mit dem Wirkstoff Rimonabant zu empfehlen.
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16.10.2008
FDA Approves Updated Labeling for Psoriasis Drug Raptiva
The U.S. Food and Drug Administration today announced labeling changes, including a Boxed Warning, to highlight the risks of life-threatening infections, including progressive multifocal leukoencephalopathy (PML), with the use of Raptiva (efalizumab). The labeling changes are based on the FDA's post-market surveillance. The FDA is also requiring the submission of a Risk Evaluation and Mitigation Strategy (REMS), which will include a Medication Guide for patients and a timetable for assessment of the REMS.
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03.10.2008
Severe Adverse Event Reported in Raptiva® Patient
Merck KGaA, together with its Merck Serono division, announced today that Genentech Inc. has reported a case of progressive multifocal leukoencephalopathy (PML) in a 70-year old patient who had received Raptiva® (efalizumab) for more than four years of treatment of chronic plaque psoriasis. Genentech markets Raptiva® in the United States.
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02.10.2008
"Direct Healthcare Professional Communication" zu Arcoxia® (Etoricoxib)
Der Hersteller von Arcoxia® (Etoricoxib) informiert in einer "Direct Healthcare Professional Communication" über das mit der Einnahme von Etoricoxib verbundene Risiko von unerwünschten hypertensiven Ereignissen, das auch für die Kontraindikation für die Anwendung von Etoricoxib bei Patienten mit Hypertonie, deren Blutdruck nicht adäquat eingestellt ist, gilt.
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01.10.2008
FDA MedWatch Safety Information - FDA Analysis Shows Cholesterol Lowering Medications Do Not Increase the Risk of "Lou Gehrig's Disease"
U.S. Food and Drug Administration's analysis provides new evidence that the use of statins does not increase incidence of amyotrophic lateral sclerosis (ALS), a neurodegenerative disease often referred to as "Lou Gehrig's Disease." The analysis was reported on Monday, Sept. 29, 2008 in Pharmacoepidemiology and Drug Safety.
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29.09.2008
Rote-Hand-Brief zu zu Ionsys® (Fentanyl)
Der Hersteller von Ionsys® (Fentanyl) informiert in einem Rote-Hand-Brief über den Rückruf aller Chargen von Ionsys® 40 Mikrogramm pro Dosis iontophoretisches transdermales System in den folgenden Ländern: Österreich, Belgien, Finnland, Frankreich, Deutschland, Luxemburg, Niederlanden, Slowenien, Schweden, Großbritannien, Irland, Singapur, Dänemark, Norwegen. Die Chargen werden freiwillig als Vorsichtsmaßnahme zurückgerufen, da bei einigen Systemen einer einzelnen Charge Defekte entdeckt worden sind.
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26.09.2008
FDA MedWatch Safety Information (use of epoetin alfa to treat acute ischemic stroke)
FDA has been made aware of preliminary safety findings from a clinical trial conducted in Germany investigating the use of epoetin alfa to treat acute ischemic stroke. The clinical trial utilized doses of epoetin alfa that were considerably higher than the doses recommended for the treatment of anemia as described in the FDA-approved labeling for the product. Over a period of ninety days after the start of the trial, there were more deaths in the group of patients who received epoetin alfa compared to patients who received the placebo (16% versus 9%). Roughly half of all deaths in both groups occurred within the first seven days after starting the drug, with death from intracranial hemorrhage (bleeding within the brain) occurring among approximately 4% of patients who received epoetin alfa compared to 1% of patients in the placebo group.
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25.09.2008
European Medicines Agency recommends update of product information of Tysabri and risk of progressive multifocal leukoencephalopathy (PML)
The European Medicines Agency’s Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) has recommended that the product information for Tysabri (natalizumab) be updated to further increase awareness about the risk of progressive multifocal leukoencephalopathy (PML) in patients with relapsing-remitting multiple sclerosis (MS) who have been treated with the medicine.
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24.09.2008
MedWatch Safety Information: Tarceva® (Erlotinib) Tablets
OSI and Genentech notified healthcare professionals that cases of hepatic failure and hepatorenal syndrome, including fatalities, have been reported during use of Tarceva, particularly in patients with baseline hepatic impairment. Patients with hepatic impairment receiving Tarceva should be closely monitored during therapy and the product should be used with extra caution in patients with total bilirubin >3x ULN. Dosing should be interrupted or discontinued if changes in liver function are severe, such as doubling of total bilirubin and/or tripling of transaminases in the setting of pretreatment values outside the normal range. New information from a pharmacokinetic study in patients with moderate hepatic impairment associated with significant liver tumor burden has been provided in the revised prescribing information, and other recommendations are included in the WARNINGS and DOSAGE AND ADMINISTRATION sections.
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24.09.2008
Stellungnahme der AkdÄ in Abstimmung mit der Bundesärztekammer zur Strategie des Bundesministeriums für Gesundheit zur Erkennung, Prävention und Kontrolle von Antibiotika-Resistenzen in Deutschland (10. September 2008)
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22.09.2008
Wechselwirkungen zwischen Ibuprofen und niedrig dosierter Acetylsalicylsäure
Die Pharmakovigilanz-Arbeitsgruppe (PhVWP) des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) bei der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMEA) hat die Wirkstoffe Ibuprofen sowie Acetylsalicylsäure (in der niedrig dosierten Form zur Thrombozytenaggregationshemmung) hinsichtlich des Risikos für das Auftreten von Wechselwirkungen neu bewertet.
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18.09.2008
Carbamazepin-haltige Arzneimittel: Class Review durch die Pharmakovigilanz-Arbeitsgruppe (PhVWP) der EMEA und Anhörung im Stufenplanverfahren, Stufe II
Das BfArM hält es für erforderlich, die Produktinformationen aller Carbamazepin-haltigen Arzneimittel in den Abschnitten Warnhinweise und Nebenwirkungen hinsichtlich des Risikos für das Auftreten des Stevens-Johnson-Syndroms (SJS) bei bestimmten Bevölkerungsgruppen südostasiatischer Herkunft zu ändern. Es erfolgt eine schriftliche Anhörung nach dem Stufenplanverfahren, Stufe II.
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18.09.2008
"Dear Doctor Letter" zu Vigil® (Modafinil)
Vigil® (Modafinil) ist ein zentral wirksames Sympathomimetikum, das in der Behandlung der Narkolepsie eingesetzt wird, sowie beim obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) und beim chronischen Schichtarbeiter-Syndrom, wenn andere Therapiemaßnahmen nicht ausreichend wirksam sind. Die Anwendung von Vigil® bei Kindern und Jugendlichen wird nicht empfohlen. Der Hersteller weist in einer Mitteilung an die Angehörigen der Heilberufe auf schwere Hautausschläge und psychische Symptome hin, die unter der Therapie mit Vigil® aufgetreten sind.
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15.09.2008
Akute Oxalat-Nephropathie im Zusammenhang mit der Gabe von Orlistat bei chronischer Niereninsuffizienz
Orlistat (Xenical®) ist in Kombination mit einer hypokalorischen Kost zugelassen zur Behandlung von adipösen Patienten mit einem Körpermasseindex (Body-Mass-Index, BMI) > 30 kg/m² sowie bei übergewichtigen Patienten (BMI > 28 kg/m²), wenn begleitende Risikofaktoren vorliegen. Singh et al. berichten über eine 57-jährige Patientin, die an einem Diabetes mellitus Typ II und einer chronischen Niereninsuffizienz leidet (Serumkreatinin 2,5 mg/dl). Nach einer Dosiserhöhung von zwei- auf dreimal täglich 120 mg Orlistat kam es innerhalb von zwei Monaten zu einem allgemeinen Krankheitsgefühl und Episoden mit öligen Stuhlabgängen.
