Weltweite Marktrücknahme von Trobalt®

Montag, den 24. April 2017

Der pharmazeutische Hersteller GlaxoSmithKline unterrichtet mittels eines Informationsbriefes über die weltweite Rücknahme seines Antiepileptikums Trobalt®

Retigabin ist als Zusatztherapie für pharmakoresistente fokale Krampfanfälle mit oder ohne sekundäre Generalisierung bei Patienten mit Epilepsie im Alter von 18 Jahren oder älter, bei denen andere Kombinationen mit anderen geeigneten Arzneimitteln unzureichend wirkten oder nicht vertragen wurden, zugelassen.

In Deutschland erfolgte die Marktrücknahme des Medikamentes bereits am 1. Juli 2012, da aber laut Hersteller hierzulande noch einige Patienten Trobalt® als Importware erhalten, gilt die Information auch für Ärzte in Deutschland.

Ab Ende Juni 2017 wird Trobalt® in allen Wirkstärken (Filmtabletten zu 50 mg, 100 mg, 200 mg, 300 mg, 400 mg) weltweit nicht mehr erhältlich sein. Da es kein weiteres Arzneimittel mit diesem Wirkstoff gibt, muss folglich die antiepileptische Therapie aller Patienten, welche derzeit noch auf Retigabin eingestellt sind, nach Ansicht des behandelnden Arztes auf eine geeignete Alternative umgestellt werden. Hierbei ist zu beachten, dass die Dosisreduktion laut aktueller Produktinformation schrittweise über mindestens drei Wochen erfolgen soll. Der pharmazeutische Unternehmer GlaxoSmithKline fordert die Ärzte dazu auf diese Information an Kollegen weiterzugeben und neue Patienten nicht mehr auf Retigabin einzustellen. 

Quellen:

[1] Informationsbrief Trobalt® (Retigabin); GlaxoSmithKline; 24.04.2017: Erinnerung: Weltweite Marktrücknahme von TROBALT® 50 mg, 100 mg, 200 mg, 300 mg, 400 mg Filmtabletten (Retigabin) Ende Juni 2017

[2] Produktinformation (EMA) Trobalt®; GlaxoSmithKline; März 2011