Spritzenbruch bei Pneumokokken-Impfstoff

Potenzielle Verletzungsgefahr bei der Anwendung von Vaxneuvance® Fertigspritzen durch Bruch an der Fingerauflage. 

Für Vaxneuvance® Injektionssuspension in einer Fertigspritze wurde Bruch an der Fingerauflage und/oder der Spitze der Glasspritze, mit der Folge von Schnittwunden oder Nadelstichverletzungen, berichtet.  

Weitere Untersuchungen ergaben einen Zusammenhang mit einem Bauteil der Spritze. Während korrektive und vorbeugende Maßnahmen zur Behebung dieses Defekts implementiert wurden, könnten alle aktuell im Markt befindlichen Vaxneuvance® Spritzen potenziell von diesen Defekten betroffen sein.  

Um das potenzielle Verletzungsrisiko für Patienten, Pflegekräfte und/oder Angehörige von Heilberufen zu reduzieren, wird empfohlen, die Glasspritze vor Verwendung gründlich hinsichtlich eines Bruchs zu inspizieren. Wird ein Bruch bemerkt oder vermutet, sollte die Dosis vor Anwendung von Vaxneuvance® verworfen werden.  

Falls vor Anwendung, während der Vorbereitung und der Anwendung des Impfstoffes kein Bruch bemerkt, sollten die Angehörigen der Heilberufe das Ausüben übermäßiger Kraft auf die Spritze (einschließlich auf die Spitze der Glasspritze) beim Abnehmen der Verschlusskappe oder dem Aufsetzen der Nadel auf die Spritze oder nach der Anwendung (z. B. bei Verwendung einer Nadel mit Sicherheitsmechanismus) und während der Entsorgung vermeiden. 

Für weitere Informationen: Siehe Rote-Hand-Brief zu „Vaxneuvance®“ vom 20.09.2023. 

 

Quelle: 

[1] Rote-Hand-Brief Vaxneuvance® (Pneumokokken-Polysaccharid-Konjugatimpfstoff); 20.09.2023: Vaxneuvance® (Pneumokokken-Polysaccharid-Konjugatimpfstoff (15 valent, adsorbiert)) Injektionssuspension in einer Fertigspritze: Wichtige Information bezüglich der Möglichkeit des Bruchs der Vaxneuvance® Fertigspritze. 

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