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05.09.2008
Stellungnahme des BfArM zu Botulinumtoxin
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05.09.2008
Progressive multifokale Leukenzephalopathie nach Rituximab
Rituximab (MabThera®) ist zugelassen für die Therapie von CD20-positiven B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphomen (B-NHL) sowie in Kombination mit Methotrexat bei der schweren rheumatoiden Arthritis. Der AkdÄ wurde der Fall einer 1941 geborenen Frau gemeldet, bei der im Mai 2000 ein follikuläres NHL diagnostiziert wurde. Die Patientin wurde zunächst nach dem CHOP-Schema behandelt und erhielt später wegen zwei Rezidiven weitere Chemotherapien (Fludarabin/Cyclophophamid, Bendamustin) kombiniert mit Rituximab. Im März 2007 wurde bei der Patientin eine progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML) diagnostiziert.
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05.09.2008
FDA MedWatch Safety Information
FDA notified healthcare professionals that pulmonary and disseminated histoplasmosis, coccidioidomycosis, blastomycosis and other opportunistic infections are not consistently recognized in patients taking tumor necrosis factor-alfa blockers (TNF blockers). This has resulted in delays in appropriate treatment, sometimes resulting in death. For patients taking TNF blockers who present with signs and symptoms of possible systemic fungal infection, such as fever, malaise, weight loss, sweats, cough, dypsnea, and/or pulmonary infiltrates, or other serious systemic illness with or without concomitant shock, healthcare professionals should ascertain if patients live in or have traveled to areas of endemic mycoses. For patients at risk of histoplasmosis and other invasive fungal infections, clinicians should consider empiric antifungal treatment until the pathogen(s) are identified.
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22.08.2008
FDA MedWatch Safety Information
FDA informed healthcare professionals that the Agency is investigating a report from the Simvastatin and Ezetimibe in Aortic Stenosis (SEAS) trial of a possible association between the use of Vytorin and a potentially increased incidence of cancer. Vytorin is a combination product of simvastatin and ezetimibe used to decrease the production of cholesterol by the liver and inhibit the absorption of cholesterol in the intestine to reduce LDL-cholesterol levels and reduce the risk of cardiovascular events. Recently, FDA obtained preliminary results from the SEAS trial. The clinical trial tested whether lowering LDL-cholesterol with Vytorin would reduce the risk of cardiovascular events in individuals with aortic stenosis. A lower overall cardiovascular risk was not found with Vytorin. However, there was an additional observation that a larger percentage of subjects treated with Vytorin were diagnosed with and died from all types of cancer combined when compared to placebo during the 5-year study.
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20.08.2008
"Dear Doctor Letter" zu Tysabri® (Natalizumab)
Der Hersteller von Tysabri® (Natalizumab) benachrichtigt die Fachkreise in einem "Dear Doctor Letter" über den Zusammenhang zwischen Natalizumab und einer progressiven multifokalen Leukoencephalopathie (PML). Nach Markteinführung in Europa wurden im Juli 2008 zwei PML-Fälle berichtet, die bei Patienten mit Multipler Sklerose unter Monotherapie mit Tysabri® aufgetreten sind. Insgesamt sind bislang vier Fälle einer PML bei mit Tysabri® behandelten MS-Patienten bekannt.
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19.08.2008
Byetta (exenatide) - Reports of 6 cases ofhemorrhagic or necrotizing pancreatitis since October 2007
Since issuing Information for Healthcare Professionals in October 2007, FDA has received reports of 6 cases of hemorrhagic or necrotizing pancreatitis in patients taking Byetta. Byetta is a medicine given by subcutaneous injection to help treat adults with type 2 diabetes. Of the 6 cases of hemorrhagic or necrotizing pancreatitis, all patients required hospitalization, two patients died and four patients were recovering at time of reporting. Byetta was discontinued in all 6 cases.
Byetta and other potentially suspect drugs should be promptly discontinued if pancreatitis is suspected. There are no signs or symptoms that distinguish acute hemorrhagic or necrotizing pancreatitis associated with Byetta from the less severe form of pancreatitis. If pancreatitis is confirmed, initiate appropriate treatment and carefully monitor the patient until recovery. Byetta should not be restarted. Consider antidiabetic therapies other than Byetta in patients with a history of pancreatitis.
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13.08.2008
European Medicines Agency update on progressive multifocal leukoencephalopathy (PML) and Tysabri
At the end of July 2008, the European Medicines Agency (EMEA) received two reports of progressive multifocal leukoencephalopathy (PML) in patients with relapsing-remitting multiple sclerosis (MS) who have been treated with Tysabri.
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13.08.2008
Neue Anwendungsbeschränkungen und Warnhinweise zu Moxifloxacin und Norfloxacin
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) informiert auf seiner Homepage
(www.bfarm.de) über Anwendungsbeschränkungen und Warnhinweise zu Moxifloxacin (Actimax®,
Actira®, Avalox®) und Norfloxacin (1;2), die aufgrund einer aktuellen Bewertung durch die
europäische Arzneimittelbehörde (EMEA) empfohlen wurden.
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08.08.2008
Dear Healthcare Professional Letter" zu Perfalgan® (Paracetamol i.v.)
Der Hersteller von Perfalgan® (Paracetamol i.v.) erinnert in einem "Dear Healthcare Professional Letter" an das potentielle hepatotoxische Risiko von Paracetamol und informiert über Ergänzungen der Fachinformation, die zur Genehmigung beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eingereicht wurden.
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08.08.2008
Simvastatin Used With Amiodarone - Risk of rhabdomyolysis when simvastatin is used with amiodarone
FDA notified healthcare professionals of the risk of muscle injury, rhabdomyolysis, which can lead to kidney failure or death, when simvastatin is used with amiodarone. This risk is dose-related and increases when a dose of simvastatin greater than 20 mg per day is given with amiodarone. Although a revision of the simvastatin labeling in 2002 described an increased risk of rhabdomyolysis when amiodarone is taken with simvastatin doses greater than 20 mg daily, FDA continues to receive reports of rhabdomyolysis in patients treated concurrently with amiodarone and simvastatin. Prescribers should be aware of the increased risk of rhabdomyolysis when simvastatin is prescribed with amiodarone, and they should avoid doses of simvastatin greater than 20 mg per day in patients taking amiodarone.
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04.08.2008
Imatinib als mögliche Ursache einer Rhabdomyolyse
Imatinib (Glivec®) ist ein Tyrosinkinase-Inhibitor, der u. a. zur Behandlung der Philadelphia-Chromosom-positiven chronischen myeloischen Leukämie (CML) und gastrointestinaler Stromatumoren zugelassen ist. Im "New England Journal of Medicine" wurde nun der Krankheitsverlauf einer 25-jährigen Patientin dargestellt, bei der Imatinib möglicherweise die Ursache einer Rhabdomyolyse war.
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31.07.2008
FDA MedWatch - Erythropoiesis Stimulating Agents: Procrit, Epogen,and Aranesp - FDA clarifies approved conditions for use of ESAs in patients with cancer and revises dosing directions
Amgen and FDA informed healthcare professionals of modifications to certain sections of the Boxed Warnings, Indications and Usage, and Dosage and Administration sections of prescribing information for Erythropoiesis Stimulating Agents (ESAs). The changes clarify the FDA-approved conditions for use of ESAs in patients with cancer and revise directions for dosing to state the hemoglobin level at which treatment with an ESA should be initiated. Additional revisions to prescribing information that ESAs are not intended for use in patients receiving myelosuppressive therapy when the expected outcome is cure and when to initiate and discontinue ESA dosing will be forthcoming. FDA continues to encourage healthcare professionals to discuss with their patients before starting or continuing therapy with ESAs, the benefits of treatment with ESAs and the potential and demonstrated risks of ESAs for thrombovascular events, shortened time to tumor progression or recurrence, and shortened survival time.
