ifap stellt fest: Papiergebundener Bundesmedikationsplan benötigt AMTS 2.0

Dienstag, den 15. Dezember 2015

Das ifap Service-Institut für Ärzte und Apotheker referierte auf der MEDICA 2015 über die zunehmende Bedeutung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) für die Gesundheitsversorgung und definierte dabei erstmals AMTS 2.0 als dringende Notwendigkeit für den papiergebundenen Bundesmedikationsplan, der durch das eHealth-Gesetz ab Oktober 2016 eingeführt wird.

Die Menschen werden immer älter und erleben dabei auch eine zunehmend längere Zeit mit chronischen Erkrankungen. Die Folgen sind häufig Polypharmazie, d.h. die Einnahme mehrerer Medikamente gleichzeitig, was nicht selten zu Problemen führt, sowie explodierende Gesundheitskosten. Der Bedarf für Arzneimitteltherapiesicherheit im täglichen Umgang mit der Medikation steigt deshalb enorm an, um Qualität, Sicherheit, Machbarkeit und auch Kosteneffizienz der medikamentösen Therapie in den Griff zu bekommen.

Vor diesem Hintergrund stellte Dr. Juliane Kresser, verantwortliche Produktmanagerin bei ifap, auf der MEDICA 2015 fest, dass die Einführung eines papiergebundenen Medikationsplans, wie ihn das eHealth-Gesetz vorsieht, zwar notwendig, aber nicht einmal ansatzweise ausreichend sei. Dringend benötigt würden vielmehr wesentlich umfassendere Regelungen, welche sie im Namen der ifap beispielhaft mit der Bezeichnung „AMTS 2.0“ vorstellte. Die Arzneimitteltherapiesicherheit der Zukunft brauche demnach nicht nur einen gedruckten Medikationsplan, sondern geregelte Prozesse, klare Zuständigkeiten, bereichsübergreifende Daten-Standards, vereinheitlichte Schnittstellen, routine­mäßig eingesetzte Expertentools und vor allem noch jede Menge mehr an Akzeptanz und politischer Unterstützung.

Der gedruckte Bundesmedikationsplan könne nur zum Erfolg führen, wenn er in durchgängigen AMTS 2.0-Prozessen gepflegt und gestützt durch intelligente Softwaretools, fest im praktischen Alltag der Leistungserbringer verankert sei. Ein klar geregelter interdisziplinärer Dialog und damit auch die abgestimmte Erstellung und Pflege des Medikationsplans sei das Gebot der Stunde, so Kresser. Dies würden auch erste Studien zum Einsatz des Medikationsplans bestätigen.

Für einen optimalen Medikationsprozess mit dem Ziel, Medikationsfehler und vermeidbare Risiken für die Patienten bei der Arzneimitteltherapie zu verringern, müssten deshalb durch die Verbände und Standesorganisationen der Leistungserbringer noch vor der Einführung des gesetzlich vorgeschriebenen Medikationsplans auf allen Ebenen Standards und Voraussetzungen geschaffen werden, wie sie der ifap-Entwurf von AMTS 2.0 beschreibt.

Interessierte, die den Vortrag „AMTS 2.0 vs. Bundes-Medikationsplan 2.0“ von Dr. Juliane Kresser auf der MEDICA 2015 verpasst haben, finden unter www.ifap.de den Link zum Video, um ihn sich nachträglich anzusehen.

Mit dem i:fox® bietet ifap überdies einen Arzneimitteltherapiesicherheits-Check der nächsten Generation an, der mithilfe einer mehrdimensionalen Analytik die permanent anwachsende Gesundheitsdatenmasse bewältigt und Risikoschwerpunkte in einem Bruchteil von Sekunden detektiert. i:fox® beurteilt die vorliegende Therapiesituation unter Berücksichtigung aller relevanten Arznei­mittel und Patientenparameter, um eine sichere Medikation zu gewährleisten.

 

Link zum Vortrag: Frau Dr. Juliane Kresser, Produktmanagerin der ifap GmbH,
referierte zu AMTS 2.0 auf der MEDICA 2015.

 

 

 

Über ifap Service-Institut für Ärzte und Apotheker GmbH

Die ifap Service-Institut für Ärzte und Apotheker GmbH ist einer der führenden Anbieter von Arzneimittel- und Therapiedatenbanken in Deutschland. Seit der Gründung im Dezember 1990 spezialisierte sich ifap auf die Entwicklung elektronischer Medien für das Verordnungs­management und Arzneimitteltherapiesicherheit. Mit intelligenten Arzneimittelinformations­systemen stellen die 55 Mitarbeiter des Münchner Unternehmens allen im Gesundheitssystem Beteiligten vollständige, verständliche, aktuelle und verlässliche Arzneimittel- und Therapie­informationen zur Verfügung. Mehr als die Hälfte aller niedergelassenen Ärzte und über 1.000 Kliniken in Deutschland vertrauen auf die aktuellen, umfassenden und sicheren Arznei­mittelinformationen von ifap. Die ifap gehört als Tochterunternehmen der CompuGroup Medical AG zu einem der führenden eHealth-Unternehmen weltweit, dessen einzigartige Kundenbasis etwa 400.000 Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und sonstige Leistungserbringer in ambulanten und stationären Einrichtungen umfasst.

 

Über CompuGroup Medical AG

CompuGroup Medical ist eines der führenden eHealth-Unternehmen weltweit und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von über 500 Mio. Euro. Seine Softwareprodukte zur Unterstützung aller ärztlichen und organisatorischen Tätigkeiten in Arztpraxen, Apotheken, Laboren und Krankenhäusern, seine Informationsdienstleistungen für alle Beteiligten im Gesundheitswesen und seine webbasierten persönlichen Gesundheitsakten dienen einem sichereren und effizienteren Gesundheitswesen. Grundlage der CompuGroup Medical Leistungen ist die einzigartige Kundenbasis mit etwa 400.000 Ärzten, Zahnärzten, Apothekern und sonstigen Leistungserbringern in ambulanten und stationären Einrichtungen. Mit eigenen Standorten in 19 Ländern und Produkten in über 40 Ländern weltweit ist CompuGroup Medical das eHealth-Unternehmen mit einer der größten Reichweiten unter Leistungserbringern. Rund 4.200 hochqualifizierte Mitarbeiter stehen für nachhaltige Lösungen bei ständig wachsenden Anforderungen im Gesundheitswesen.

 

 

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