Einnahme von Protonenpumpenhemmern kann assoziiert sein mit Diarrhoen durch Clostridium difficile-Infektion

Mittwoch, den 08. Februar 2012


Die amerikanische Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) informiert darüber, dass die Einnahme von Protonenpumpenhemmern (PPIs) mit einem erhöhten Risiko verbunden sein kann, an Clostridium difficile-assoziierten Diarrhoen zu erkranken. PPIs sind sowohl verschreibungs- als auch apothekenpflichtig erhältlich, wie z.B. Omeprazol oder Lansoprazol.

Mit der Einnahme von PPIs wurden vermehrt Diarrhoen diagnostiziert, welche mit einer Infektion durch Clostridium difficile einhergingen (CDAD = Clostridium-difficile-assoziierte Diarrhoe). Symptome einer C. difficile-Infektion sind u.a. wässriger Stuhl, Schmerzen im Abdomen und Fieber, wobei sich v.a. die intestinalen Symptome rasch verschlechtern können.

Derzeit wird versucht, die Ursache dieses erhöhten Risikos zu klären und ggf. Fach- und Gebrauchsinformation der betroffenen Präparate entsprechend anzupassen. Darüber hinaus prüft die FDA, ob das Risiko für CDAD auch bei der Einnahme von H2-Blockern erhöht ist. 

Die FDA empfiehlt, bei Patienten mit derartigen Diarrhoen und gleichzeitiger Einnahme von PPIs zunächst eine Infektion mit Clostridium difficile auszuschließen und im Falle einer derartigen Erkrankung die Therapie mit dem PPI- Präparat zu überdenken. Generell sollte, laut FDA, die Therapie mit PPIs so kurz und so niedrigdosiert wie möglich erfolgen, um das Risiko einer C. difficile-Infektion zu minimieren.


Quellen(n):
FDA Drug Safety Communication; 08. Februar 2012: Clostridium difficile-associated diarrhea can be associated with stomach acid drugs known as proton pump inhibitors (PPIs)