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30.07.2008
Information for Healthcare Professionals: Mitoxantrone Hydrochloride (marketed as Novantrone and generics)
FDA is informing health care professionals about additional recommendations for cardiac monitoring and reminding of the importance of monitoring cardiac function in patients with multiple sclerosis (MS) who are treated with mitoxantrone.
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28.07.2008
AkdÄ Drug Safety Mail: Heparininduzierte Thrombozytopenie unter Fondaparinux
Fondaparinux (Arixtra®) ist zugelassen zur Prophylaxe thromboembolischer Ereignisse, zur Therapie tiefer Venenthrombosen und Lungenembolien sowie bei der Behandlung der instabilen Angina pectoris und von Myokardinfarkten. Im New England Journal of Medicine berichteten Warkentin et al. über eine 48-jährige Patientin, die nach Gabe von Fondaparinux zur Thromboseprophylaxe eine Symptomatik wie bei heparininduzierter Thrombozytopenie entwickelte, obwohl keine Exposition mit Heparin stattgefunden hatte.
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25.07.2008
European Medicines Agency recommends restricting the use of oral moxifloxacin-containing medicines
Finalising a review of the safety of moxifloxacin-containing medicines for oral use, the European Medicines Agency (EMEA) has concluded that these medicines should only be prescribed in the treatment of acute bacterial sinusitis, acute exacerbation of chronic bronchitis and community-acquired pneumonia when other antibiotics cannot be used or have failed. The Agency also recommended strengthening the warnings for oral moxifloxacin medicines.
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25.07.2008
Epoetine: Wichtige Anwendungsbeschränkungen vorgenommen: Indikationseinschränkungen und neue Hämoglobin Zielwerte definiert
Das BfArM informiert hiermit über wichtige Änderungen der Zulassungen für Erythropoese-stimulierende Arzneimittel (Epoetine). Dieser Mitteilung ist ein mit den pharmazeutischen Unternehmen und der Europäischen Arzneimittelagentur EMEA abgestimmter Brief beigefügt, der sich an alle Verordner von Epoetinen richtet.
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25.07.2008
Abacavir (marketed as Ziagen) and Abacavir-containing Medications
FDA informed healthcare professionals that serious and sometimes fatal hypersensitivity reactions (HSR) caused by abacavir therapy are significantly more common in patients with a particular human leukocyte antigen (HLA) allele, HLA-B*5701. FDA reviewed data from two studies that support a recommendation for pre-therapy screening for the presence of the HLA-B*5701 allele and the selection of alternative therapy in positive subjects. Genetic tests for HLA-B*5701 are available and all patients should be screened for the HLA-B*5701 allele before starting or restarting treatment with abacavir or abacavir-containing medications. Development of clinically suspected abacavir HSR requires immediate and permanent discontinuation of abacavir therapy in all patients, including patients negative for HLA-B*5701.
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24.07.2008
EMEA recommends restricted use of oral norfloxacin-containing medicines in urinary infections
The European Medicines Agency has recommended restricting the use of oral norfloxacin-containing medicines in urinary infections. The Agency’s Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) has concluded that the marketing authorisations for oral norfloxacin-containing medicines, when used in the treatment of acute or chronic complicated pyelonephritis (kidney infection), should be withdrawn because the benefits of these medicines do not outweigh their risks in this indication. This is based on the fact that the efficacy has not been adequately demonstrated for this type of infection.
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24.07.2008
Studies assessed by the EMEA indicate no increased risk of developing cancer for patients who have taken Viracept contaminated with ethyl mesilate
Following a review of a number of toxicology studies, the European Medicines Agency (EMEA) confirms that there is no increased risk of development of cancer for patients who have taken contaminated Viracept (nelfinavir).
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18.07.2008
Neuropsychiatrische Symptome unter Vareniclin (Champix®)
Patienten sollten über mögliche neuropsychiatrische Nebenwirkungen von Champix® aufgeklärt werden. Bei Auftreten von Verhaltensauffälligkeiten oder depressiven Verstimmungen muss Vareniclin abgesetzt werden. Die Verordnung bei Patienten mit psychiatrischen Vorerkrankungen sollte nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen. Alle unerwünschten Wirkungen im Zusammenhang mit der Einnahme von Champix® sollten der AkdÄ gemeldet werden.
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17.07.2008
Dear Doctor Letter zu Acomplia® (Rimonabant)
Der Hersteller informiert in einem Dear Doctor Letter, dass Patienten nach dem Beginn der Behandlung aktiv auf Anzeichen und Symptome von psychiatrischen Erkrankungen, insbesondere Depressionen, überwacht werden sollten. Hintergrund der Empfehlung ist eine Analyse von Berichten über psychiatrische Reaktionen. Diese hat ergeben, dass auch bei Patienten, die – neben der Adipositas an sich – keine erkennbaren Risiken aufweisen, depressive Reaktionen auftreten können.
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16.07.2008
Rote-Hand-Brief zu Humira® (Adalimumab)
Der Hersteller von Humira® (Adalimumab) berichtet in einem Rote-Hand-Brief über drei Fälle von hepatosplenalem T-Zell-Lymphom (HSTCL), die unter Behandlung mit Humira® aufgetreten sind. Das HSTCL ist eine seltene und aggressive Form des Non-Hodgkin-Lymphoms mit schlechter Prognose.
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15.07.2008
Rote-Hand-Brief zu Avastin® (Bevacizumab)
Der Hersteller von Avastin® informiert in einem Rote-Hand-Brief über neue, sicherheitsrelevante Erkenntnisse bezüglich der bisher nicht zugelassenen Kombination von Bevacizumab und Sunitinibmaleat. In einer Dosisfindungsstudie der Phase I traten bei einigen Patienten unter dieser Kombination Laborwertveränderungen auf, die auf eine mikroangiopathische hämolytische Anämie (MAHA) schließen ließen.
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15.07.2008
FDA MedWatch: Avastin (bevacizumab) and sunitinib malate - Reports of Microangiopathic Hemolytic Anemia In Patients Treated With ThisCombination
Genentech, Inc. informed healthcare professionals of reports of several cases of microangiopathic hemolytic anemia (MAHA) in patients with solid tumors receiving Avastin in combination with sunitinib malate. Avastin is not approved for use in combination with sunitinib malate and this combination is not recommended. Twenty-five patients were enrolled in a Phase I dose-escalation study combining Avastin and sunitinib malate. The study consisted of 3 cohorts using a fixed dose of Avastin at 10mg/kg/IV every 2 weeks and escalating doses of sunitinib that included 25, 37.5, and 50 mg orally daily given in a 4 weeks on/ 2 weeks off schedule. Five of 12 patients at the highest sunitinib dose level exhibited laboratory findings consistent with MAHA. Two of these cases were considered severe with evidence of thrombocytopenia, anemia, reticulocytosis, reductions in serum haptoglobin, schistocytes on peripheral smear, modest increases in serum creatinine levels, and severe hypertension, reversible posterior leukoencephalopathy syndrome, and proteinuria. The findings in these two cases were reversible within three weeks upon discontinuation of both drugs without additional interventions. Healthcare professionals should report cases of MAHA or any serious adverse events suspected to be associated with the use of Avastin.
