BfArM aktualisiert Informationen zu Brustimplantaten des Herstellers Poly Implant Prothese (PIP)

Donnerstag, den 22. Dezember 2011

In Anbetracht der Diskussionen über die Silikongel-gefüllten Brustimplantate des Herstellers Poly Implant Prothese (PIP) informiert das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), dass die französische Medizinproduktebehörde Afssaps bisher noch keine Entscheidung über eine Empfehlung zur systematischen Entfernung der PIP-Implantate getroffen hat, da das Ergebnis der Arbeitsgruppe des Nationalen Krebsinstitutes (Inca) noch nicht vorliegt.

Bereits im April 2010 hatte das BfArM darüber berichtet, dass die französische Behörde Afssaps Vermarktung, Vertrieb, Export und Verwendung der PIP-Implantate europaweit untersagt hat, da bei Inspektionen festgestellt wurde, dass das verwendete Silikongel nicht den ursprünglichen Spezifikationen entspricht. PIP-Implantate sowie die mit diesen identischen M-Implants des niederländischen Herstellers Rofil Medical Nederland B.V. wurden möglicherweise auch in Deutschland eingesetzt.

Trägerinnen von Brustimplantaten dieser Hersteller sollen sich bei Fragen mit den behandelnden Ärzten in Verbindung setzen.

Das BfArM steht im Austausch mit den französischen Behörden und wird über weitere Schritte zeitnah informieren.


Quelle(n):
Empfehlung BfArM; 22. Dezember 2011: Silikongel-gefüllte Brustimplantate des Herstellers Poly Implant Prothese (PIP)