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14.07.2008
Rote-Hand-Brief zu Exjade® (Deferasirox)
Exjade® (Deferasirox) ist ein oral wirksamer Chelatbildner mit hoher Selektivität für dreiwertiges Eisen. Er ist zugelassen zur Behandlung der chronischen Eisenüberladung auf Grund häufiger Transfusionen oder wenn die Gabe von Deferoxamin kontraindiziert oder unangemessen ist. Der Hersteller informiert in einem Rote-Hand-Brief über Fälle von Leberfunktionsstörungen, gastrointestinalen Blutungen und Ulzera sowie renalen Tubulopathien, die im Zusammenhang mit der Gabe von Deferasirox berichtet wurden.
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08.07.2008
FDA Med Watch Safety Information: Fluoroquinolones
FDA notified healthcare professionals that a BOXED WARNING and Medication Guide are to be added to the prescribing information to strengthen existing warnings about the increased risk of developing tendinitis and tendon rupture in patients taking fluoroquinolones for systemic use.
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04.07.2008
Fibrat-haltige Arzneimittel (Gemfibrozil, Fenofibrat, Bezafibrat): BfArM-Stufenplanverfahren Stufe II
Für die Fibrate wurde hinsichtlich Änderungen der Abschnitte "Anwendungsgebiete" und "pharmakodynamische Eigenschaften" ein Bescheid erlassen.
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03.07.2008
Moxifloxacin: BfArM-Stufenplanverfahren Stufe II
Das BfArM informiert über die Einleitung eines Artikel 107-Verfahrens durch den Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMEA zur Aktualisierung der Produktinformationen Moxifloxacin-haltiger Arzneimittel und den Start eines entsprechenden Stufenplanverfahrens der Stufe II zur Umsetzung.
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01.07.2008
Rote Hand Brief zu Exubera® 1 mg und 3 mg einzeldosiertem Pulver zur Inhalation
Die Vermarktung des inhalierbaren Insulins Exubera® wurde im Januar 2008 eingestellt. Der Hersteller kündigt nun in einem Rote-Hand-Brief die Durchführung einer Beobachtungsstudie mit Patienten an, die im Rahmen von kontrollierten Studien Exubera® oder ein Vergleichspräparat erhalten haben. Hintergrund ist die in den Studien beobachtete höhere Inzidenz von primären Lungenkarzinomen unter Exubera® im Vergleich zu den Vergleichspräparaten. Die zu geringe Fallzahl erlaubt jedoch bislang keine Aussage, ob ein kausaler Zusammenhang mit Exubera® besteht.
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01.07.2008
Rote-Hand-Brief zu Revlimid® (Lenalidomid)
Der Hersteller von Revlimid® (Lenalidomid) berichtet in einem Rote-Hand-Brief über neue präklinische Sicherheitsinformationen zur Teratogenität aus einer noch laufenden Studie an Primaten. Die Anwendung von Lenalidomid bei weiblichen trächtigen Affen führte in der Studie zu ähnlichen Fehlbildungen bei den Nachkommen wie Thalidomid. Die Ergebnisse lassen eine teratogene Wirkung von Lenalidomid auch beim Menschen erwarten.
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30.06.2008
CellCept® - Important Drug Warning
Roche Laboratories informed healthcare professionals of changes to the WARNINGS and ADVERSE REACTIONS sections of the CellCept prescribing information. The changes are based on postmarketing data regarding cases of Progressive Multifocal Leukoencephalopathy (PML) in patients treated with CellCept.
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30.06.2008
AkdÄ Drug Safety Mail
Schwerwiegende Kreislaufreaktionen nach intravenöser Gabe von Toluidinblau® zur Darstellung der ableitenden Harnwege
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26.06.2008
EMEA recommends strengthening warnings and contraindications for etoricoxib-containing medicines used in the treatment of rheumatoid arthritis and ankylosing spondylitis
Finalising a review of the benefits and risks of etoricoxib-containing medicines, the European Medicines Agency (EMEA) has concluded that these medicines can be used to treat rheumatoid arthritis and ankylosing spondylitis, but recommended that their product information should be updated concerning the risk of cardiovascular side effects.
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26.06.2008
EMEA recommends a new warning for epoetins for their use in cancer patients
The European Medicines Agency (EMEA) has recommended updating the product information for epoetin-containing medicines with a new warning for their use in cancer patients stating that blood transfusion should be the preferred method of correcting anaemia in patients suffering cancer. Epoetin-containing medicines are indicated in patients with chronic renal failure and for the treatment of anaemia in symptomatic patients with non-myeloid tumours receiving chemotherapy.
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26.06.2008
EMEA recommends new warnings and contraindications for ergot-derived dopamine agonists
The European Medicines Agency has recommended updating the product information for ergot-derived dopamine agonists with new warnings and contraindications in relation to the risk of fibrosis.
The development of the symptoms of fibrosis is a known side effect of ergot-derived dopamine agonists. However, the CHMP has reviewed new scientific data showing an increased risk of fibrosis in patients receiving ergot-derived dopamine agonists as chronic treatment, suggesting that fibrosis can start to develop far before the occurrence of symptoms.
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20.06.2008
Frakturrisiko unter Thiazolidindionen (Glitazonen)
In Deutschland sind die beiden Thiazolidindione (Glitazone) Rosiglitazon (Avandia®) und Pioglitazon (Actos®) zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ II zugelassen.
In der ADOPT-Studie, in der orale Antidiabetika hinsichtlich der Blutzuckerkontrolle über vier bis sechs Jahre verglichen wurden, ergab die Auswertung der unerwünschten Arzneimittelwirkungen eine signifikant erhöhte Rate an Frakturen bei Frauen, die mit Rosiglitazon behandelt wurden, jedoch nicht bei Männern.
Aktuell wurde eine Fall-Kontroll-Studie veröffentlicht, die anhand der Daten von etwa fünf Millionen britischen Patienten (General Practice Research Database, GPRD) die Assoziation von Frakturen mit der Einnahme von Glitazonen, anderen oralen Antidiabetika (OAD) oder Insulin untersucht hat.
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19.06.2008
Rote-Hand-Brief zu Neupro® (Rotigotin transdermales Pflaster)
Der Hersteller von Neupro® (Rotigotin transdermales Pflaster) weist in einem Rote-Hand-Brief auf die mögliche Bildung von schneeflockenartigen Kristallen hin, die theoretisch die klinische Wirksamkeit verringern können. Da die Kristallbildung durch gekühlte Lagerung vermindert werden kann, wird derzeit ein Verteilungssystem mit vollständiger Kühlkette eingerichtet. Bis dahin sollten bei bereits eingestellten Patienten Verschreibungen auf einen Monatsbedarf begrenzt werden und keine neuen Patienten auf das Arzneimittel eingestellt werden.
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16.06.2008
FDA MedWatch Safety Information
FDA notified healthcare professionals that both conventional and atypical antipsychotics are associated with an increased risk of mortality in elderly patients treated for dementia-related psychosis.
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13.06.2008
BfArM: Widerruf der Zulassung für Clobutinol-haltige Arzneimittel
Das BfArM hat am 6. Juni 2008 den Widerruf der Zulassung für alle Clobutinol-haltigen Arzneimittel angeordnet und damit eine entsprechende Entscheidung der Europäischen Kommission umgesetzt. Bereits mit Bescheid des BfArM vom 31. August 2007 wurde das Inverkehrbringen von Clobutinol-haltigen Arzneimitteln ausgesetzt (Ruhen der Zulassungen).
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13.06.2008
FDA: 2008 MedWatch Safety Summary
The Drug Safety Newsletter is a FDA publication for healthcare professionals and the medical community. The newsletter provides information on the findings of selected postmarketing drug safety reviews from FDA’s Center for Drug Evaluation and Research. The newsletter also provides information on important emerging drug safety issues and recently approved new molecular entities. FDA hopes the newsletter will raise awareness of reported adverse events, and stimulate additional adverse event reporting by healthcare professionals.
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13.06.2008
Neuropsychiatrische UAW unter Neuraminidasehemmern (Oseltamivir und Zanamivir)
Die Neuraminidasehemmer Oseltamivir (Tamiflu®) und Zanamivir (Relenza) sind für die Therapie der Virusgrippe (Influenza) mit influenzatypischen Symptomen, zur Postexpositionsprophylaxe und in Ausnahmefällen (z. B. Pandemie) zur saisonalen Prophylaxe bei Erwachsenen sowie Kindern und Jugendlichen ab dem ersten bzw. fünften Lebensjahr zugelassen. Der AkdÄ wurde der Fall eines 24-jährigen Mannes gemeldet, dem wegen einer Influenza Oseltamivir verordnet wurde und der nach Einnahme der ersten Dosis psychiatrische Symptome wie Ich-Erlebnisstörung, Denk- und Gedächtnisstörungen, Suizidalität und panische Angst, jemanden zu töten, entwickelte.
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12.06.2008
Aktionsplan 2008/2009 zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) in Deutschland
Die moderne Arzneimitteltherapie verzeichnet bei der Behandlung von Krankheiten große Erfolge. Da jedoch während einer solchen Therapie Fehler auftreten können, sind mit der Anwendung von Arzneimitteln auch immer Risiken verbunden. Viele der zum Beispiel durch falsche Dosierung oder auch menschliche oder technische Fehler bei der Verabreichung der Arzneimittel eintretenden Risiken wären jedoch prinzipiell vermeidbar.
Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat einen Aktionsplan zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) ins Leben gerufen, der die am Medikationsprozess Beteiligten wie Ärzte, Apotheker, Behörden, Patienten und andere zusammenführt. In einer gemeinsamen Anstrengung sollen Strukturen und Abläufe der Pharmakotherapie systematisch analysiert und verbessert werden. Dazu wurde bei der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) eine Koordinierungsgruppe eingerichtet, die jetzt ihre Arbeit aufgenommen hat. Sie wird die Kommunikation zwischen den Beteiligten herstellen, die Maßnahmen des Aktionsplans überwachen, voranbringen und den beteiligten Institutionen berichten.
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11.06.2008
Roche updates Invirase (Saquinavir) package insert
Roche Laboratories, Inc. has updated their package insert for their protease inhibitor, Invirase (saquinavir) to include new drug interaction information and include new warnings regarding coadministration of Invirase/ritonavir and digoxin (used in the treatment of various cardiac conditions).
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11.06.2008
Dear Doctor Letter zu Natalizumab (Tysabri®)
Der Hersteller informiert in einem Dear Doctor Letter über schwere Leberschädigungen bei Patienten, die mit Natalizumab (Tysabri®) behandelt wurden.
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05.06.2008
EMEA recommends changes in the storage conditions for Neupro (rotigotine)
The European Medicines Agency (EMEA) has recommended the immediate implementation of changes to the product information for Neupro (rotigotine), from Schwarz Pharma Ltd, stating that it must be stored in a refrigerator (at a temperature of between 2ºC and 8ºC). The new storage conditions are intended to reduce the possible occurrence of crystallisation of the active substance which has been reported in patches of Neupro.
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05.06.2008
FDA MedWatch Safety Information: Tumor Necrosis Factor (TNF) blockers
Remicade, Enbrel, Humira and Cimzia - FDA Investigating Tumor Necrosis Factor Blockers And Cancer Risk In Children And Young Adults
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29.05.2008
Paracetamol: Neue Gewichts- und Altersgrenzen
Pharmazeutische Unternehmer, die Arzneimittel mit dem arzneilich wirksamen Bestandteil Paracetamol in den Verkehr bringen, werden aufgefordert, aus Gründen des gesundheitlichen Verbraucherschutzes die Dosierungsangaben in den Gebrauchs- und Fachinformationen umgehend an das vom BfArM erstellte Muster zu Paracetamol (Stand 30.01.2008) anzupassen.
Die Dosierungsangaben in den alten, derzeit noch verfügbaren Packungsbeilagen zu Paracetamol-haltigen Präparaten mit den Darreichungsformen Tablette und Kapsel mit einem Wirkstoffgehalt von 500 mg je Einheit entsprechen nicht mehr dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand. Dies gilt insbesondere für die Kinderdosierung. Es besteht die Gefahr einer möglichen Überdosierung mit dem damit verbundenen Risiko von u.a. Leberschädigungen.
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27.05.2008
'Dear Doctor Letter' zu Tysabri® (Natalizumab)
Der Hersteller informiert in einem "Dear Doctor Letter" über schwere Leberschädigungen bei Patienten, die mit Tysabri® (Natalizumab) behandelt wurden.
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20.05.2008
Falsche Mengenangaben zu Voltaren® Ophtha Augentropfen (Novartis Pharma GmbH)
Die Gebrauchsinformation von Voltaren® Ophtha Augentropfen 5 ml (Chargen Q515, Q987 und R274) und 3x5 ml (Charge Q617) enthält im Abschnitt 6, unter 'Weitere Informationen', eine falsche Mengenangabe zur Zusammensetzung. Richtig muss es heißen: '1 ml Lösung enthält: 1 Milligramm (nicht Mikrogramm) Diclofenac-Natrium (0,1%)'. Die Dosierungsempfehlung ('1 Tropfen 3- bis 5-mal täglich') ist richtig.
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19.05.2008
Rote-Hand-Brief zu InductOs™ (Dibotermin alfa)
In einer klinischen Studie (Studie 400) führte die Anwendung von InductOs als Zusatz bei
der Standardversorgung ("Standard of Care", SoC) mit gebohrten intramedullären Nägeln
bei akuten offenen Tibia-Frakturen zu einer höheren Anzahl von lokalen Infektionen in der
betroffenen Extremität als bei SoC alleine.
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16.05.2008
FDA MedWatch Safety Information: Mycophenolate Mofetil (marketed as CellCept) and Mycophenolic Acid (marketed as Myfortic)
FDA is aware of reports of infants born with serious congenital anomalies, including
microtia and cleft lip and palate, following exposure to mycophenolate mofetil (MMF)
during pregnancy.
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14.05.2008
FDA MedWatch Safety Information: Trasylol® (aprotinin injection)
Following publication of the Blood conservation using antifibrinolytics: A randomized trial in a cardiac surgery population (BART) study in the May 14, 2008 online issue of The New England Journal of Medicine, Bayer Pharmaceuticals, the manufacturer of Trasylol (aprotinin), notified the FDA of their intent to remove all remaining supplies of Trasylol from hospital pharmacies and warehouses. Because Trasylol has been shown to decrease the need for red blood cell transfusions in patients undergoing coronary artery bypass surgery, future supplies of Trasylol will continue to be available through the company as an investigational drug under a special treatment protocol. In November 2007, Bayer suspended the marketing of this drug until final results of the BART study became available. The BART study showed an increase in the risk of death with Trasylol compared with aminocaproic acid and tranexamic acid, consistent with findings from other recent studies. FDA will be reviewing these data and will reassess the status and access to the product once the review is completed.
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05.05.2008
AkdÄ Drug Safety: Stellungnahme des BfArM zur Teilung von transdermalen Pflastern
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte weist in einem Schreiben an Hersteller von transdermalen Pflastern mit den Wirkstoffen Buprenorphin und Fentanyl daraufhin, dass sich das Teilen von Pflastern unabhängig vom Systemtyp (Matrix oder Membran) außerhalb der erteilten Zulassung bewegt (Off-Label). Ein fehlender Hinweis auf die Nichtteilbarkeit in der Fach- und Gebrauchsinformation impliziere keinesfalls eine arzneimittelrechtlich gedeckte Tolerierung der Pflasterteilbarkeit.
Selbst wenn ein Zerschneiden der Matrixpflaster keinen Einfluss auf die Freisetzung des Wirkstoffs haben sollte, sollte im Sinne der Anwendungssicherheit die Gewährleistung der Dosiergenauigkeit nach Zuschnitt und die fachgerechte Lagerung unbenutzter Pflasterhälften nicht in den Verantwortungsbereich des Anwenders verlagert werden. Sofern für die Schmerztherapie niedrige Dosierungen erwünscht seien, existierten auf dem deutschen Markt Zulassungen für Präparate mit geringeren Dosisstärken.
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02.05.2008
FDA MedWatch Safety Information: Enbrel® (Etanercept)
Amgen and Wyeth Pharmaceuticals informed healthcare professionals of revisions to prescribing information for Enbrel. The revisions include a BOXED WARNING about infections, including serious infections leading to hospitalization or death that have been observed in patients treated with Enbrel. Infections have included bacterial sepsis and tuberculosis. The ADVERSE REACTIONS section of the label was updated to include information regarding global clinical studies and the rate of occurrence of tuberculosis in patients treated with Enbrel. Healthcare professionals should screen patients for latent tuberculosis infection before beginning Enbrel. Patients should be educated about the symptoms of infection and closely monitored for signs and symptoms of infection during and after treatment with the drug. Patients who develop an infection should be evaluated for appropriate antimicrobial treatment and, in patients who develop a serious infection, Enbrel should be discontinued.
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28.04.2008
AkdÄ Drug Safety: Hämolytisch-urämisches Syndrom unter Betainterferon
Die Interferone beta-1a (Avonex®, Rebif®) und beta-1b (Betaferon®) werden zur Therapie der schubförmig verlaufenden multiplen Sklerose verwendet. Der AkdÄ wurde über eine 38-jährige Patientin berichtet, die wegen einer Multiplen Sklerose 250 µg Interferon beta-1b (Betaferon®) jeden zweiten Tag s. c. erhielt. Zwei Wochen nach Beginn der Therapie wurde sie mit einem akuten Nierenversagen, einer hämolytischen Anämie mit Fragmentozyten und einer Thrombozytopenie stationär aufgenommen.
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23.04.2008
Rote-Hand-Brief zu Diphtherie-Adsorbat-Impfstoff Behring für Erwachsene (Charge 033024A)
Der Hersteller des Diphtherie-Adsorbat-Impfstoffs Behring für Erwachsene informiert in einem Rote-Hand-Brief vom 21.04.2008 über den Rückruf der Charge 033024A wegen vermehrter Reklamationen aufgrund leerer oder zerbrochener Ampullen.
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15.04.2008
BfArM: Anordnung von spezifischen Tests für Ausgangsmaterial für fraktionierte Heparine
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat am 11. April 2008 für alle fraktionierten und unfraktionierten Heparine zur Injektion die Testung des zur Herstellung verwendeten Ausgangsmaterials mit einer von der FDA empfohlenen Analysenmethode angeordnet.
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15.04.2008
BfArM: Anordnung von spezifischen Tests für Ausgangsmaterial für unfraktionierte Heparine
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat am 11. April 2008 für alle fraktionierten und unfraktionierten Heparine zur Injektion die Testung des zur Herstellung verwendeten Ausgangsmaterials mit einer von der FDA empfohlenen Analysenmethode angeordnet.
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15.04.2008
BfArM: Schöllkraut-Zulassung widerrufen
Die Zulassung von Schöllkraut-haltigen Arzneimitteln mit einer Tagesdosis von mehr als 2,5 Milligramm (Gesamtalkaloide als Chelidonin berechnet) erlischt mit sofortiger Wirkung.
Fach- und Gebrauchsinformation der Präparate, die mit einer maximalen Tagesdosis von bis zu 2,5 Milligramm Chelidonin zugelassen sind, werden zum 1. Juli diesen Jahres mit Blick auf hepatotoxischen Eigenschaften des Schöllkrauts (Chelidonium majus) geändert.
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10.04.2008
FDA MedWatch Safety Information CellCept® (mycophenolate mofetil) and Myfortic® (mycophenolate acid)
FDA informed healthcare professionals that the Agency is investigating a potential association between the use of CellCept and Myfortic, medicines used to prevent organ rejection, and the development of progressive multifocal leukoencephalopathy (PML), a life-threatening disease. PML is a rare disorder that affects the central nervous system usually occurring in patients with immune systems suppressed by disease or medicines.
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10.04.2008
FDA MedWatch Safety Information Neupro®
Schwarz Pharma informed healthcare professionals and patients of the recall of Neupro, a transdermal delivery system worn on the skin and used to treat early stage Parkinson’s disease. The product is being recalled because of the formation of rotigotine crystals in the patches. When the drug crystallizes, less drug is available to be absorbed through the skin and the efficacy of the product may vary. Healthcare professionals should not initiate any new patients on Neupro and should begin to down-titrate all patients currently using the product per the guidelines in the product labeling. Patients should NOT abruptly discontinue therapy. Abrupt withdrawal of dopamine agonists has been associated with a syndrome resembling neuroleptic malignant syndrome or akinetic crises.
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07.04.2008
Hepatitis und Leberversagen unter Clopidogrel (Aus der UAW-Datenbank)
Clopidogrel (Iscover®, Plavix®) ist zugelassen zur Prävention atherothrombotischer Ereignisse bei Patienten mit Herzinfarkt, ischämischem Schlaganfall oder peripherer arterieller Verschlusskrankheit sowie beim akuten Koronarsyndrom. Der AkdÄ wurde über eine 65-jährige Patientin berichtet, die nach PTCA und Einlage eines mit Sirolimus beschichteten Stents Clopidogrel 75 mg/Tag eingenommen hat. Etwa fünf Monate nach Beginn der Einnahme von Clopidogrel wurde die Patientin mit schmerzlosem Ikterus stationär aufgenommen.
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07.04.2008
Rapid-Alert-Meldung zu Heparin Natrium Braun und Heparin Sodium
Die Firma B. Braun Melsungen AG ruft bestimmte Chargen des Fertigarzneimittels Heparin Natrium Braun "Multi" 10.000 I.E./ml und Heparin Sodium 25.000 I.U./5ml aufgrund analytischer Auffälligkeiten zurück.
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04.04.2008
Allium sativum (Knoblauchzubereitungen) und Anti-HIV-Therapie: Wechselwirkungen, Stufenplan Stufe II
Das BfArM erlässt im Stufenplanverfahren der Stufe II für Arzneimittel, die Bestandteile oder Zubereitungen aus Allium sativum enthalten, hinsichtlich Wechselwirkungen mit Saquinavir folgenden Bescheid. Es sind Ergänzungen der Produktinformationen in den Abschnitten „Vorsichtsmaßnahmen“ und „Wechselwirkungen“ erforderlich.
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04.04.2008
Trasylol® (Aprotinin): Umsetzung der Kommissionsentscheidung zum Ruhen der Zulassung
Die Europäische Kommission hat auf Empfehlung des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMEA) und des Ständigen Ausschusses am 15.02.2008 entschieden, die Genehmigungen für das Inverkehrbringen von Trasylol® (Aprotinin) ruhen zu lassen, bis eine abschließenden Bewertung noch ausstehender Daten möglich ist. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat daraufhin die ursprüngliche Anordnung des Ruhens der Zulassung vom 05.11.2007 verlängert.
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04.04.2008
Dopamin-Agonisten (Ergotamin-Derivate): Fibrosen und Herzklappenveränderungen, Stufenplan Stufe II
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) leitet zur Umsetzung des EU-Risikobewertungsverfahrens nach Artikel 31 der Richtlinie 2001/83 zum Risiko Fibrosen und Herzklappenveränderungen ein Stufenplanverfahren, Stufe II, ein.
Betroffene Wirkstoffe: Bromocriptin, Cabergolin, Dihydroergocryptin, Lisurid, Pergolid.
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03.04.2008
FDA MedWatch Safety Information Relenza®
GlaxoSmithKline informed healthcare professionals of changes to the WARNINGS AND PRECAUTIONS sections of prescribing information for Relenza regarding information from postmarketing reports (mostly from Japan) of delirium and abnormal behavior leading to injury in patients with influenza who are receiving neuraminidase inhibitors, including Relenza. These events were reported primarily among pediatric patients and often had an abrupt onset and rapid resolution.
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02.04.2008
EMEA: Further data needed to determine risk of heart attack with abacavir
At present no changes to the prescribing information for abacavir-containing medicines are required, but further information is needed to determine the risk of myocardial infarction with abacavir-containing medicines.
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28.03.2008
BfArM: Widerruf der Zulassung von Lumiracoxib (Prexige®)
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat am 28. März 2008 den Widerruf der Zulassung für alle Lumiracoxib-haltigen Arzneimittel angeordnet.
Bereits am 19. November 2007 war ein Ruhen der Zulassung für alle Lumiracoxib-haltigen Arzneimittel angeordnet worden. Lumiracoxib-haltige Arzneimittel durften seither nicht mehr in den Verkehr gebracht werden.
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27.03.2008
FDA MedWatch Safety Information Regranex®
FDA has received information regarding a study that was performed to investigate the possibility of an increased risk of cancer in patients with diabetes who applied the product Regranex (a topical medicine) directly to their foot and leg ulcers. This study was done using a health insurance plan database of patients with diabetes who were at least 19 years of age or older, with no history of cancer and either prescribed Regranex or not. In this study, among those who were prescribed Regranex three or more times, there was an increase in the number of patients who died as a result of cancer. There was not enough information to say whether there was an increase in the number of patients that developed new cancers.
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27.03.2008
FDA MedWatch Safety Information Anti-HIV Drugs (NRTIs)
Analyses of data collected through February 1, 2007 examined the risk of myocardial infarction (heart attack) in patients taking selected HIV drugs from the class of drugs known as nucleoside reverse transcriptase inhibitors (NRTIs): zidovudine, stavudine, abacavir, didanosine, and lamivudine. The analyses, specifically, describe the relative risk of heart attack among cumulative use, recent use (currently using or use within the past 6 months), and past use (last use greater than 6 months ago) of these drugs.
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27.03.2008
Early Communication About an Ongoing Safety Review of Montelukast (Singulair®)
FDA is investigating a possible association between the use of Singulair and behavior/mood changes, suicidality (suicidal thinking and behavior) and suicide. Singulair is a medicine in the drug class known as leukotriene receptor antagonists. Singulair is used to treat asthma and the symptoms of allergic rhinitis (sneezing, stuffy nose, runny nose, itching of the nose) and to prevent exercise-induced asthma.
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20.03.2008
EMEA recommends new contraindication for Velcade® (Bortezomib)
The European Medicines Agency (EMEA) has recommended that Velcade (bortezomib) should not be used in patients with certain severe pulmonary or heart problems (acute diffuse infiltrative pulmonary and pericardial disease).
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20.03.2008
EMEA concludes new advice to doctors and patients for Tysabri® (Natalizumab) needed
Following a review of reports of liver injury in patients treated with Tysabri, the EMEA’s Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) concluded that there is a need to update the product information for Tysabri to warn patients and prescribers that liver injury may occur.
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19.03.2008
BfArM: Stufenplanverfahren zu unfraktioniertem Heparin
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat am 11. März 2008 die Testung des zur Herstellung verwendeten Ausgangsmaterials mit einer von der FDA empfohlenen Analysemethode angeordnet.
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19.03.2008
FDA MedWatch Safety Information Spiriva®
The manufacturer of Spiriva HandiHaler, Boehringer Ingelheim, recently informed the FDA that ongoing safety monitoring has identified a possible increased risk of stroke in patients who take this medicine. Spiriva HandiHaler contains tiotropium bromide and is used to treat bronchospasm associated with chronic obstructive pulmonary disease (COPD).
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14.03.2008
UAW-Meldung: Septische Komplikationen durch kontaminiertes Propofol
Propofol ist ein kurz wirkendes intravenöses Anästhetikum. Aufgrund der Darreichungsform als Öl-in-Wasser-Emulsion des in Wasser praktisch unlöslichen Propofol wird das Wachstum von Mikroorganismen begünstigt. Die mikrobielle Kontamination, z. B. durch unsachgemäße Handhabung, kann zu schweren septischen Komplikationen führen. Obwohl die Problematik seit Langem bekannt ist und zahlreiche Fallberichte publiziert wurden, lassen sich immer wieder Häufungen von Fällen beobachten, die möglicherweise mit der zunehmenden Anwendung von Propofol in Zusammenhang stehen.
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13.03.2008
Dear Doctor Letter Prezista®: Important Drug Warning
Important update to the prescribing information for Prezista ® (Darunavir) tablets regarding addition of a Warning on Hepatotoxicity
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13.03.2008
Dear Doctor Letter Aranesp®: Important Drug Warning
Additional Trials Showing Increased Mortality and/or Tumor Progression with Epogen®/Procrit® and Aranesp®
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11.03.2008
BfArM: Rückruf sämtlicher Chargen von Heparin-Rotexmedica
Das Landesamt für soziale Dienste Schleswig-Holstein als die zuständige Überwachungsbehörde hat am 5. März 2008 in Absprache mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) den sofortigen Rückruf sämtlicher Chargen von Heparin-Rotexmedica der Firma Rotexmedica in Trittau, Schleswig-Holstein, angeordnet.
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10.03.2008
Staphylokokkenmeningitis, Sepsis und Exitus letalis nach Therapie mit Efalizumab (Raptiva®)
Der AkdÄ wurde der Fall eines 74-jährigen Patienten gemeldet, der wegen einer Psoriasis vulgaris seit mehr als zwei Jahren Efalizumab erhielt. Als weitere Erkrankungen bestanden ein diätpflichtiger Diabetes mellitus und eine Steatosis hepatis. Wegen einer postzosterischen Neuralgie und Gelenkbeschwerden wurde der Patient zusätzlich mit Carbamazepin, Tramadol und Diclofenac behandelt. Nach einer Therapiedauer von zunächst zwei Jahren war Efalizumab aufgrund eines Herpes zoster für zwei Monate abgesetzt worden, dann erfolgten drei erneute Injektionen in wöchentlichem Abstand. Einen Tag nach der dritten Injektion zeigte sich bei einer Laboruntersuchung durch den Hausarzt eine Leukozytose (15.300/µl) sowie ein deutlicher Anstieg der Leberwerte (GOT zweifacher, GGT zehnfacher, AP dreifacher oberer Normwert) bei zuvor schon regelmäßig leicht erhöhten Leberwerten.
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10.03.2008
Rote Hand Brief zu Ziagen, Trizivir, Kivexa (Wirkstoff: Abacavir)
Der Hersteller informiert in einem Rote-Hand-Brief über Sicherheitsinformationen zur Anwendung von Ziagen®, Trizivir® und Kivexa® (Abacavir). Vor Beginn der Behandlung mit Abacavir sollte unabhängig von der ethnischen Zugehörigkeit jeder HIV-infizierte Patient auf das Vorhandensein des HLA-B*5701-Allels hin untersucht werden.
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07.03.2008
JAMA-Review: Venous Thromboembolism and Mortality Associated With Recombinant Erythropoietin and Darbepoetin Administration for the Treatment of Cancer-Associated Anemia
An über 13.000 Krebspatienten wurde eine um zehn Prozent erhöhte Sterblichkeit festgestellt, wenn sie EPOs erhielten. Der Bericht, eine Metaanalyse von 51 Studien, belegt damit erstmals, dass Erythropoietine das Sterberisiko erhöhen können, und er bestätigt, dass das Risiko für Blutgerinnsel in Beinen oder Lunge bei diesen Patienten um 57 Prozent vergrößert sein kann.
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05.03.2008
Rote-Hand-Brief: Chargenrückruf Heparin-Rotexmedica wegen anaphylaktischer Reaktionen
Der Hersteller ruft bestimmte Chargen des Präparates Heparin-Rotexmedica zurück, weil u. a. bei Dialysepatienten vermehrt das Auftreten von anaphylaktischen Reaktionen mit Blutdruckabfall, zum Teil mit Koagelbildung im Blutschlauchsystem, beschrieben wurde.
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04.03.2008
Neuropsychiatric events associated with the use of Tamiflu®
Roche and FDA informed healthcare professionals of neuropsychiatric events associated with the use of Tamiflu, in patients with influenza. These symptoms, as described in post marketing reports mostly from Japan, include delirium and abnormal behavior leading to injury, and in some cases resulting in fatal outcomes. These events were reported primarily among pediatric patients and often had an abrupt onset and rapid resolution. Patients with influenza should be closely monitored for signs of abnormal behavior. If neuropsychiatric symptoms occur, the risks and benefits of continuing treatment should be evaluated.
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27.02.2008
Tysabri® (Natalizumab) - Important Safety Information
Clinically significant liver injury has been reported in patients treated with Tysabri(R)
in the postmarketing setting. Signs of liver injury, including markedly elevated serum
hepatic enzymes and elevated total bilirubin, occurred as early as six days after the first dose; signs of liver injury have also been reported for the first time after multiple doses.
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22.02.2008
Pankreatitis unter Exenatid (Aus der UAW-Datenbank)
Exenatid ist ein Inkretinmimetikum. In Abhängigkeit von der Glucosekonzentration im Blut steigert es durch Aktivierung des GLP-1-Rezeptors die Insulinsynthese und -sekretion, während die Glukagonsekretion in der Leber unterdrückt wird. Es wurde jetzt der Fall eines 66-jährigen Patienten berichtet, dem wegen Diabetes mellitus Typ II zusätzlich zu Metformin zunächst 10 µg/Tag und vier Wochen später 20 µg/Tag Exenatid verordnet wurden. Wenige Tage nach der Dosiserhöhung traten zunächst gastroenteritische Beschwerden und dann auch akute epigastrische Schmerzen auf.
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20.02.2008
FDA Briefing Document: Pneumonia deaths seen with Glaxo vaccine Rotarix®
The review comes ahead of a Food and Drug Administration advisory meeting next Wednesday to consider approval of the oral vaccine to prevent the most common cause of severe diarrhea and dehydration among infants and young children in the world.
GlaxoSmithKline Plc's rotavirus vaccine is associated with increased pneumonia-related deaths and other adverse reactions.
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19.02.2008
Rote Hand Brief: Cellcept (Mycophenolatmofetil)
Berichte über progressive multifokale Leukoenzephalopathie (PML) bei Patienten, die mit
CellCept (Mycophenolatmofetil) behandelt wurden
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15.02.2008
Sebivo® (Telbivudin) zur Behandlung der chronischen Hepatitis B - unerwünschtes Ereignis "Periphere Neuropathie"
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14.02.2008
EMEA Statement: Risk of peripheral neuropathy with Sebivo® (Telbivudin)
The European Medicines Agency’s (EMEA) Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP) has recommended that new warnings be included in the product information for Sebivo (telbivudine), from Novartis Europharm Ltd. This warning is intended to inform doctors about the risk of peripheral neuropathy in patients with chronic hepatitis B who are being treated with Sebivo.
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13.02.2008
Rote Hand Brief: Octenisept® (Octenidindihydrochlorid, Phenoxyethanol)
Ödematöse Schwellungen und Gewebeschädigungen nach Einbringen unter Druck in Stichwunden bei handchirurgischen Eingriffen
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11.02.2008
Rote Hand Brief: Moxifloxacin (AVALOX® und ACTIMAX®)
Wichtige Informationen über schwerwiegende unerwünschte Wirkungen
(Hepatotoxizität und bullöse Hautreaktionen) und Sicherheitsmaßnahmen
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08.02.2008
FDA Notifies Public of Adverse Reactions Linked to Botox Use
The U.S. Food and Drug Administration today notified the public that Botox and Botox Cosmetic (Botulinum toxin Type A) and Myobloc (Botulinum toxin Type B) have been linked in some cases to adverse reactions, including respiratory failure and death, following treatment of a variety of conditions using a wide range of doses.
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06.02.2008
FDA warnt vor erhöhter Selbstmordneigung bei Trileptal®
Die US-amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA warnt in einem Schreiben vor Risiken bestimmter Antiepilepsie-Medikamente. Die Produkte zur Behandlung von Epilepsie, Migräne und anderen Beschwerden könnten bei Patienten eine erhöhte Selbstmord-Neigung zur Folge haben, teilte die FDA mit. Betroffen seien insgesamt elf Medikamente, darunter auch die Produkte Tegretol und Trileptal der Novartis.
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04.02.2008
Psychiatrische UAW unter Rimonabant (UAW-News - International)
In den USA wurde Rimonabant aufgrund von Sicherheitsbedenken der FDA nicht zugelassen (4, 5).
Ausschlaggebend waren Hinweise auf das vermehrte Auftreten psychiatrischer unerwünschter
Arzneimittelwirkungen (UAW), insbesondere von Depression, Suizidalität und Angststörungen sowie
neurologischer Symptome einschließlich sensorischer, motorischer und kognitiver Störungen. Die
Ergebnisse einer jetzt erschienenen Metaanalyse deuten ebenfalls darauf hin, dass Rimonabant das
Risiko für das Auftreten psychiatrischer UAW erhöht.
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01.02.2008
FDA Issues Public Health Advisory on Chantix
The U.S. Food and Drug Administration (FDA) today issued a Public Health Advisory to alert health care providers, patients, and caregivers to new safety warnings concerning Chantix (varenicline), a prescription medication used to help patients stop smoking.
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31.01.2008
FDA Alerts Health Care Providers to Risk of Suicidal Thoughts and Behavior with Antiepileptic Medications
The U.S. Food and Drug Administration today issued new information to health care professionals to alert them about an increased risk of suicidal thoughts and behaviors (suicidality) in patients who take drugs called antiepileptics to treat epilepsy, bipolar disorder, migraine headaches, and other conditions.
An FDA analysis of suicidality reports from placebo-controlled studies of 11 antiepileptic drugs shows that patients taking these drugs have about twice the risk of suicidal thoughts and behaviors (0.43 percent), compared with patients receiving placebo (0.22 percent). This risk corresponds to an estimated 2.1 per 1,000 more patients in the drug treatment groups who experienced suicidality than in the placebo groups.
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